Aluminium im Körper durch Küche, Kosmetik, Trinkwasser & Co.

Wie gefährlich ist Aluminium für unsere Gesundheit – und wie können wir uns davor schützen?

Wir leben nicht nur im Zeitalter des Plastiks, sondern auch im Zeitalter des Aluminiums. Dass Plastik nicht gerade gesundheitsfördernd ist und der Umwelt große Probleme bereitet, dringt mittlerweile immer mehr ins Bewusstsein der Menschen. Dass auch Alu, das silberfarbene Leichtmetall, eine große Gesundheitsgefahr für uns darstellt und ebenso präsent in unserem Alltag ist, ist noch weniger bekannt. Welche Gesundheitsgefahr von Alu ausgeht, wo Alu überall drin ist, wie Alu in unseren Körper kommt, was Alu mit unserer Umwelt macht und viele weitere Fragen möchte ich in diesem Artikel beantworten.

Was genau ist Aluminium, warum ist es für die Industrie so toll und was wird daraus alles gemacht?

Aluminium gehört zu den Leichtmetallen. Es ist sehr leicht, aber trotzdem sehr fest, rostet nicht, ist sehr leicht zu verarbeiten, lässt sich super formen und ist ein guter Wärme- und Stromleiter. Außerdem ist es geschmacksneutral und licht- und luftundurchlässig. Deshalb ist Alu vielfältig einsetzbar. Es wird u.a. in der Autoindustrie, in der Luft- und Raumfahrtechnik und in Elektronikbauteilen eingesetzt. Auch einige Notebook- und Smartphonegehäuse sind seit neustem aus Aluminium.

Und auch in unserem Haushalt gibt es eine Menge Aluminium: in der Küche finden wir Verpackungen wie Getränkedosen, Getränkekartons, Chips-Tüten, Konserven, Joghurtdeckel, Kaffee-Kapseln, aber auch Küchengeräte, Töpfe und Backbleche. Nicht zu vergessen die Alu-Flaschen, die viele Kinder mit in Kindergarten und Schule nehmen, weil sie ja so schön leicht sind und nicht kaputt gehen können. Und natürlich die Alu-Folie, die in fast keiner Küche fehlt. Mit dieser verpacken wir unsere Lebensmittel, um sie aufzubewahren oder machen uns eine Ofenkartoffel.

Aber Alufolie wird auch oft zu Dekoration eingesetzt, weil sie so schön glitzert und einfach edel aussieht. Das hat die Möbelindustrie auch schon erkannt und so gibt es immer mehr Möbel mit Aluminiumelementen.

Sogar in konventionellen Kosmetikprodukten (Deo, Sonnencreme, Lippenstift, Zahnpasta, Trocken-Shampoo, Make-Up, Schimmer-Körpercreme) und zahlreichen Medikamenten (Impfstoffe, Medikamente gegen Sodbrennen, …) kann Aluminium bzw. eine Aluminiumverbindung enthalten sein.

Aluminium und unsere Gesundheit

Benötigt unser Körper Aluminium für irgendeine biologische Funktion? Nein – und nicht nur wir Menschen brauchen kein Aluminium, sondern auch kein einziges anderes Lebewesen. Aluminium in seiner reinen Form kommt übrigens auf der Erde gar nicht vor. Man findet es in einer gebundenen Form z.B. in der Erdkruste, und das sogar recht viel, aber eben an andere Elemente gebunden. Und Alu lässt sich weder von Wasser auswaschen, noch ist es auf andere Art und Weise einfach zu lösen – sonst wäre die Alu-Gewinnung auch nicht so aufwändig. Aber dazu später noch mehr….

Wenn unser Körper also kein Aluminium braucht, warum haben wir dann alle Aluminium in unserem Hirn (ca. 1-2 mg pro Gramm Gehirnmasse), in unseren Knochen und in anderen Geweben? Und wie kommt es da rein? Und was macht es da?

Aluminium in Lebensmitteln

Zum einen nehmen wir Aluminium durch unsere Nahrung auf, genauer gesagt durch Nahrungsmittel, die in irgendeiner Weise mit Aluminium in Verbindung kamen und sich dadurch das Aluminium im Nahrungsmittel angereichert hat.

Ein ganz typisches Beispiel sind die bekannten und bei vielen Kindern beliebten Laugenbrezeln. Die in Natronlauge getauchten Brezeln werden sehr häufig auf Aluminiumbackblechen gebacken, die Natronlauge löst aus dem Alu-Blech Aluminiumsalze heraus und diese gehen dann in die Brezeln über, die unsere Kinder oder wir dann essen.

