Warum es nicht so schlimm ist, schlecht in der Schule zu sein

[Aktualisiert im Oktober 2018] Eigentlich ist Schulstress für Kinder und ihre Eltern ziemlich überflüssig. Und lässt sich leicht reduzieren, wenn vor allem wir Eltern unsere Sichtweise ein wenig erweitern. Für einen entspannteren Umgang mit den Problemen mit und in der Schule.

Erfolg in der Schule = Erfolg im Leben

So habe ich das gelernt: die Schule ist sehr wichtig, wenn ich es im Leben mal zu etwas bringen möchte. Nur wenn ich in der Schule gut bin, einen guten Abschluss mache, habe ich als Erwachsener gute Berufschancen – und Chancen auf Erfolg. Und nur dann habe ich ein gutes Leben – was auch immer das konkret bedeuten mag.

Schulprobleme führen zu Stress – für Kind & Eltern

Die Konsequenz: wenn es in der Schule mal nicht so gut läuft, wachsen der Stress und der Druck. Schließlich steht die Zukunft auf dem Spiel! Und wenn es mal mehrere Jahre oder gar die gesamte Schulzeit über nicht so gut läuft, dann bedeutet das halt im Zweifel auch mal bis zu 13 Jahre Stress. Wobei der Stress viele Gesichter haben kann: Druck, Konkurrenzkampf, Fühlen als Versager, Disharmonie, Angst, Mobbing, Selbstzweifel, Sitzenbleiben, keine Zeit für Entspannung uvm..

Und es trifft nicht nur das Kind, sondern oft auch die Eltern, die ja das beste für ihr Kind möchten, sich Sorgen machen, vielleicht sogar Vorwürfe – und selbst viel Einsatz bringen, um die Situation irgendwie zu verbessern.

Drei entspannende Überlegungen bei Schulproblemen

Warum es nicht so schlimm ist, schlecht in der Schule zu seinWenn Du Dich oder Dein Kind in dieser Situation wiedererkennst, hier drei Überlegungen, die die Situation entspannen können:

Dein Kind ist JETZT schon jemand

Ist der potentielle berufliche Erfolg in ferner Zukunft es wirklich wert, JETZT so viel Stress in Kauf nehmen zu müssen? So viel Streit, Tränen, Angst etc.? Im Zweifel einen großen Teil der wertvollen Kindheit zu „versauen“?

Hier ein hilfreiches Zitat von Heidemarie Brosche, einer Lehrerin, die ein Buch geschrieben hat, das zufällig den gleichen Titel hat wie mein Blogartikel ;-):
Wir sorgen uns, was morgen aus unserem Kind werden wird, dabei vergessen wir, dass es heute schon jemand ist.

Wir sorgen uns, was morgen aus unserem Kind werden wird, dabei vergessen wir, dass es heute schon jemand ist.

Was kann im schlimmsten Fall passieren?

Was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn Dein Kind weiterhin schlecht in der Schule ist? Sitzenbleiben? Kein Schulabschluss? Wie schlimm ist das wirklich? Wie existenzbedrohend? Kann Dein Kind dann überhaupt nicht glücklich werden? Keine Familie gründen? Keinen Spaß im Leben haben?

Sehr entspannend: Einen Schulabschluss kann man jederzeit auf externem Weg nachholen! Die Kindheit nicht…

Einen Schulabschluss kann man jederzeit auf externem Weg nachholen! Die Kindheit nicht…

Was ist wirklich wichtig im Leben?

Hilfreich ist es m.E. auch, mal darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist im Leben. Wir haben ja gelernt, dass Erfolg entscheidend ist, um glücklich zu sein. Mit Erfolg meinen wir: einen gutbezahlten Beruf, ein Häuslein, 2 Autos und viele andere materielle Güter von MediaMarkt, Aldi & Co.

Aber glaubst Du wirklich noch, dass Dein Kind all diese Dinge braucht, um glücklich zu sein? Beruflichen und materiellen Erfolg? Meinst Du nicht auch, dass ein „einfacher“ Mensch ohne „richtige“ Ausbildung nicht genauso glücklich oder sogar noch glücklicher sein kann, noch freier? 

