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Interview ab dem 11. April 2017 – mit Prof. Dr. Eva Rass

Es wird zur Normalität, dass Kinder mit spätestens einem Jahr in die Kita kommen. Jedes Kind zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr hat sogar einen einklagbaren Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. Doch welche Folgen hat eine solche frühkindliche Fremdbetreuung für die Entwicklung unsere Kinder? Wie fühlt sich ein 15 Monate altes Kind, das 40 Stunden in der Woche fremdbetreut wird und nur morgens und abends seine Eltern um sich hat?

In diesem Interview lernst Du:

  • Welche Auswirkungen es haben kann, wenn Deine Kinder zu früh in eine Fremdbetreuung gehen

  • Wie die Kita den Stresslevel Deines Kindes beeinflusst – und welche Auswirkungen das auf das spätere Leben Deines Kindes haben kann.

  • Bis zu welchem Alter Du Dein Kind besser selbst betreuen solltest.

  • Ab welchem Alter Dein Kind wie viele Stunden pro Woche fremdbetreut werden kann

  • Ob frühkindliche Bildung und Sozialisierung nur in der Kita stattfinden kann.

  • Und vieles mehr!

Ein tief berührendes Interview, wissenschaftlich fundiert durch viele zitierte Studien – vermittelt durch eine überzeugende Prof. Dr. Eva Rass.

Prof. Dr. Eva Rass ist Honorarprofessorin der Hochschule Mannheim, Doktor der Erziehungswissenschaften, Grund- und Hauptschullehrerin und Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin.

In ihrer Praxis bietet sie Einzel- und Gruppentherapie, kindzentrierte Familiengespräche, Säugling/Kleinkind-Mutter/Eltern-Psychotherapie, psycho-edukative Beratung und Supervision an.

Frau Dr. Rass übt Lehrtätigkeiten an verschiedenen Institutionen aus: Ärztliche Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen e.V. München, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Hochschule Mannheim (Fakultät Sozialwesen), Institut für Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Heidelberg, Institut für Psychoanalyse und Analytische Psychotherapie Würzburg e. V.

Frau Rass ist Mama einer Tochter.

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Dieses Interview haben wir ursprünglich für den Kinder-Gesundheitskongress 2016 aufgenommen.

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Die Aussagen der Interviewpartner stellen deren Meinung, Wissensstand und Erfahrung dar. Eine Anwendung erfolgt auf eigene Verantwortung. Weder Veranstalter noch die Interviewpartner übernehmen eine Haftung für persönliche oder sonstige Schäden oder Risiken, die sich als direkte oder indirekte Folge der Nutzung und Anwendung der Interview-Inhalte ergeben. Bitte konsultiere einen Arzt oder einen anderen kompetenten Ratgeber Deines Vertrauens, bevor Du irgendwelche Vorschläge der Interviews umsetzt.

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Von | 2017-10-18T18:33:22+00:00 9. April 2017|

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64 Kommentare zu "Mit spätestens einem Jahr in die Kita? Über die Risiken der frühkindlichen Fremdbetreuung"

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Gunter Reimann
Anerkennung der Leistungen in den Familien Unterstützung einer Petition Hallo Familien- und Kinderinteressierte, Seit ein paar Wochen unterstütze ich auch folgende Petition einer Erzieherin: https://www.openpetition.de/petition/online/1-000-euro-elterngeld-fuer-alle-fuer-drei-jahre Hier geht es darum, dass alle jungen Familien während der Elternzeit 1.000 Euro Elterngeld monatlich bekommen sollen. Zusätzlich soll es möglich sein bis 450 Euro anrechnungsfrei und frei von Abgaben zu beommen. Damit soll nicht grundsätzlich ausgesagt werden, dass junge Mütter grundsätzlich zuhause bei ihren Kinder bleiben sollen. Es ist ein Einstieg in die Subjektförderung der Kinderbetreuung U3. Eltern – besonders Mütter – sollen Wahlfreiheit bei der Art der Betreuung und mehr Rechte bekommen, sowie… Read more »
Mel
Ich kann dieses ganze nicht verstehen. Wir haben unseren Sohn mit 1.5 Jahren in den Kindergarten gegeben. Es war nicht anders möglich, ich wollte arbeiten und nicht in Harz IV rauschen. Denn das war die Alternative. Aber wem es gefällt… Heute ist unser Sohn 14, geht aufs Gymnasium, ist sehr selbstständig und ich bereue unsere Entscheidung in keinster Weise. Ich behaupten sogar, das es ihm für die Entwicklung gut getan hat. Ich muss dazu sagen, dass ich generell der Auffassung bin, das viel zu viel weichgespülte Eltern unterwegs sind und Probleme erschaffen, wo keine sind. Wir sind auch alle groß… Read more »
Karolin
Das man das überlebt ist keine Frage. Menschen können sehr schlimme Dinge überleben. Aber überleben ist nicht gleich Leben. Der Mensch ist sehr zur Anpassung fähig. Grade Kinder sind immer bestrebt zu kooperieren und sich anzugleichen grade um den Friedens willen und auch für die Eltern. Sie sind von uns abhängig und haben ja keine Wahl. Oft kommen die Probleme viel später. Manche Menschen haben auch „Glück“ und können vieles das ganze Leben verdrängen (Überlebensstrategien), oft kommen dann aber Krankheiten zu Tage. Denn wenn man nicht auf die Seele hört antwortet der Körper. Sicher gibt es immer Ausnahmen…- Glück usw.… Read more »
Marny

Tolles Statement. Kann ich nur bestätigen.

