Teil 2: Miteinander statt Gegeneinander: Spiele ohne Verlierer

Noch mehr kooperative Spiele für Kinder – und ihre Eltern

Vor gar nicht allzu langer Zeit haben wir Euch in einem Artikel 3 kooperative Spiele vorgestellt und erklärt, warum wir solche Spiele kompetitiven Spielen vorziehen:

  • Zum einen macht es einfach viel mehr Spaß, als Familie oder Geschwister miteinander zu spielen als gegeneinander. Gemeinsam den Eierdieb zu finden oder das Land vor dem bösen Wasweißich zu retten hat eine ganz andere Energie, als wenn das jeder für sich versuchen würde mit dem Ziel, den Anderen zuvor zu kommen.
  • Was uns zum zweiten Vorteil kooperativer Spiele führt: das Erleben von Kooperation – im Vergleich zu Wettbewerb. Wir werden von Klein an auf Wettbewerb getrimmt. Und das Erleben kooperativer Spiele führt zu der Erfahrung, dass es eben auch anders geht. Und das vielleicht sogar erfolgreicher, weil mehrere Köpfe zusammen am gemeinsamen Ziel arbeiten – zumindest aber harmonischer und stressärmer.

Das wäre mal ein interessantes Experiment: 100 Eltern spielen mit ihren Kindern einige Tage lange sowohl klassische kompetitive Spiele als auch kooperative Spiele. Was würde herauskommen, wenn wir am Schluss alle Kinder fragen, welche Spiele ihnen besser gefallen haben – die mit oder ohne Verlierer?

Wir möchten kompetitive Spiele nicht verteufeln. Kiki und mir machen auch solche Spiele Spaß – aber Kiki ist auch nicht (sonderlich 😉 ) sauer oder beleidigt, sie weint nicht und will mich auch nicht verkloppen, wenn ich gewonnen habe 😉 Aber mittlerweile macht es uns wirklich mehr Spaß, gemeinsam gegen das Spiel zu spielen – vor allem, wenn wir zusammen mit unseren Kindern spielen. Dann heißt es nachher: „Juhu, WIR haben es geschafft!“ Oder eben auch mal: „Schade, WIR haben es nicht geschafft. Was machen WIR beim nächsten Mal anders?“ Zurück bleibt in jedem Fall ein schönes Gefühl der Verbundenheit.

Ganz viele von Euch haben sich eine Fortsetzung unseres ersten Artikels gewünscht – mit weiteren Spielevorschlägen. Hier sind sie: 6 weitere Spiele ohne Verlierer – solche, die man gemeinsam statt gegeneinander spielt! Allesamt von uns schon oft gespielt und für empfehlenswert befunden 😉

Übrigens: Wir haben noch mehr gute kooperative Spiele im Schrank, die wir Dir in einem 3. Teil vorstellen könnten 😉 Wenn Dich das interessiert, einfach unten einen Kommentar hinterlassen!

Koboldbande

Koboldbande ist ein Spiel besonders für jüngere Spieler. Auf der Packung steht ab 4 Jahren, unsere waren 5 und 7, als wir es zum ersten Mal gespielt haben. Das Spielprinzip ist einfach: wir müssen verdeckt Wegplättchen ziehen – Kurven, Geraden, Kreuzungen – und uns damit einen Weg zum Drachenhort legen. Gleichzeitig müssen wir den Weg so bauen, dass wir unterwegs an den (zufällig auf dem Spielplan platzierten) Schlüsseln vorbeikommen – ohne die, können wir die Schatztruhe im Drachenhort nicht aufschließen. Und den Schatz wollen wir Kobolde unbedingt haben! 😉

Parallel zu uns macht sich auch der Wächterdrache auf den Weg zur Schatzkiste – als ob er unser Vorhaben ahnen würde 😉 Immer dann, wenn wir statt einem Wegplättchen ein Drachenplättchen ziehen, rückt der Drache seinem Ziel ein Feld näher.