Es kommt zum großen Teil auf die „richtige“ Einstellung zum Leben an, zum Geld – nicht auf materielle Reichtümer! Ich kenne mittlerweile zwei Familien, die mit wenigen hundert Euro im Monat auskommen und so frei und glücklich sind, so viel Zeit gemeinsam haben, dass ich ein klein wenig neidisch auf sie bin… Ok, sie leben kein „normales“ Leben im klassischen Sinne, aber das muss man ja auch nicht zwingend 😉

Nur: diese „richtige“ Einstellung zum Leben und zum Geld lernt man nicht in der Schule – das kannst nur Du Deinem Kind beibringen und vorleben…

Was auch hilft: Versetze Dich in Dein Kind hinein!

Ich habe oben schon einmal Heidemarie Brosche und ihr Buch „Warum es nicht so schlimm ist, in der Schule schlecht zu sein“ erwähnt. Frau Brosche rät darin, zu überlegen, warum Dein Kind konkret Schulprobleme hat. Wenn Du ein Verständnis dafür entwickelt hast, wird sich die Situation in Deinem Kopf noch weiter entspannen. Hier zwei Beispiele:

Beispiel 1: Probleme mit der Art und Weise des schulischen Lernens

Es gibt Kinder, die einfach Probleme damit haben, WIE man in der Schule lernt. Hier gibt es einen Lehrplan, der vorschreibt, wann man was und wie zu lernen hat. Und einen Lehrer, der dafür sorgt, dass das umgesetzt wird – mit den Mitteln Lob und Strafe.

Ein Kind lernt am besten, wenn es einen Sinn darin sieht, wenn es aus eigenem Antrieb lernt. Manche Kinder haben keine Probleme mit dem Lehrplan, entwickeln dafür Interesse. Anderen fehlt das Interesse, sie entwickeln Widerstände.

Ist das wirklich so verwerflich? Wenn Dein Kind sich nicht zwingen lässt, sich für etwas zu interessieren? Und wenn es daher keinen schulischen Ehrgeiz entwickelt? Es gibt sicher viele andere Dinge, für die sich Dein Kind wirklich interessiert, in die es sich stundenlang freiwillig und mit Ehrgeiz vertieft. Ja ich weiß, für die gibt es keine Noten…

Ist es wirklich so verwerflich, wenn Dein Kind sich nicht zwingen lässt, sich für etwas zu interessieren?

Beispiel 2: Falscher Zeitpunkt, falsches Tempo

Es gibt auch Kinder, die etwas langsamer sind als andere. Die sich langsamer entwickeln und dennoch in einen vorgegebenen Lernplan gezwungen werden. Und die mehr Zeit brauchen, um Dinge zu lernen und zu verstehen – und trotzdem der „normalen“ 45-Minuten-Taktung in der Schule und in Klassenarbeiten unterworfen sind.

Langsamkeit ist in unserer schnellen Welt nicht gerne gesehen. Wer langsam ist verliert. Zumindest in der Schule. Von Einstein sagt man, dass er auch ein Spätentwickler war. Und einer, der mit der Schule nicht ganz einverstanden war. Und wir wissen, dass er nach der Schule trotzdem ganz erfolgreich war 😉

Wenn Dein Kind also nun schlecht in der Schule ist, kann das einfach nur bedeuten, dass es noch nicht so weit ist für den Stoff des Lehrplans. Und/oder dass es einfach nicht unter 45 Minuten Zeitdruck die vorgegebenen Aufgaben lösen kann. Na und? Dafür kann man ihm doch keinen Vorwurf machen! Im Gegenteil: es ist vielleicht sogar besser, wenn es sich nicht von der üblichen Hektik des modernen Lebens mitreißen lässt, sondern in seinem ganz eigenen, ruhigen Tempo lernt und lebt!

