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Interview ab dem 11. April 2017 – mit Prof. Dr. Eva Rass

Es wird zur Normalität, dass Kinder mit spätestens einem Jahr in die Kita kommen. Jedes Kind zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr hat sogar einen einklagbaren Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. Doch welche Folgen hat eine solche frühkindliche Fremdbetreuung für die Entwicklung unsere Kinder? Wie fühlt sich ein 15 Monate altes Kind, das 40 Stunden in der Woche fremdbetreut wird und nur morgens und abends seine Eltern um sich hat?

In diesem Interview lernst Du:

  • Welche Auswirkungen es haben kann, wenn Deine Kinder zu früh in eine Fremdbetreuung gehen

  • Wie die Kita den Stresslevel Deines Kindes beeinflusst – und welche Auswirkungen das auf das spätere Leben Deines Kindes haben kann.

  • Bis zu welchem Alter Du Dein Kind besser selbst betreuen solltest.

  • Ab welchem Alter Dein Kind wie viele Stunden pro Woche fremdbetreut werden kann

  • Ob frühkindliche Bildung und Sozialisierung nur in der Kita stattfinden kann.

  • Und vieles mehr!

Ein tief berührendes Interview, wissenschaftlich fundiert durch viele zitierte Studien – vermittelt durch eine überzeugende Prof. Dr. Eva Rass.

Prof. Dr. Eva Rass ist Honorarprofessorin der Hochschule Mannheim, Doktor der Erziehungswissenschaften, Grund- und Hauptschullehrerin und Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin.

In ihrer Praxis bietet sie Einzel- und Gruppentherapie, kindzentrierte Familiengespräche, Säugling/Kleinkind-Mutter/Eltern-Psychotherapie, psycho-edukative Beratung und Supervision an.

Frau Dr. Rass übt Lehrtätigkeiten an verschiedenen Institutionen aus: Ärztliche Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen e.V. München, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Hochschule Mannheim (Fakultät Sozialwesen), Institut für Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Heidelberg, Institut für Psychoanalyse und Analytische Psychotherapie Würzburg e. V.

Frau Rass ist Mama einer Tochter.

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Dieses Interview haben wir ursprünglich für den Kinder-Gesundheitskongress 2016 aufgenommen.

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Die Aussagen der Interviewpartner stellen deren Meinung, Wissensstand und Erfahrung dar. Eine Anwendung erfolgt auf eigene Verantwortung. Weder Veranstalter noch die Interviewpartner übernehmen eine Haftung für persönliche oder sonstige Schäden oder Risiken, die sich als direkte oder indirekte Folge der Nutzung und Anwendung der Interview-Inhalte ergeben. Bitte konsultiere einen Arzt oder einen anderen kompetenten Ratgeber Deines Vertrauens, bevor Du irgendwelche Vorschläge der Interviews umsetzt.

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Letzte Aktualisierung am 19.10.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Von | 2017-10-18T18:33:22+00:00 9. April 2017|

64 Kommentare

  1. Gunter Reimann 25. Mai 2017 um 7:32 Uhr- Antworten

    Anerkennung der Leistungen in den Familien
    Unterstützung einer Petition

    Hallo Familien- und Kinderinteressierte,

    Seit ein paar Wochen unterstütze ich auch folgende Petition einer Erzieherin: https://www.openpetition.de/petition/online/1-000-euro-elterngeld-fuer-alle-fuer-drei-jahre Hier geht es darum, dass alle jungen Familien während der Elternzeit 1.000 Euro Elterngeld monatlich bekommen sollen. Zusätzlich soll es möglich sein bis 450 Euro anrechnungsfrei und frei von Abgaben zu beommen. Damit soll nicht grundsätzlich ausgesagt werden, dass junge Mütter grundsätzlich zuhause bei ihren Kinder bleiben sollen. Es ist ein Einstieg in die Subjektförderung der Kinderbetreuung U3. Eltern – besonders Mütter – sollen Wahlfreiheit bei der Art der Betreuung und mehr Rechte bekommen, sowie in der Elternzeit besser finanziell ausgestattet bzw. für die Familie wirtschaftlich besser abgesichert sein. Enthalten ist auch das Ziel nach mehr Anerkennung.
    Lena Becker aus Lage bei Bielefeld sammelt in der obigen Internetadresse Unterschriften.