Wir haben gewonnen, wenn wir vor dem Drachen beim Hort angelangt sind – mit unseren Schlüsseln. Tatsächlich gelingt das meistens, der Frustfaktor ist also ziemlich niedrig. Unserem Jüngsten (jetzt 6 Jahre) macht das Spiel immer noch großen Spaß, unserem Großen (8 Jahre) nicht mehr so sehr. Spannenderweise aber KIKI und mir. Viele andere Spiele für die jüngeren Spieler finde ich schnell reizlos, Koboldbande spiele ich gerne immer wieder – und dann auch mal dreimal hintereinander 😉

Das Spiel dauert pro Partie ca. 20 Minuten und ist für 2-4 Spieler, ich kann aber keinen Grund sehen, warum man das nicht auch alleine Spielen könnte. Zumindest größere Spieler – die ganz Kleinen brauchen vielleicht beim Legen der Wege noch ein wenig „Beratung“ durch Größere.

Fazit: Ein schönes, einfaches Spiel, das schon Kleinen großen Spaß macht – und trotz aller Einfachheit auch Großen ;-)

AMIGO 04380 - Koboldbande
19 Bewertungen
AMIGO 04380 - Koboldbande
  • In einer dunklen Höhle ist ein wertvoller Schatz versteckt, der von einem gefährlichen Drachen bewacht wird. Die mutigen Kobolde machen sich auf den Weg zur Drachenhöhle. Wenn es ihnen gemeinsam gelingt vor dem Wächterdrachen den Schatz zu erreichen und drei Schlüssel dabei zu haben, haben sie gewonnen. Ist der Wächterdrache zuerst bei der Schatzkiste, hat er gewonnen.
  • Ökologisch + kooperativ: Bei den Spielen aus der Ö+Koo-Reihe wird gemeinsam gespielt und gewonnen - und auch die Natur gewinnt, denn diese Spiele bestehen aus nachhaltigen Materialien.
  • Inhalt: 27 Wegekärtchen 10 Drachenkärtchen 4 Schlüsselkärtchen 2 Würfel 1 Süßigkeitenkärtchen 1 Spielplan 1 Spielanleitung
  • Ab 4 Jahren
  • 2 - 4 Spieler

Letzte Aktualisierung am 20.10.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Schnappt Hubi!

Während die Koboldbande ökologisch gesehen die Nase vorne hat – dort kommen wirklich nur Pappe und ein bisschen Holz zum Einsatz – bekommt man (zumindest ich) beim Öffnen der Schnappt-Hubi-Packung ein schlechtes Öko-Gewissen. Denn dort findet man eine Art Computer mit Tasten, Lämpchen und Lautsprecher, der auch noch Batterien benötigt! 😉

Aber: Schnappt Hubi ist ein absolut geniales Spiel – gerade wegen diesem Computerchen! Das Spielprinzip ist einfach: Hubi, ein Geist, geistert durch ein Haus und stibitzt den darin wohnenden Tieren Lebensmittel. Das Spielerteam – maximal 2 Mäuse und 2 Hasen – versuchen Hubi im Haus zu finden und zu fangen – um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Dazu können wir uns auf einem Spielplan bewegen – von Raum zu Raum. Zunächst ist es sinnvoll, das Haus ein wenig zu erforschen, um zu wissen, wo Türen sind, wo Mauern, wo nur Hasen durch können und wo nur Mäuse. Dann gilt es eine (oder 2 bzw. 3 – je nach eingestelltem Schwierigkeitsgrad) Zaubertüren zu finden. Finden kann man die alleine, öffnen nur zu zweit. Hat man alle Zaubertüren geöffnet, beginnt die Suche nach Hubi. Dazu bittet man die Tiere im Haus um Hilfe – sie verraten den Spielern, in welchem Raum Hubi gerade steckt. Dann machen sich die Spieler auf den Weg in diesen Raum. Hubi ist allerdings etwas „unbeständig“ und wechselt alle paar Spielzüge den Raum. Durch „Tiere fragen“ und Nachdenken können die Spieler Hubi doch irgendwann schnappen.

Das alles – Zaubertüren öffnen, Hubi suchen, ihn in die Enge treiben und schließlich schnappen – machen die Spieler gemeinsam. Dazu ist ein wenig Absprache nötig. Das Spiel ist ab 5 Jahren, aber auch hier gilt wieder, dass die ganz Kleinen vielleicht ein wenig Hilfe bei der Planung benötigen durch die größeren Mitspieler („Lauf liebe links herum, dann ist der Weg kürzer“). Denn wir müssen Hubi vor Mitternacht schnappen – sonst haben wir verloren.