Schulschwierigkeiten gelassen meistern

Ich könnte jetzt noch zahlreiche weitere ähnliche Beispiele aufzeigen. Und ein wenig darüber schreiben, warum es vielleicht ganz gut ist, wenn Dein Kind kein unauffälliger, angepasster Schüler ist. Weil z.B. Ehrgeiz und Angepasstheit gar nicht so gut und gesund sind im Leben als Erwachsener. Und warum es auch nicht so gut ist zu lernen, dass Fehler schlecht sind – aber genau das vermittelt ja die Schule: Vermeide Fehler um jeden Preis.

Aber ich denke, Du weißt nun, worum es mir geht: darum innerzuhalten, die gängige Denkweise zu hinterfragen und ggf. umzudenken. Und so entspannter umzugehen mit den vermeintlichen Schulproblemen – die bei genauerer Betrachtung vielleicht gar keine sind.

Jetzt kommentieren

Du bist gefragt!

Wie gehst Du mit Schulproblemen Deines Kindes um? Wie schlimm sind die Probleme für Dein Kind und Dich?
Und ganz allgemein: was hältst Du von der Schule, wie wir sie derzeit haben?

Jetzt kommentieren
Von |2018-10-30T09:40:44+00:0030. Oktober 2018|

Über den Autor:

Christian
Hallo, ich bin Christian Clemens, Papa von 2 wunderbaren, freiheitsliebenden Söhnen. Ich habe Betriebswirtschafslehre studiert - dann aber zusammen mit meiner Frau KIKI die Glücksknirpse ins Leben gerufen. Meine Themenschwerpunkte sind Stress-Reduktion, gesunde Ernährung, artgerechtes Wachsen & Leben für dauerhafte Gesundheit bis ins hohe Alter, Achtsamkeit & Freisein. Unsere Vision ist, so viele Eltern wie möglich mit unseren Themen anzustecken, damit ganz viele Kinder zu Glücksknirpsen werden können: gesund, glücklich, frei.

35
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
5000
15 Comment threads
20 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
  Subscribe  
Neuste zuerst Älteste zuerst nach Bewertungen
Benachrichtung bei
KristinLehmann
KristinLehmann

Hallo Christian, ich möchte gern zu Deinem Beitrag antworten und will, so vorsichtig, wie ich kann, meine Kritik ausdrücken. Ich empfinde ihn als nicht vom jungen Menschen aus geschrieben. Sondern aus der Sicht eines Erwachsenen, der bestimmt, was gut oder schlecht ist oder „nicht so schlimm“. Es sind einige Punkte, deshalb will ich nur zusammenfassend antworten: Wenn mein Kind schlecht in der Schule ist, dann hat das Auswirkungen auf mein Kind, unabhängig davon, ob ich selbst mir Sorgen mache. Es sitzt da seine Zeit ab, ohne Erfolg. Ohne Freude. Wann ist man schlecht? Ab ner „3“ oder ner „4“? Das… Read more »

Yvonne
Yvonne

Hallo liebe Heidi und lieber Christian, der Artikel und der Kommentar von Heidi klingt ja alles sehr gut und schön, aber in Deutschland gibt es die sogenannte Schulpflicht und der kann ich mich selbst wenn ich als Mutter wollte nicht entziehen. Also heißt es mein Kind muss in die Schule. Dies ist nun mal so. Auch wenn ich dies gern so machen würde wie Heidi, denn unser Schulsystem ist eine reinste Katastrophe und das ist noch milde ausgedrückt. Wie bewerbt ihr euch dann später, wenn dein Junge größer ist ohne Noten? Würde mich mal sehr interessieren. Danke schon mal für… Read more »

Kristin
Kristin

Sofern man das Bewusstsein für die kindlichen Entwicklungsschritte hat und eine alternative Schulformen wählen kann, dann ist dies ein großer Schritt in Richtung glückliche Schul- und Familienzeit. Schaut doch Mal bei Axel Burkhardt auf YouTube! Die Entwicklungsstufen 0-7 Jahre + 8-14 Jahre werden sehr verständlich beschrieben.