    Ich sammele aus dieser Petition die Kommentare für meine weitere familienpolitische Arbeit im Sinne der oben dargestellten Ziele.

    https://www.babycenter.de/thread/312398/petition-1000-euro-elterngeld-f%C3%BCr-alle-f%C3%BCr-drei-jahre–#ixzz4i48WGfpY

  2. Mel 15. Mai 2017 um 0:08 Uhr- Antworten

    Ich kann dieses ganze nicht verstehen. Wir haben unseren Sohn mit 1.5 Jahren in den Kindergarten gegeben. Es war nicht anders möglich, ich wollte arbeiten und nicht in Harz IV rauschen. Denn das war die Alternative. Aber wem es gefällt…
    Heute ist unser Sohn 14, geht aufs Gymnasium, ist sehr selbstständig und ich bereue unsere Entscheidung in keinster Weise. Ich behaupten sogar, das es ihm für die Entwicklung gut getan hat. Ich muss dazu sagen, dass ich generell der Auffassung bin, das viel zu viel weichgespülte Eltern unterwegs sind und Probleme erschaffen, wo keine sind. Wir sind auch alle groß geworden so wie unsere Eltern es gemacht haben. Ich z. B . war ebenfalls in einer Kindertagesstätte weil meine Eltern beide arbeiten musste. Habe es überlebt , ohne Schaden und gescheites Beruf. Öfter mal die Kirche im Dorf lassen. Und nicht immer gleich Psychologen oder sonstige heranziehen.

    • Marny 6. September 2017 um 21:01 Uhr- Antworten

      Tolles Statement. Kann ich nur bestätigen.

    • Karolin 7. September 2017 um 14:42 Uhr- Antworten

      Das man das überlebt ist keine Frage. Menschen können sehr schlimme Dinge überleben. Aber überleben ist nicht gleich Leben. Der Mensch ist sehr zur Anpassung fähig. Grade Kinder sind immer bestrebt zu kooperieren und sich anzugleichen grade um den Friedens willen und auch für die Eltern. Sie sind von uns abhängig und haben ja keine Wahl.
      Oft kommen die Probleme viel später. Manche Menschen haben auch „Glück“ und können vieles das ganze Leben verdrängen (Überlebensstrategien), oft kommen dann aber Krankheiten zu Tage. Denn wenn man nicht auf die Seele hört antwortet der Körper. Sicher gibt es immer Ausnahmen…- Glück usw. aber in den meisten Fälle vergessen die Eltern das Kind und machen was sie denken…. oft ist es auch Unwissen. In unserer Gesellschaft ist eine Bedürfnissorientierung ja noch recht neu, und die alten Muster sind in uns allen zu Hause. Es ist oft schwierig sich etwas neues vorzustellen.

  3. Hallo,
    ein SUPER Interview – vielseitig, gut auf den Punkt gebracht und recht sachlich.
    Wer den Weg ohne frühe Fremdbetreuung gehen möchte, findet viele konktrete Tipps für den Alltag auf unserer Seite:
    http://www.bindungsstark-wachsen.de

  4. Jana 14. April 2017 um 13:11 Uhr- Antworten

    Ihr Lieben!

    Herzlichen Dank für die dauerhafte Verfügbarkeit dieses Interviews. Meine Kinder besuchen keine Krippe und den Kindergarten nur halbtags. Ich habe mich bewusst für diesen Weg entschieden! Mein Bauchgefühl sagt mir (Mein Mann und ich sind auch keine Krippenkinder) das diese frühe „Aufbewahrung“ nicht gut sein kann. Nach vielen verständnislosen, verletzenden (weil so eine Mutter die den ganzen Tag zu Hause ist ja nichts leistet) und auch verspottenden Kommetaren habe ich mich sehr intensiv mit dem Thema befasst und beglückwünsche euch zu diesem absolut gelungenem Interview. Die Aufklärung über dieses Thema ist ungeheuer wichtig! Viele glauben tatsächlich, dass die Kinder in der Krippe besser gebildet und sozialisiert werden, aber genau das Gegenteil ist der Fall! Ich erlebe immer wieder wie diese „Propaganda“ in den Köpfen verankert ist! Es muss eine politisches Umdenken angestrebt werden sind doch die Zahlen von psychischen und auch physischen Stürungen erschreckend! Es muss verstanden werden das genau an diesem Punkt die Wurzel dieser Probleme liegt!
    Leider erlebe ich Familien die sehr unter Druck stehen! Bei uns (Sachsen) ist es wirklich so, dass viele Familien schicht von einem Gehalt nicht leben können! Wir pumpen Millionen in den Krippenausbau aber Frauen die sich für eine dreijärige Elternzeit entscheiden gehen leer aus. Wir brauchen eine ECHTE Wahlfreiheit! Aber dafür muss dieen Wissen in den Focus gerückt werden. DANKE EUCH für eure Mühe!