Schnappt Hubi ist eines unserer absoluten Lieblingsspiele! Da das Haus bei jeder Partie anders aussieht und man nie weiß, wo die Zaubertüren und wo Hubi stecken, bleibt das Spiel dauerhaft spannend. Wir haben es schon sehr oft gespielt und spielen es immer wieder gerne. Schwierigkeit und damit Frustfaktor kann man in 3 Stufen wählen – durch einen Schalter im Computer.

Ach so, das muss ich natürlich auch noch erzählen: immer, wenn man sich als Spieler bewegt, teilt man das dem Computer per Druck auf eine Richtungstaste mit. Der Computer gibt dann zurück, ob man den Raum betreten kann oder ob man z.B. auf eine Mauer läuft. Der Computer weiß also immer, wo sich welcher Spieler befindet, gibt uns Tipps zur Lage der Zaubertüren und dem Aufenthaltsort von Hubi und gestaltet die Jagd auf Hub entsprechend intelligent. Wir finden: das macht er richtig gut! 🙂

Fazit: Ein geniales Spielprinzip, Hut ab, vor den Entwicklern dieses Spiels! Trotz Spieldauer von ca. 30 Minuten bleiben (zumindest bei uns) auch die Kleinen bis zum Ende vom Spiel gefesselt. Und alle freuen sich, wenn es am Ende gelungen ist, Hubi mal wieder zu schnappen. Und wenn nicht, geht’s sofort in die nächste Runde 😉

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Ravensburger 22093 - Schnappt Hubi!
891 Bewertungen
Ravensburger 22093 - Schnappt Hubi!
  • Das Spieleabenteuer mit intelligenter Elektronik - da verläuft jedes Spiel anders
  • Für 2 - 4 Spieler ab 5 Jahren, Spieldauer: 15 - 30 Minuten
  • Schon wieder hat das kleine Gespenst Hubi heimlich Leckerbissen geklaut Schafft ihr Hasen und Mäuse es gemeinsam, das freche Gespenst zu fangen?
  • Sprecht euch gut ab und hört auf die Tipps der Tiere, um Hubi zu schnappen bevor die Geisterstunde beginnt
  • Inhalt: 1 magischer Kompass mit elektronischer Einheit, 1 3D-Spielplan, 4 Spielfiguren, 4 Spielertafeln, 27 unterschiedliche Spukhaus-Wände, 14 Chips, Anleitung (D)

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Castle Panic

Wenn man es ganz genau nimmt, ist dieses Spiel moralisch fragwürdig. Denn das Ziel ist es, „Monster“ wie Trolle und Kobolde davon abzuhalten, unsere Burg einzunehmen. Und zwar mit Gewalt. Zur Rechtfertigung kann man allerdings sagen: es handelt sich um die Abwehr eines Hausfriedensbruchs. Und da die Monster diesen mit Gewalt begehen, müssen auch wir ihnen leider eins auf die Mütze geben. Und das macht – zu meiner Schande – großen Spaß! Und alternative Vorgehensweisen wie z.B. gewaltfreie Kommunikation oder Bindungsspiele haben sich in diesem Fall leider nicht bewährt 😉

Aber der Reihe nach: Die Spieler (1-6) haben die Aufgabe, die Burg in der Mitte des Spielplans zu schützen. Um die Burg herum gibt es 4 verschiedene Entfernungsringe und Zonen – 2 rote, 2 grüne, 2 blaue. In jeder Spielrunde kommen neue Monster im äußeren Entfernungsring dazu und Monster in den inneren Entfernungsringen kommen einen Schritt näher zur Burg. Die Spieler müssen nun mit Hilfe bestimmter, zufällig gezogener Karten versuchen, diese heranrückenden Monster – sagen wir mal – zu „betäuben“ 😉 Rote Bogenschützen (mit Saugnapfpfeilen) z.B. können Monster in der fernen roten Zone treffen, grüne Schwertkämpfer (mit Gummischwertern) Monster in den grünen Zonen direkt vor der Burg. Wenn ich nun als Spieler an der Reihe bin, muss ich mich mit den anderen Spielern genau absprechen, welche Monster ich „betäube“ und welche der Spieler nach mir. Außerdem kann ich Karten mit anderen Spielern tauschen. Das kann z.B. so klingen: „Also den Kobold mache ich mit meinen beiden blauen Schwertkämpfern platt, aber den Troll kann ich nicht treffen – ich habe keinen grünen Bogenschützen. Aber ich habe einen grünen Ritter – den könnte ich Dir geben, weil der Troll ja in der nächsten Runde ein Stück näher kommt.“