Auch Verpackungen können Aluminium an die Nahrungsmittel abgeben, vor allem, wenn darin Saures oder Salziges eingepackt ist. Z.B. eine Limo aus der Dose, Chips, fertig gekochtes Essen aus Menü-Schalen von Lieferservices (hier nicht nur an den Pizzaservice denken, sondern auch an Anbieter, die täglich Essen für unsere ältere Generation ins Haus liefern), Grillschalen, die wir im Sommer häufig verwenden, in Alu-Folie eingepacktes Essen zum Aufbewahren, usw.

Aluminiumverbindungen sind aber auch Bestandteil von Lebensmittelzusätzen. So werden sie als Farbstoffe eingesetzt, als Stabilisatoren, Backtriebmittel oder Trennmittel. (E173, E520 — E523 , E541) und E554, E555, E556). Fertigprodukte mit diesen Nummern würde ich im Regal stehen lassen.

Aber auch mit Obst und Gemüse, Kakaobohnen und einigen anderen Nahrungsmittel kommt Aluminium in unseren Körper. Man spricht hierbei vom natürlichen Aluminiumgehalt in den Nahrungsmitteln, wobei die Frage ist, was daran natürlich sein soll. Ich denke, dass die Nahrungsmittel das Aluminium über aluminiumverunreinigte Böden, Luft und Wasser aufnehmen.

Erhöhtes Alzheimer-Risiko durch Aluminium im Trinkwasser

In vielen europäischen Trinkwasseraufbereitungsanlagen (auch in Deutschland) wird Aluminiumchlorid verwendet, um Schmutzteilchen aus dem Wasser zu filtern. Aber leider bleibt dabei ein gewisser Anteil an Aluminium bzw. Aluminiumsalzen im Trinkwasser. Laut Wasserwerken natürlich völlig unbedenklich. Eine französische Studie über eine Laufzeit von 15 Jahren hat allerdings herausgefunden, dass es sehr wohl eine Gesundheitsgefährdung für Menschen gibt, deren Trinkwasser aus einer Trinkwasseraufbereitungsanlage stammt, die mit Aluminiumchlorid arbeitet – und zwar wird bei diesen die Entstehung der Alzheimererkrankung ab einem bestimmten Alter begünstigt (ab 60 Jahren um den Faktor 2).

Alternativen zu Aluminiumchlorid gibt es übrigens (Eisenpulver) – die das Team um die französische Studie auch empfiehlt. Trotzdem kommt nur 1/3 der franz. Bevölkerung, darunter auch Paris, in den Genuss von aluminiumfreiem Trinkwasser.

Weil wir nicht wissen, ob und wie stark unser Leitungswasser mit Aluminium belastet ist, filtern wir es, bevor wir es trinken oder zum Kochen verwenden. Unsere Wasserfilteranlage filtert nahezu alles Aluminium heraus. Mehr zu diesem Thema findest Du in unserem Artikel Gesundes Trinkwasser ohne Kisten-Schlepperei, Weichmacher, Alu & Co.

Krebsgefahr durch Aluminium in Kosmetik & Körperpflege?

Mittlerweile sehr bekannt ist, dass in Deos Aluminiumsalze verwendet werden. Warum eigentlich? Weil diese die Hautporen verkleben und die Haut dadurch nicht mehr schwitzen kann.

Und was ist jetzt so schlimm an den Aluminiumsalzen? Es wurde beobachtet, dass heutzutage ungewöhnlich viele Brusttumore in der Nähe der Achseln auftreten (60% vs. 30% in den 1930 Jahren) und da kam der Verdacht auf, dass dies mit den Deos in Zusammenhang stehen könnte. Weitere Untersuchungen ergaben, dass bei Frauen mit Brustkrebs in der Brustflüssigkeit höhere Aluminium-Werte gefunden wurden. Und weitere Studien haben übrigens gezeigt, dass auch geringste Mengen von Alu zu Tumoren führen können – Aluminium kann eine ganz normale Zelle in eine Krebszelle verwandeln. Zudem erhöht Aluminium die Wahrscheinlichkeit, dass diese Krebszellen wandern und Metastasen bilden. Damit liegt (nicht nur) für mich der Verdacht sehr nahe, dass die Aluminiumsalze des Deos durch die Haut in den Körper gelangen, sich dort anreichern und irgendwann auch mal zu Krebs führen können.

Aber nicht nur in Deos wird Aluminium eingesetzt – auch in manchen Sonnencremes, Zahnpasten, Lippenstiften und in Make-Up und Cremes mit Schimmer-Effekt. Und natürlich kann auch dieses Aluminium in unseren Körper gelangen. Deshalb würde ich beim Kauf von Deos und anderen Kosmetikprodukten immer auf die Inhaltsstoffe achten.