    • Susanne 16. Mai 2017 um 21:25 Uhr- Antworten

      Hallo Jana, super Kommentar. Ich komm auch aus Sachsen und geb Dir zu 100% recht. Alles Liebe und Gute für Dich.
      Susanne

  5. Susanne 14. April 2017 um 10:42 Uhr- Antworten

    Zunächst einmal herzlichen Dank für dieses Interview.
    Eltern tragen die Zukunft nicht nur ihrer eigenen Kinder, sondern mit ihnen auch die Veränderung der Welt in ihren Händen und Herzen …
    Als meine Kinder klein waren, lebten wir in der DDR. Krippe war sozusagen ein scheinbares MUSS. Viele Eltern, die vor allem der Kirche nahe standen, schickten ihre Kinder nicht in die Krippen, sondern blieben mit ihnen zu Hause, also die Mütter. Damals wurde den Eltern jedoch kein Vorwurf daraus gemacht oder sie unter Druck gesetzt. Jedenfalls habe ich das nicht erlebt und meine Eltern auch nicht. Es gab auch keine Forschung zu Auswirkungen von Krippe auf das Lebender Eltern, soweit ich weiß. Angesiedelt war die Krippe zum einen, weil Arbeitskräfte gebraucht wurden und zum anderen, weil man Frauen Gleichberechtigung einräumen wollte. Sie sollten keine beruflichen Nachteile haben. Bemerkenswerterweise sind diese Argumente heute ebenso angesagt und werden noch durch andere Argumente verstärkt. Damals wussten alle Politiker im Westen, dass das nicht gut ist für die Kinder – ohne wissenschaftliche Beweise. Heute, beinahe 30 Jahre später, zeigt sich eine Entwicklung, die ich persönlich als erschreckend empfinde. Familien haben entweder finanziellen Mangel und/oder wollen nicht vom Staat abhängig sein und werden also bei Stolz und Ehre gepackt oder Frauen schieben Panik, ihre Karriere zu vermasseln … es scheint mir dennoch, dass dies typisch für unsere Zeit ist, nur aufs hier und jetzt zu schauen – Was bringt es mir jetzt? und die Zukunft dabei auszublenden. Die Bindung zwischen Mutter und Kind wird immer in den Kulturen geschwächt oder unterbunden, wo Herrschende ein Interesse daran haben, Menschen auf einfache Weise manipulieren zu können. Im Grunde zeigen die derzeitige Entwicklung und Handlungsweisen, wie sehr wir alle manipulierbar sind. Und indem wir aufhören, zu hinterfragen und aufhören, zu fühlen und unserem Fühlen zu vertrauen, geben wir genau diese Schwäche weiter an unsere Kinder. Wir lassen sie formen in der Hoffnung, dass sie es einmal besser haben. … Bildung ist das neue Zauberwort … es macht mich zutiefst betroffen, was derzeit geschieht und inwieweit Eltern sich hineinreden und hineingreifen lassen in ihr Leben und das Leben ihrer Kinder … inwieweit sie anderen mehr vertrauen als dem, was sie innerlich spüren. Die scheinbare Vernunft siegt über das, was ihr Herz spricht … Wir wissen das Richtige und handeln permanent dagegen und glauben auch noch, dass wir nichts dagegen tun können … Menschen, die manipulierbar sind, fühlen sich als Opfer der Umstände, des Lebens und ihres Schicksals. Sie treffen Entscheidungen, die vernünftig sind oder die der main-stream für vernünftig hält … Ich wünsche mir selbstbewusste Väter und Mütter, die in diesem gefährlichen main-stream eine wirklich eigene Meinung und Handlungsweise einbringen und damit andere anstecken … Wenn sich Mütter und Väter nur annähernd bewusst wären, dass sie über ihre Kinder einen wesentlichen Beitrag für eine wirklich gute Zukunft leisten können und dass das, was sie an Präsentsein und echter empathischer und handgreiflicher Unterstützung ihren Kindern an Stärke und Mut mitgeben können, dann würden sie endlich in etwas Wirkliches und Wesentliches investieren. Kein Politiker ist in der Lage so viel Einfluss auf die Zukunft der Welt zu nehmen wie Mütter es über ihre Kinder könnten, wenn sie den Mut besäßen. Leider wird Mütter heute bereits in der Schwangerschaft suggeriert, dass sie zu „blöd“ sind, ein Kind eigenständig auf die Welt zu bringen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass eine Mutter in der Schwangerschaft schärfer überwacht und kontrolliert wird als ein Hochsicherheitstrakt. Kompetenz für ihre Schwangerschaft, die Geburt und die Fürsorge für ihre Kinder wird Müttern heute bereits in der Schwangerschaft aberkannt oder sollte ich besser sagen aberzogen?…So, das musste ich mal sagen …

