Lasst Eure Kinder draußen spielen!

Warum freies Spiel in der Natur so wichtig ist für Gesundheit & Entwicklung

Vor einigen Jahren habe ich mit meinen Söhnen das Buch „Die Kinder aus Bullerbü“ gelesen. Und war verzaubert! Von dem freien, naturnahen Leben der Bullerbü-Kinder, die so oft allein draußen unterwegs waren und dort unbeaufsichtigt ihre Abenteuer erleben durften. Kinder, denen die Erwachsenen etwas zugetraut haben – und die so etwas wie Termine, Leistungsdruck, Facebook & Smartphone noch gar nicht kannten. Dafür aber eine Leichtigkeit und Lebendigkeit, die vielen Kindern heute fremd sind.

Das warf bei mir die Frage auf, wie wichtig so etwas für die Gesundheit & Entwicklung unserer Kinder ist: das draußen Spielenfrei, selbstbestimmt und selbstorganisiert, also ohne Aufsicht und Beeinflussung durch Erwachsene. Am besten in „wilder“ Natur.

Denn leider ist das freie Draußenspiel heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Wir Erwachsenen (Eltern, Lehrer…) bestimmen den größten Teil des Alltags unserer Kinder, die meiste Zeit über sind die Kinder drinnen und das auch noch sitzend. Der Fokus liegt auf der optimalen Vorbereitung auf das spätere Berufsleben und seinen Wettbewerb. Auf den Ernst des Lebens. Und da passt Spielen irgendwie nicht so recht dazu.

Ist das ein Fehler? Brauchen unsere Kinder freies Spiel in „wilder“ Natur, um sich optimal entwickeln und gesund sein zu können? Die Ökologin & Naturpädagogin Elisabeth Peschek-Tomasi konnte mir meine Frage beantworten – in einem Interview, das ich 2016 im Rahmen unseres Kinder-Gesundheitskongress mit Ihr geführt habe.

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Das lernst Du im Interview

  • Dass sich Kinder im freien Draußenspiel viele Fähigkeiten aneignen – geistige und körperliche – die von großer Wichtigkeit sind für das spätere Leben (und die „Drinnenkindern“ dann u.U. fehlen)

  • Was das freie Draußenspiel mit Kreativität, Körperbewusstsein, Motorik, Selbstbewusstsein, sozialen Fertigkeiten, Konfliktfähigkeit uvm. zu tun hat.

  • Welche gesundheitlichen Vorteile Kinder haben, die regelmäßig draußen spielen können.

  • Warum der heimische Garten oder der Spielplatz zwar „besser als nichts“ sind, aber bei weitem nicht die Möglichkeiten bieten können, die Wald & Wiese bieten.

  • Dass nur in der echten Natur eine reich strukturierte Umgebung, unebene Böden, vielfältigen Spiel- und Übungsmöglichkeiten und unerschöpfliches Spielmaterial auf unsere Kinder wartet!

  • Wie viel „Draußen“ nötig ist 😉

  • Was wir mit Kindern machen können, die dem Draußen (noch) wenig abgewinnen können, weil sie als Drinnenkinder bisher wenig Zugang dazu hatten?

  • Ob und wie gefährlich das Toben, Klettern etc. dort draußen wirklich ist – und ob wir Eltern oft zu viel Angst haben.

  • Warum wir unseren Kindern mehr zutrauen sollten – und welche positiven Folgen das für unsere Kinder hat.

  • Warum freies Spiel in der Natur besser als Sport ist.

  • Und vieles, vieles mehr!

Unsere Interviewpartnerin: Elisabeth Peschek-Tomasi

Elisabeth Peschek-Tomasi ist Dipl.-Ökologin und Naturpädagogin. Sie hat außerdem einen Masterstudien-Abschluss „Green Care – pädagogische, beraterische und therapeutische Interventionen mit Tieren und Pflanzen“.

Sie ist seit vielen Jahren selbständig tätig in den Bereichen Umweltbildung und Naturpädgogik. Als Referentin und Lehrbeauftragte, aber auch ganz praktisch draußen in der Natur. Unter dem treffenden Namen Naturwirkt bietet sie verschiedene Programme an – für Kinder, Erwachsene und Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Damit möchte sie das Interesse an der Natur und am Spielen wieder wecken, Erfahrungen machen lassen, die man anderswo nicht machen kann. Dass Natur wirklich wirkt, zeigen auch ihre wirksamen Therapieprogramme für Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen.

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