Die Spieler haben gemeinsam gewonnen, wenn alle „Monster“ betäubt sind und noch mindestens ein Turm der Burg steht. Was meistens gelingt, so dass der Frustfaktor auch bei diesem Spiel recht gering ist. Wem der Frustfaktor trotzdem zu hoch ist, der kann den Schwierigkeitsgrad verringern – und wer auf Frust steht, kann den Schwierigkeitsgrad auch erhöhen 😉

Ach so: nachdem ein Spieler an der Reihe war, werden immer 2 neue Monster gezogen, damit es uns nicht langweilig wird. Manchmal zieht man statt einem Monster auch eine fiese Karte, die im Zweifel die ganze schöne Planung kaputt machen kann. Oder es stehen plötzlich statt 2 neuen Monstern 10 neue auf dem Spielplan.

Fazit: Uns macht dieses Spiel riesengroßen Spaß! Ich spiele es manchmal nur zu zweit mit KIKI, manchmal alleine, manchmal mit der ganzen Familie. Ich muss aber sagen, dass die Kinder die Spieldauer von 45-60 Minuten meist nicht konzentriert durchhalten, obwohl das Spiel ab 8 Jahren ist. Anders sieht es allerdings aus, wenn die beiden allein spielen – ohne Eltern – und ihre eigenen Regeln anwenden 😉 Es kommt nicht selten vor, dass die Spieler sich nach einer Partie erschöpft aber zufrieden zurücklehnen und sagen: „Boah, das war phasenweise aber echt stressig. Toll, dass wir das noch geschafft haben!“

Pegasus Spiele 51415G - Castle Panic (deutsche Ausgabe)
6 Bewertungen
Pegasus Spiele 51415G - Castle Panic (deutsche Ausgabe)
  • Ab 8 Jahre
  • Spieldauer: 45-60
  • Spieleranzahl: 1-6
  • Spielzeug
  • Pegasus Spiele

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Tippi Toppi

Dieses Spiel hätte ich mir nie gekauft – der Paketdienst hat es uns eines Tages als Rezensionsexemplar übergeben. Vielen Dank dafür an Schmidt Spiele! Nicht nur, weil wir so 9 € gespart haben, sondern besonders deshalb, weil KIKI und ich mittlerweile süchtig nach diesem Spiel sind! 😉

Tippi Toppi ist ein Kartenspiel. Die Spieler legen 4 Zahlenkarten vor sich aus, darüber werden 4 Aufgabenkarten platziert. Zusätzlich erhält jeder Spieler noch je 4 Zahlenkarten. Wir müssen nun gemeinsam versuchen, die Aufgaben auf den Aufgabenkarten zu erfüllen. Immer wenn wir eine Aufgabe erfüllt haben, wird die entsprechende Aufgabenkarte gegen eine neue getauscht – bis keine mehr da ist. Dann haben die Spieler gemeinsam gewonnen! Den Schwierigkeitsgrad des Spiels bestimmen wir über die Anzahl der Aufgabenkarten.

Aber wie sehen diese Aufgaben genau aus? Beispiele:

  • Keine Karte in der gleichen Farbe. Heißt: die 4 Zahlenkarten vor den Spielern dürfen zwar beliebige Werte haben, aber jede Zahl muss eine andere Farbe haben.
  • Alle orangenen Karten müssen zusammen die Summe 10 haben.
  • Die Summe aller orangenen Karten muss gleich der Summe aller grünen Karten sein.