Allergien, Demenz & Blutarmut durch Aluminium in Medikamenten

Bei den Medikamenten gibt es vor allem 2 Aluminiumquellen, auf die ich gerne eingehen möchte. Zum einen sind das Impfstoffe und zum anderen sind das Medikamente gegen Sodbrennen.

In Impfstoffen wird Aluminium als sog. Wirkverstärker eingesetzt, um eine Antwort des Immunsystems zu erzwingen. Höchstbedenklich ist, dass wir dabei alle natürlichen Barrieren des Körpers wie Haut und Schleimhäute durch eine Spritze umgehen und das Aluminium somit direkt in den Körper gelangt. In Tierversuchen konnte übrigens gezeigt werden, dass Aluminium jede Allergie (Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen, Nahrungsunverträglichkeiten) provozieren kann. Und bei Kindern ist der Anteil an Allergikern in den letzten Jahren rasant gestiegen. Zufall?

Das Risiko, eine Allergie zu bekommen ist übrigens doppelt so hoch bei den Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft aluminiumhaltige Medikamente eingenommen haben. Und das sind vor allem Medikamente gegen Sodbrennen, ein sehr typisches Leiden in der Schwangerschaft. In der Packungsbeilage dieser Sodbrennen-Medikamente steht sogar als Nebenwirkung: bei langfristiger Einnahme hoher Dosen kann es zu Aluminium Einlagerungen vor allem in das Nerven- und Knochengewebe kommen. Dies kann zu Hirnschädigungen (Demenz) und Blutarmut führen. Das führt uns nochmal zu:

Verursacht Aluminium wirklich Alzheimer?

Aluminium kann die Blut-Hirn-Schranke ungehindert passieren. Und so lagert sich Aluminium auch im Hirn ab. Bekannt ist, dass Aluminium ein Nervengift ist. Doch ob Alzheimer durch Aluminium ausgelöst wird, ist nicht bewiesen. Viele Fakten sprechen aber dafür, wie die Studie aus Frankreich mit dem Trinkwasser, wie der erhöhter Aluminium-Gehalt im Gehirn bei Alzheimer Patienten (von 1-2mg pro Gramm Gehirnmasse auf 4-6mg) und wie der Beipackzettel von aluminiumhaltigen Medikamenten gegen Sodbrennen.

Aluminium und die Umwelt

Aluminium stellt nicht nur für uns eine konkrete Gesundheitsgefahr dar, sondern auch für die Menschen, die direkt oder indirekt mit der Aluminiumgewinnung zu tun haben. Sehr belastend ist diese auch für unsere Umwelt. Wie ich bereits erwähnt habe, ist die Aluminiumgewinnung sehr aufwändig und schwierig. Der einzige Stoff, der eine so hohe Aluminium-Konzentration aufweist, dass eine Gewinnung profitabel wird, ist Bauxit. Und wo findet man Bauxit? Im Tropen-Gürtel (Westafrika, Australien, Indien, Jamaica und im Norden Brasiliens). Vor allem im Regenwald von Brasilien gibt es Bauxit von hoher Güte.

Das Bauxit liegt ca. 6 m unter der Erdoberfläche. Das bedeutet, es wird erstmal der Regenwald großflächig gerodet (jedes Jahr ca. 250 Fußballfelder), dann die Humusschicht entfernt und „schon“ ist man am Bauxit dran. Dieses Bauxit wird dann mit Lastern zu einer Aluminium-Raffinerie gebracht. Die einzelnen Schritte zur Gewinnung möchte ich nicht aufführen, sondern nur einige wichtige Fakten nennen:

  • Zur Gewinnung braucht man gigantisch viel Wasser und viel Natronlauge
  • Mehr als die Hälfte des Bauxits ist unbrauchbar. Das, was übrig bleibt, wird Rotschlamm genannt, ist voller Gift (Quecksilber, Arsen, Reste von Aluminium) und auch noch ätzend (von der Natronlauge)
  • Dieser Rotschlamm ist Sondermüll und so wachsen riesige Müllberge. Und natürlich gab es auch schon Unfälle mit Rotschlamm (z.B. in Ungarn im Jahr 2010. Es war eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in Europa. In die Mauer eines Rotschlammbeckens ist ein Loch gerissen. Eine Flutwelle von ätzendem Rotschlamm ist durch ein Dorf gerollt und hat dieses komplett zerstört). Hier ein Spiegel-Artikel dazu.
  • Um reines Aluminium zu gewinnen, benötigt man zudem noch extrem viel Strom. Eine Aluminiumfabrik braucht genauso viel Strom wie ganz Düsseldorf!