Netzwerk KINDERZEIT - bindungsstark wachsen

Hallo,
ein SUPER Interview – vielseitig, gut auf den Punkt gebracht und recht sachlich.
Wer den Weg ohne frühe Fremdbetreuung gehen möchte, findet viele konktrete Tipps für den Alltag auf unserer Seite:
http://www.bindungsstark-wachsen.de

Jana
Ihr Lieben! Herzlichen Dank für die dauerhafte Verfügbarkeit dieses Interviews. Meine Kinder besuchen keine Krippe und den Kindergarten nur halbtags. Ich habe mich bewusst für diesen Weg entschieden! Mein Bauchgefühl sagt mir (Mein Mann und ich sind auch keine Krippenkinder) das diese frühe „Aufbewahrung“ nicht gut sein kann. Nach vielen verständnislosen, verletzenden (weil so eine Mutter die den ganzen Tag zu Hause ist ja nichts leistet) und auch verspottenden Kommetaren habe ich mich sehr intensiv mit dem Thema befasst und beglückwünsche euch zu diesem absolut gelungenem Interview. Die Aufklärung über dieses Thema ist ungeheuer wichtig! Viele glauben tatsächlich, dass die… Read more »
Susanne

Hallo Jana, super Kommentar. Ich komm auch aus Sachsen und geb Dir zu 100% recht. Alles Liebe und Gute für Dich.
Susanne

Susanne
Zunächst einmal herzlichen Dank für dieses Interview. Eltern tragen die Zukunft nicht nur ihrer eigenen Kinder, sondern mit ihnen auch die Veränderung der Welt in ihren Händen und Herzen … Als meine Kinder klein waren, lebten wir in der DDR. Krippe war sozusagen ein scheinbares MUSS. Viele Eltern, die vor allem der Kirche nahe standen, schickten ihre Kinder nicht in die Krippen, sondern blieben mit ihnen zu Hause, also die Mütter. Damals wurde den Eltern jedoch kein Vorwurf daraus gemacht oder sie unter Druck gesetzt. Jedenfalls habe ich das nicht erlebt und meine Eltern auch nicht. Es gab auch keine… Read more »
Karolin

Toller Text!

Heidrun
DANKE! euch für dieses Interview mit Frau Dr. Rass! Sehr schön, dass sie da so klare Worte findet für das, was wir Kindern antun. Wie degeneriert sind wir denn schon, dass wir „Studien“ brauchen, um zu erkennen, wie es ein- oder zweijährigen Kindern geht, wenn sie von der Mutter getrennt sind!? Für mich ist es schlichtweg schockierend, wie die wirtschaftshörige Gesellschaft da agiert. Und so wie Frau Dr. Rass sagt: Das Hormonsystem wird in diesem Alter nachhaltig geschädigt! Die Langzeitfolgen werden dramatisch sein. Eines möchte ich allerdings kritisch anmerken: Auch Drei- oder Vierjährige (selbst Einzelkinder!) brauchen keine Kindergruppen! Da vertritt… Read more »
Matzu Khan

Das ist ja alles schön und gut aber wo bitte sind die Quellen ? Behauptungen ohne nachvollziehbare Quellenangaben aufzustellen ist nicht! wissenschaftlich.
Also bitte: Quellen für all diese angeblichen Studien angeben, oder es ist niemals geschehen.

Andrea

Wissenschaftliche Quellen, hier bitteschön: Der Artikel bietet zugleich eine Zusammenfassung der wichtigsten Studien:
http://www.fachportal-bildung-und-seelische-gesundheit.de/FAZ-2012-04-04-Die-dunkle-Seite-der-Kindheit_Essay-Boehm.PDF

Samira
Danke fuer das Freischalten des Videos! Ich bin schon sehr geschockt, denn mir war das Ausmass nicht so bewusst. Ich selbst habe vier Kinder, von denen die grossen zwei erst mit drei und halb in die Kita gingen und auch nur halbtags, mein dittes Kind ging gar nicht in die Kita, bis auf das Vorschuljahr. Jedoch bei meinem letzten Kind habe ich wiklich Probleme bekommen. Der Druck, der auf einem durch die Gesellschaft lastet ist sehr goss: mein Beruf als Mutter wird in keinster Weise anerkannt, staendig werde ich gefragt, ob ich denn nicht wieder in den Beruf zuueck will.… Read more »
Juliana

Was das Jobcenter angeht hast du ein Anrecht auf 3 Jahre Elternzeit. Von daher lass dir da bloß keinen Druck machen!!