Heidi

Lieber Christian! Danke fürs Dranbleiben an diesem und vielen anderen wichtigen Themen! Von Schule, „wie wir sie derzeit haben“, halte ich gar nichts! Ich bin in Österreich zu Hause, und da ist es auch nicht anders. Mein Sohn ist 12 Jahre alt und war nie in einer „Institution“. Es geht ihm wunderbar damit: er hat Zeit, seine ganz eigenen Ideen und Projekte zu verwirklichen – und zwar mit jenen Menschen, die sich WIRKLICH dafür interessieren! Lesen, Schreiben, Rechnen UND VIELES MEHR!! passiert „nebenher“, zum eigenen Zeitpunkt und im eigenen Tempo! Es fasziniert mich, DAS bei ihm und anderen „frei sich… Read more »

Brigitte
Brigitte

Liebe Heidi,
mit großem Interesse habe ich gerade deine Zeilen gelesen. Ich bin auch aus Österreich und im September geht für unsere Große die Schule los. Da ich unser Schulsystem auch nicht für gut befinde, bin ich auf der Suche nach Alternativen.
Hast du diesbezüglich vielleicht Links für mich? „Unterrichtest“ du deinen Sohn „richtig“ oder wie machst du das? Muss er dann Prüfungen an offizieller Stelle ablegen? Für mich wären auch „alternative Institutionen“ denkbar. Darf ich noch fragen in welchem Teil Österreichs du wohnst? Wir wohnen in Niederösterreich, südöstlich von Wien.
Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen!
LG Brigitte

Veronika
Veronika

Super Artikel!! Bin auch der Meinung, dass sich im Schulsystem endlich etwas ändern muss, unseren Kindern zu liebe!!!
Habt ihr schon von Schule im Aufbruch gehört!! Gibts im Internet eine Seite, toll wäre es, wenn sich viele Schulen in diese Richtung bewegen könnten!!
Ich bin Lehrerin und diplomierte Montessoripädagogin und möchte Kinder nicht mehr mit Leistungsdruck unterrichten, oder ihre Fehler sehen, sondern ihre Potentiale entfalten lassen!! Für eine bessere Zukunft!!! 🙂
Alles Liebe Veronika

Helga Schmid
Helga Schmid

Hört sich gut an. Richtig. Als „betroffene“ Mutter eines schlechten Schülers, nun 17jährig ohne Schulabschluss, befinde ich mich seit längerem in einer ziemlich rat- und ausweglosen Situation! Er war ein schlechter, fauler Schüler. Als Mensch sehr beliebt, aufgeschlossen, kreativ, intelligent. Hatte und hat auf Schule absolut null Bock. Massnahmen seitens der Schule(n): Strafarbeiten, Nachsitzen, Rausschmisse, Schulverweise. Schulabschluss nachholen bedeutet doch: das ganze Schlamassel zeitversetzt noch einmal! Das ist doch keine Lösung! Artikel wie dieser geben einen Hoffnungsschimmer am düsteren Schulhorizont. Das Schulsystem lahmt an allen Ecken und Enden. Die Werte, Methoden und Inhalte passen nicht. Nur: Es gibt (noch) keine… Read more »

Anke
Anke

Hei Christian,
Sooo ein wichtiger und guter Artikel – ach ich hoffe, dass sich dadurch viele Eltern entspannen und somit auch die Kinder und so manche Schulsituation!!!
Vielen Dank dir und LG Anke

truddel
truddel

ja, einen Schulabschluss kann man nachholen,
ja, mein Kind darf sich mit den Sachen beschäftigen, die es interessieren
ja, mein Kind kann sich Zeit lassen.
Und entspanntere Eltern helfen sicher auch dem Kind. Trotzdem sitzt das Kind 4 oder 6 Stunden in der Schule, wo die Leher das anders sehen, das Kind unter Druck setzen, drängeln, heruntermachen.
Und dann ist es nämlich doch schlimm, in der Schule schlecht zu sein.

Sabina
Sabina

Hier nochmals ein Video-super spannend!!

https://m.youtube.com/watch?v=2-a-JYC-j08

Christian Clemens

Dankeschön!