Um diese Aufgaben zu erfüllen, müssen die Spieler ständig die 4 vor ihnen ausliegenden Zahlenkarten verändern. Aus orangenen grüne Karten machen, aus einer 9 eine 5 usw. Das klingt nach Mathematik – ist es auch ein bisschen. Und man muss auch ein wenig überlegen, welche der Aufgaben man jetzt am besten zuerst löst – ohne dann die Voraussetzungen für eine der anderen Aufgaben allzu sehr zu verschlechtern. Erschwerend kommt hinzu, dass man sich untereinander absprechen sollte, etwa in der Art: „Ich würde jetzt die orangene 5 legen – bringt uns zwar im ersten Schritt nichts, aber dann könntest Du die pinke 5 legen – und dann KIKI die pinke 9. Dann wäre die Summe aller Karten genau 20!“
Unser Großer (8) kann das schon sehr gut, unser Kleiner (6) etwas weniger gut – dafür aber mit großer Begeisterung 😉

Fazit: Wie gesagt, ich hätte mir das Spiel nie gekauft, weil es mir zu simpel erschien in der Aufmachung. Nur ein Kartenspiel ohne Figuren und so 😉 Dass das Spiel so Spaß machen kann, hätte ich nicht gedacht 😉 Ein tolles Spiel für 1-4 Spieler – das auch allein großen Spaß macht. Mit einer überschaubaren Spieldauer von ca. 20 Minuten. Die Altersempfehlung ab 8 Jahren scheint mir angemessen zu sein.

Schmidt Spiele 75051 Tippi Toppi, Familienkartenspiel, bunt
7 Bewertungen
Schmidt Spiele 75051 Tippi Toppi, Familienkartenspiel, bunt
  • Kooperatives Kartenspiel
  • Mit Solo Variante
  • Zielgruppe: Spieler ab 8 Jahren
  • Spieleranzahl: 1 bis 4 Spieler
  • Spieldauer: ca. 20 Minuten

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Die Verbotene Insel

Die Verbotene Insel ist eine Mischung aus Karten- und Brettspiel. Es gibt Inselkarten, die wir zu einer Insel zusammenlegen. Diese Insel sieht in jedem Spiel anders aus – und je nachdem, welche Form wir der Insel geben, ändert sich auch der Schwierigkeitsgrad. Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Forschers, Tauchers, Piloten etc. und müssen gemeinsam 4 Artefakte finden, bevor die Insel untergeht. Denn das tut sie nämlich – und zwar immer schneller, je länger das Spiel geht. Und wenn es blöd läuft, kommen die Spieler gegen Ende nicht mehr an das 4. Artefakt heran oder zurück zum Flughafen, um die Insel zu verlassen.

Wenn ein Spieler an der Reihe ist, muss er entscheiden, ob er überflutete Inselteile wieder trockenlegt, einem anderen Spieler Teile eines Artefakts gibt oder selbst eines der Artefakte birgt. Dazu ist Absprache nötig, wie z.B. „Hm, KIKI hat schon 3 Teile des roten Artefakts. Du bist ja Pilot und könntest zu KIKI fliegen in deinem ersten Spielzug und ihr das 4. Teil geben. Danach könntest du noch eines der angrenzenden Inselteile trockenlegen. Ich lege dann in meinem Spielzug den (wichtigen) Flughafen wieder trocken. Wir können nur hoffen, dass vorher nicht die Flut steigt und der Flughafen ganz in den Fluten verschwindet.“

Übrigens hat jeder Spieler eine besondere Fähigkeit. So kann z.B. der Pilot in jedem Spielzug einmal fliegen. Der Taucher kann durch überflutete Inselteile hindurchtauchen. Usw. Auch diese Fähigkeiten müssen bei der Planung berücksichtigt werden. Wir haben festgestellt, dass die Planung für unsere Kinder nicht immer einfach ist. Vermutlich daher auch die Altersangabe ab 10 Jahren. Wenn die Kinder dann nicht immer die „richtige“ Entscheidung treffen und das Team dadurch Schwierigkeiten bekommt, kann man ja einfach die Regeln ein wenig freier gestalten, damit kein Frust aufkommt oder ein älteres Kind dem jüngeren keine Fehlentscheidung vorwirft.

Auch bei der Verbotenen Insel kann man den Schwierigkeitsgrad justieren, wenn die Kinder größer werden und mehr Herausforderung benötigen.