Sebastian

Hallo liebe Glücksknirpse Macher das ist ja wirklich ein interessanter Beitrag aber so ganz verstehe ich nicht, was das wissenschaftliche dabei ist. Dass die Frau Rass eine Professorin ist? Die Begründung ist ja sehr viel auf die steinzeitliche Entwicklung usw. begründet und das ist ja inzwischen doch sehr umstritten. Ich inde es auch insgesamt sehr seltsam dass sich hier niemand kritisch mit dem Material auseinandersetzt. Das wundert mich schon manchmal. Vielen Dank für Euer Bemühen… liebe Grüße Sebastian

Jutta
Liebe Kiki, lieber Christian, vielen Dank für den gesamten wunderbaren Kinder-Gesundheitskongress und insbesondere für Euren Mut, das in der Tat „heiße Eisen“ der heute leider gängigen und viel zu frühen Fremdbetreuung unserer Kinder anzufassen und das tolle Interview mit Frau Prof. Dr. Eva Rass! Obwohl meine eigenen Söhne schon fast junge Erwachsene sind – und ich das Glück hatte, sie in den ersten 3 Lebensjahren zu Hause selbst betreuen zu „dürfen“ und sie anschließend einen Halbtagskindergarten und eine Halbtagsgrundschule (so etwas gibt es mittlerweile ja fast nicht einmal mehr) besuchen durften – liegt mir das Thema sehr am Herzen, da… Read more »
Kathinka

Hallo, vielen Dank für den spannenden wissenschaftlich fundierten Beitrag. Leider ist am Schluss zu kurz gekommen, was denn nun eine gute Kita ausmacht, wenn man denn drauf zurück greifen muss. Also das unter 18 MOnaten nichts gut genug ist, ist klar geworden, aber was macht dann eine gute Kita aus? Woran erkenne ich die 2-8% guten Einrichtungen, die es in Deutschland gibt?
Viele Grüße

Stefanie
Liebe KIKI, lieber Christian, vielen Dank für dieses mutige Interview! Ich denke auch, dass es irgendwie veröffentlicht werden sollte, um diesen wissenschaftlich fundierten Überblick zu verbreiten! Dieses eigentlich alte Wissen ist tief in unserer Intuition verankert- ich kenne keine Mama, die ihr 1-jähriges Kind mit einem guten Bauchgefühl in der Kita lässt- doch brauchen wir in unserer oft so kranken Gesellschaft die Wissenschaft im Rücken, um für diese Menschlichkeit einzuStehen! Ich empfinde diese eindeutigen wissenschaftlichen Ergebnisse als sehr hilfreich, trotz des eigenen „Quatschis“ im Kopf, der Familie, Freunden, Kollegen und manchmal auch des eigenen Partners, zu diesem Wissen zu stehen… Read more »
ANJELI BYRNE

MEIN DANK GEHT AN FRAU EVA RASS UND ALLE; DIE DIESES VIDEO MÖGLICH GEMACHT HABEN. BIN INZWISCHEN AUCH EINE GROSSE MUTTER UND HABE MEIN KIND “ NUR AUS DEM BAUCH HERAUS “ ERZOGEN…….UND SIEHE , ES WAR GARNICHT SO VERKEHRT ! – – – ABER LETZTENDLICH KÖNNEN WIR DIESE TIEFGEHENDEN PROBLEMATIK NUR LÖSEN , WENN WIR DIE POLITISCHEN STRUKTUREN VERÄNDERN ! ! !

Andrea
Liebe Kiki, Danke für dieses wertvolle, aufklärende und schockierende Interview! Ja, es sollte alle Eltern erreichen, es ist so bewegend und überzeugend! Ich denke, es sollte nicht nur unter „Kita“ auf YouTube gestellt werden, sondern auch in Fachzeitschriften wesentlich veröffentlich werden – und – es sollte unbedingt auf politischer Ebene diskutiert und verhandelt werden! Ich fordere mehr Anrechnung für die Pensionsjahre für Mütter und Väter, die zu Hause bleiben, denn es ist kein 8-Stunden-Job, sondern ein 24-Stunden-Job! Langsam bekommt der Staat ja nun doch seine gierigen Sparmaßnahmen durch Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft zu spüren: Die Burnout-Zahlen gehen rasant in die… Read more »
Corinna

Vielen lieben Dank für diesen Beitrag. Er bestätigt nun auf wissenschaftlicher Basis, was jede Mama in ihrem Herzen weiß:-) Ich bin im nachhinein immer noch sehr froh darüber, dass ich die Möglichkeit hatte, alle meine 4 Kinder jeweils bis zum Alter von drei Jahren daheim zu haben. Lernen, leisten und funktionieren müssen sie noch lange genug. Dies ist wirklich ein besonderer Kongress!!!

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