Sabina
Sabina

Wie ist das denn jetzt, schickt ihr eure Kinder zur Schule oder unterrichtet ihr zu Hause, Homeschooling heisst das Stichwort. Ich setze mich derzeit intensiv damit auseinander, frage mich wie ihr das sieht? Ich lebe in Norwegen, da schickt man die Kinder ja schon frueh in die Kita, wohl hat man ein Jahr Elterzeit, ist dieses aber vorbei, dann werden beide Elternteile wieder vollzeit arbeiten und das Kind bleibt meist von 8 – 5 in der Kita. Fuer mich kommt das absolut nicht in Frage, da verzichte ich lieber auf etwas Luxus. Ich gehoere hier zu der kleinen Minderheit, die… Read more »

Christian Clemens

Liebe Sabina, nach allem was ich bisher so gelesen habe und vor allem auch selbst fühle, ist es sehr wichtig, eine gute Bindung und Beziehung zum Kind aufzubauen. Ich frage mich: wie soll ich das machen, wenn ich mein Kind nur 2 Tage pro Woche wirklich für mich habe? Ich denke, da werden eher die Erzieher in Kita & Co so etwas aufbauen, wenn überhaupt. Dieser fragwürdige Trend zu Ganztagsschule in Deutschland war für mich der Anlass mich mit Alternativen zu beschäftigen. Wir sind dann beim Freilernen hängen geblieben. Also nicht Unterricht daheim, sondern gar kein formeller Unterricht. Das erfordert… Read more »

sabina
sabina

Lieber Christian Du sprichst mir aus dem Herz, ich habe lange in der Nahrungsmittelindustrie gearbeitet, auch habe ich wæhrend dieser Zeit mitgekriegt, was so alles in die „Lebens“-Mittel reingeschmissen wird, auch bearbeitete ich daneben die chemische und technische Industrie, tja, was soll ich sagen, da moechte man doch am liebsten selbst einen Garten anlegen, damit man die ganze Industrie umgehen kann. Bezueglich Alternativmedizin, Homøopathie etc, sind sie hier auch sehr im Rueckstand, was die Aerzte sagen, ist richtig. Ich bin ausserdem Contra-Impfen, mein Sohn ist nicht geimpft, wird es auch bleiben. Irgendwie werde ich schon einen Weg finden. Finde diesen… Read more »

Christian Clemens

Wow, vielen Dank für Deinen ausfühlichen Bericht! Total spannend, wenn auch etwas düster. Bei Verschwörungstheorien bin ich immer etwas skeptisch – aber wenn man beginnt, die Dinge in allen Lebensbereichen zu hinterfragen – dann kann da durchaus etwas dran sein. Ich finde es jedenfalls wichtig immer zu fragen wer vielleicht Interesse daran haben könnte, dass es so ist und nicht anders. Auch in Sachen Gesundheitssystem (ADHS, Medikamente, Umgang mit alternativen, kritischen Stimmen…). Nochmals vielen Dank für Deinen Bericht – viel Stoff zum nachdenken. Und möge Deine Vision bald Wirklichkeit werden! 😉 LG, Christian

Sabina
Sabina
Vasco

Kommt ziemlich drauf an: Schlechter zu sein bedeutet öfters besser im Sinn zu sein.

Sebastian

„Einen Schulabschluss kann man später jederzeit nachholen“ … so etwas kann auch nur jemand schreiben, der sich nie damit beschäftigt hat, denn für die meisten ist es unmöglich, mal eben zwei bis drei Jahre auf den Job oder den Großteil davon zu verzichten und trotzdem ein Dach über dem Kopf und jeden Tag etwas zu Essen zu haben.
Unsere Mittlere ist jetzt seit einem Jahr in der Schule und ich habe eines gelernt: Schulstress beginnt häufig bei den Eltern. Die Lösung kann aber nicht sein, die Schule für irrelevant zu erklären und den Kindern jede spätere berufliche Aussicht zu verbauen.

trackback

[…] Warum es nicht so schlimm ist, in der Schule schlecht zu sein 1. Juli 2015 […]

Birgit

Dieser Artikel spricht mir aus der Seele. „Schule ist nicht wichtig, Bildung findet überall statt“, diesen Satz habe ich einmal gehört und ich kann ihn nur unterstreichen.