Fazit: Uns macht das Spiel auf jeden Fall immer wieder großen Spaß und es gehört zu den Lieblingsspielen unseres Jüngsten (6). Er spielt das Spiel auch öfters mal allein – sicher nicht ganz regelkonform, aber wer will schon regelkonforme Kinder? 😉

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Schmidt Spiele 49013 Die verbotene Insel, Koorperatives Strategiespiel, bunt
111 Bewertungen
Schmidt Spiele 49013 Die verbotene Insel, Koorperatives Strategiespiel, bunt
  • Koorperatives Strategiespiel
  • Spannendes Spiel, bei dem es gilt, gemeinsam die Taktik zu bestimmen und mit etwas Glück und viel Geschick den Erfolg zu erzwingen
  • Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
  • Spieleranzahl: 2 - 4 Spieler
  • Spieldauer: ca. 30 Minuten

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Geister, Geister, Schatzsuchmeister!

Geister, Geister, Schatzsuchmeister kann von 2-4 Schatzsuchmeistern ab 8 Jahren gespielt werden. Ziel des Spiels ist es, gemeinsam 8 Schatzjuwelen aus einem Geisterhaus ins Freie zu bringen. Diese 8 Juwelen liegen in verschiedenen Räumen des Geisterhauses. Betritt ein Spieler einen solchen Raum, kann er das Juwel in seinen Rucksack stecken und nach draußen laufen, um es dort abzulegen. Die Geschwindigkeit, mit der man sich durchs Haus bewegen darf, wird dabei von einem Würfel bestimmt.

Soweit noch recht unspektakulär 😉 Aber: immer wenn eben erwähnter Würfel eine Zahl zwischen 1 und 5 zeigt, kommt – vereinfacht beschrieben – ein Geist in einem der Räume zum Vorschein. So wird das Haus mit fast jedem Spielzug voller und voller mit Geistern. Die stören uns an sich nicht bei unserer Juwelensucherei. Doch sobald in einem Raum ein 3. Geist erscheint, vereinen sich die 3 Geister zu einem Spuk. Und der stört gewaltig! Schatzsucher in einem Raum mit einem Spuk kommen alleine nämlich nicht mehr aus dem Raum heraus – und wenn in 6 Räumen ein Spuk ist, haben wir zudem das Spiel verloren.

Also müssen die Spieler das ganze Spiel über die richtige Balance finden zwischen Juwelen einsammeln, Juwelen nach draußen bringen, Geister fangen und „Spuks“ beenden. Und dazu ist ständige Absprache nötig. Die klingt dann ungefähr so: „Wir können den Juwel jetzt nicht einsammeln, denn in Raum A und D spukt es schon und in Raum B und E sind je schon 2 Geister. Ich kümmere mich um die Geister in Raum B, weil ich in der Nähe bin. Könnt ihr beide Euch dann den Spuk in Raum A vornehmen? Danach würde ich dann…“

Uns macht dieses Spiel großen Spaß und ich finde es ziemlich herausfordernd. Es kann schnell passieren, dass man sich siegesgewiss zu sehr auf die Juwelen konzentriert hat und dann plötzlich merkt: „Ups, in wenigen Spielzügen könnte es im ganzen Haus spuken – wie ist denn das so schnell passiert?“ 😉 Dauer & Schwierigkeitsgrad sind für unsere Jungs gut – es kommt kein (allzu großer) Frust auf und eine Partie dauert noch überschaubare 30 Minuten. Hin und wieder ist aber (noch) etwas Führung durch uns Eltern nötig, damit unsere Gewinnchancen gut bleiben 😉 Wer es noch herausfordernder haben möchte, der kann den Schwierigkeitsgrad mit einer Zusatzregel noch ordentlich anziehen.

Fazit: Ein weiteres tolles, kooperatives Brettspiel mit schöner Atmosphäre (zumindest wenn man Spukhäuser mag 😉 ) und einem originellem Spielprinzip, das so schnell nicht langweilig wird. Wir spielen es immer wieder gerne!

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Mattel Games Y2554 - Geister Geister Schatzsuchmeister, Kinderspiel des Jahres 2014, Strategie- und Brettspiel, 2 bis 4 Spieler, ab 8 Jahren
241 Bewertungen
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  • Kinderspiel des Jahres 2014
  • Finden Sie mit strategisch günstigen Spielzügen einen exotischen Schatz
  • Entkommen Sie rechtzeitig dem Spuk der Geister
  • Und ganz gleich, ob Sieg oder Niederlage, auf den Teamgeist kommt es an
  • Für 2 - 4 Spieler; Ab 8 Jahren

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