Und da die Gewinnung von Aluminium so aufwändig ist, ist das Recycling von Aluminium um so wichtiger, denn je öfter das Aluminium wiederverwendet werden kann, desto besser wird die Umweltbilanz…

Und noch ein Wort zur Aufforstung: natürlich brüsten sich die Aluminium-Firmen damit, dass sie den Regenwald wieder aufforsten. Ca. 120 verschiedene Pflanzenarten werden zur Aufforstung eingesetzt. Doch ursprünglich waren dort ca. 400 verschieden Pflanzen vertreten – die zerstörte Artenvielfalt lässt sich also nicht wiederherstellen und ist für immer verloren. Zudem verlieren viele Tiere ihren Lebensraum – wenn sie nicht schon bei der Rodung gestorben sind.

Die Bauxitgewinnung im Norden Brasiliens hinterlässt auch bei der heimischen Bevölkerung Spuren. Zum einen sind die Arbeitsbedingungen in solch einer Aluminium-Raffinerie extrem hart. Die Mitarbeiter müssen sich vor der ätzenden Natronlauge schützen – kein Stückchen Haut darf zu sehen sein – und das bei Temperaturen von weit über 30 Grad im Schatten. Viele Arbeiter werden chronisch krank und es ist keine Seltenheit, dass diese Arbeiter mit Mitte 30 in Pension geschickt werden, weil sie arbeitsunfähig geworden sind.

Und zum anderen leidet auch die einheimische Bevölkerung in der Umgebung der Raffinerie darunter: Der Wind verteilt kilometerweit Aluminium-Staub aus der Raffinerie, dadurch wird natürlich auch das Wasser stark verunreinigt. Für die Einheimischen ist das Wasser aus den Flüssen extrem wichtig: sie trinken es und waschen sich darin schon seit Generationen. Doch seit es dort im Norden Brasiliens eine Aluminium-Raffinerie gibt, fängt die Haut nach dem Waschen an zu jucken und platzt irgendwann auf. Besonders betroffen sind die Kinder, die bei den warmen Temperaturen in Brasilien ja viel im Wasser planschen.

Wie giftig das Wasser in den Flüssen in der Nähe der Alu-Raffinerie ist, zeigt auch das Fischsterben dort (Aluminium beeinträchtigt die Kiemenfunktion der Fische und somit ersticken die Fische im Wasser). Die einheimischen Fischer können noch nicht mal mehr ihre eigene Familie mit Fischen versorgen.

Fazit

Aluminium gelangt über verschiedene Wege in unseren Körper und lagert sich dort in den verschiedensten Teilen ab: in Nerven- und Knochengewebe, Muskeln und Hirn. Bewiesen ist, dass Aluminium ein Nervengift ist. Es steht außerdem im Verdacht, dass es Krebs, Alzheimer und Allergien auslöst. Zudem ist die Aluminium-Gewinnung eine große Belastung für Umwelt und die einheimische Bevölkerung.

Aluminium ganz zu meiden, scheint mir in unserer heutigen Zeit kaum möglich zu sein. Wir sollten einen bewussten Umgang mit diesem Material suchen und es so wenig wie möglich einsetzen. Es gibt sehr einfache Dinge, die wir sofort umsetzen können:

  • keine Alu-Folie mehr verwenden
  • nicht mit Aluminium-Pfannen oder Töpfen kochen, keine Aluminium-Backbleche oder Backformen verwenden
  • auf Produkte mit den genannten E-Stoffen verzichten
  • keine Kosmetik mit Aluminium kaufen und verwenden
  • beim Einkaufen darauf achten, ob es das gewünschte Lebensmittel auch mit einer Produktverpackungen ohne Aluminium gibt.
  • Oder noch besser: Versuchen, vieles unverpackt zu kaufen (z.B. Kaffee). Damit tut man sich selbst und der Umwelt etwas Gutes.
  • keine Trinkflaschen aus Alu verwenden (lieber Glas oder Edelstahl)
  • Und falls ihr Leitungswasser trinkt, dann würde ich empfehlen, Euch eine gute Wasserfilteranlage zu kaufen.
  • Und natürlich sollten wir auch bei Medikamenten genau überlegen, ob der Nutzen den möglichen Schaden rechtfertigt.

Und last but not least: macht regelmäßig Ausleitungskuren, damit Aluminium aus eurem Körper ausgeschieden werden kann. Denn der Körper kann über die Nieren Aluminium ausleiten (sofern wir über eine gute Nierenfunktion verfügen). Wir können ihn dabei auch gut unterstützen: Eine ganz bekannte Methode dafür ist die nach Dr. Klinghardt mit Chlorella, Bärlauch und Koriander.