Leider setzen viele Eltern ihre Kinder mit dem Leistungsgedanken sehr unter Druck. Und leider gilt in unserer Gesellschaft immer noch „nur wer etwas leistet, ist okay“.

Christian

Da hast Du Recht, Birgit. Interessant ist, das „freilernende Kinder“ ohne Schulkarriere und Lehrplan auch Lesen, Schreiben, Rechnen etc. lernen. Und auch (externe) Abschlüsse machen können. Nur vermutlich auf wesentlich entspannterem und freierem Weg.

Grit
Grit

Hallo zusammen,
wie ist esin Deutschland möglich, seine Kinder „freilernend“ zu begleiten und nicht in die Schule zu schicken?

Christian Clemens

Es gibt einige Konstellationen, die das möglich machen. Alle mit verschiedenen Nach- und Vorteilen verbunden. Es gibt wohl auch freie Schulen, die dem freien Lernen nahe kommen – und vielleicht ein ganz guter Kompromiss sind.
Wenn Du mehr wissen möchtest, empfehle ich Dir, an Freilerner-Treffen teilzunehmen. Und mal auf der BVNL-Website vorbeizuschauen.
LG, Christian

Walter
Walter

Tja, ihr Lieben, wie ihr wißt haben wir uns als Familie mit unseren Kindern ganz bewußt gegen Schule entschieden. Ich selber erlebe als Vater diese verantwortliche Entscheidung als einen transformatorischen Prozess, der mich mit den Konditionierungen alter Paradigmen konfrontiert. Den Kindern geht es Prima! Unser Tochter vermisst die „Schule“ erst gar nicht und wird somit mit die Form von Schwierigkeiten, dem alltäglichen Wahnsinn von Stress, den Schule so mit sich bringt, erst gar nicht konfrontiert. Sie erfährt nicht, „Erfolg in der Schule = gleich Erfolg im Leben“, was eine typisches Formel einer industriellen Nation darstellt. Sie erfährt nicht was es… Read more »

Christian

Vielen Dank für Deinen ausführlichen und emotionalen Kommentar, lieber Walter!

Ich stimme Dir voll und ganz zu! Wir haben diesen Artikel geschrieben, um den Eltern und Kindern, die in der Schule sind, zu einem entspannteren Umgang damit zu verhelfen.

Der Schritt zu „Freilernern“ ist nochmal ein Stück schwieriger. Für uns war das vor 2 Jahren auch noch nahezu unvorstellbar: ohne Schule, geht doch nicht! Mittlerweile ist es umgekehrt – dank André Stern und den vielen Freilernern, die es auch in Deutschland gibt! 😉

Anonymous
Anonymous

Vielen Dank für Deine Rückmeldung, lieber Christian! Ja, mich bewegt das Thema ebenso Emotional, da der Verstand, wie ich finde und täglich erfahre, diese Welt genug in Atem hält. Ich selber habe im Umgang mit Kindern und Jugendlichen fast 20 Jahren beruflich damit zu tun. Eine Jugend, wie ich finde, vom Zeitgeist her eher eine recht angepasste Jugend ist! Die Erziehung und Bildung haben fast perfekt dazu beigetragen. Die Erfahrungen, die ich gemacht habe ist, dass ich einer Jugendbewegung, einer Revolte angehörte. Zum einen war es die außerparlamentarische Opposition, aus denen die Grünen heraus sich etablierten. Dann war es die… Read more »

Martina

Danke. Auf meiner verbesserungwürdigen Webseite cosmos-kinder-coaching.com hat sich im Laufe der Zeit manches angesammelt – vielleicht ist da noch irgendetwas Hilfreiches dabei. (Der Begriff Kinder-Coaching gefällt mir nicht, da müsste sich was ändern.) Gute Wünsche. Martina

Kontakt & Hilfe
Um unsere Webseite für Dich optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhältst Du in unserer Datenschutzerklärung. Ok, verstanden