    • Kiki 14. April 2017 um 11:59 Uhr- Antworten

      Liebe Susanne,

      vielen lieben Dank, dass du deine Gedanken hier mit uns geteilt hast.

      LG, KIKI

    • Karolin 7. September 2017 um 14:43 Uhr- Antworten

      Toller Text!

  6. Heidrun 13. April 2017 um 22:51 Uhr- Antworten

    DANKE! euch für dieses Interview mit Frau Dr. Rass! Sehr schön, dass sie da so klare Worte findet für das, was wir Kindern antun. Wie degeneriert sind wir denn schon, dass wir „Studien“ brauchen, um zu erkennen, wie es ein- oder zweijährigen Kindern geht, wenn sie von der Mutter getrennt sind!? Für mich ist es schlichtweg schockierend, wie die wirtschaftshörige Gesellschaft da agiert. Und so wie Frau Dr. Rass sagt: Das Hormonsystem wird in diesem Alter nachhaltig geschädigt! Die Langzeitfolgen werden dramatisch sein.
    Eines möchte ich allerdings kritisch anmerken: Auch Drei- oder Vierjährige (selbst Einzelkinder!) brauchen keine Kindergruppen! Da vertritt sie leider noch die alte Ansicht. Menschen brauchen Menschen, das stelle ich nicht in Frage. Aber Kinder brauchen keine Kindergruppen. Und: Niemand muss sich – in welchem Alter auch immer – mit jemand anderem messen. Das ist purer Unsinn. Kinder wachsen in einem sozialen, positiven Umfeld zu wunderbar sozialen, empathischen Wesen heran. DAS sollten wir als Gesellschaft im Auge haben! Konkurrenz – jeder gegen jeden – haben wir schon genug!

  7. Matzu Khan 13. April 2017 um 6:59 Uhr- Antworten

    Das ist ja alles schön und gut aber wo bitte sind die Quellen ? Behauptungen ohne nachvollziehbare Quellenangaben aufzustellen ist nicht! wissenschaftlich.
    Also bitte: Quellen für all diese angeblichen Studien angeben, oder es ist niemals geschehen.

  8. Samira 12. April 2017 um 22:40 Uhr- Antworten

    Danke fuer das Freischalten des Videos! Ich bin schon sehr geschockt, denn mir war das Ausmass nicht so bewusst. Ich selbst habe vier Kinder, von denen die grossen zwei erst mit drei und halb in die Kita gingen und auch nur halbtags, mein dittes Kind ging gar nicht in die Kita, bis auf das Vorschuljahr. Jedoch bei meinem letzten Kind habe ich wiklich Probleme bekommen. Der Druck, der auf einem durch die Gesellschaft lastet ist sehr goss: mein Beruf als Mutter wird in keinster Weise anerkannt, staendig werde ich gefragt, ob ich denn nicht wieder in den Beruf zuueck will. Zusaetzlich der Druck von der Kita-Seite: es gibt einfach keine Plaetze meh fue aeltere Kinder, leider hat das hiesige Jugendamt dies bestaetigt. Das heisst, da die Kinder immer frueher abgegeben werden, gibt es fuer die Dreijaehrigen keinen Platz…zusaetzlich der Druck vom Amt, da das Gehalt meines Mannes nicht ausreicht und wir aufgestockt werden…letzendlich habe ich mich durchgerungen, mein juengstes Kind anzumelden…er ist dann zwei Jahre alt und wird nur von 9 bis 12 in die Kita gehen…jedoch sagt mir mein Bauchgefuehl, dass es nicht lange so gehen wird und nach dem Video weiss ich, dass es falsch ist…was soll ich denn nur tun??? Und leider geht es nicht nur mir so. Meine KInder sind in ihren Klassen ja fast schon Ausserirdische, da sie nicht in die OGS oder Nachmittagsbetreuung gehen! Aber ich weiss, dass es das Beste fuer meine KInde ist. Sie koennen sich ausruhen, ich weiss, was sie essen, ich helfe ihnen bei den Hausaufgaben usw. Jedoch werde ich genau das nicht mehr schaffen, wenn ich wieder in meinen Beruf zurueckkehre…

    • Kiki 12. April 2017 um 23:11 Uhr- Antworten

      Liebe Samira,

      ich kann diesen Druck nachvollziehen – denn mir ging es damals, als ich mein erstes Kind in die Kita gab, genauso. Mein Kind ging nur an 2 Vormittagen je 2 Stunden in die Kita, aber mein Bauchgefühl hat mir auch immer wieder gesagt: „Was mach ich da? Warum mach ich das? Es tut meinem Kind nicht gut!“ Ich bin froh, letzlich auf mein Bauchgefühl gehört zu haben! Wir haben ihn rausgenommen.
      Samira, such dir auf jeden Fall Gleichgesinnte, die dich verstehen, die dich nicht wie eine Außerirdische anschauen 😉
      Deine Situation ist nicht einfach und ich kann dir schwer etwas raten, weil ich dich und eure Familiensituation einfach nicht kenne. Es ist ein Unding, dass ältere Kinder keinen Platz mehr bekommen. Kannst du dein Kind nicht jetzt schon im Voraus in der Kita anmelden? Also wenn es dann 3 Jahre alt ist? Vielleicht redest du mal mit der Kita? Vielleicht findet ihr hier eine Lösung.

      LG,
      KIKI

    • Juliana 13. April 2017 um 21:37 Uhr- Antworten

      Was das Jobcenter angeht hast du ein Anrecht auf 3 Jahre Elternzeit. Von daher lass dir da bloß keinen Druck machen!!

  9. Sebastian 11. April 2017 um 22:44 Uhr- Antworten

    Hallo liebe Glücksknirpse Macher das ist ja wirklich ein interessanter Beitrag aber so ganz verstehe ich nicht, was das wissenschaftliche dabei ist. Dass die Frau Rass eine Professorin ist? Die Begründung ist ja sehr viel auf die steinzeitliche Entwicklung usw. begründet und das ist ja inzwischen doch sehr umstritten. Ich inde es auch insgesamt sehr seltsam dass sich hier niemand kritisch mit dem Material auseinandersetzt. Das wundert mich schon manchmal. Vielen Dank für Euer Bemühen… liebe Grüße Sebastian

    • Kiki 11. April 2017 um 22:58 Uhr- Antworten

      Lieber Sebastian,

      Frau Rass beruft sich auf wissenschaftliche Studien (z.b. NICHD oder Wiener Krippen-Studie) und auf andere Wissenschaftler, die auf diesem Gebiet forschen. Zudem beruft sie sich auf die Bindungsforschung und forscht selbst an wissenschaftlichen Einrichtungen. Das verstehe ich unter Wissenschaft. Du nicht?
      Und meinst du, dass wir Glücksknirps-Macher uns mit dem Material nicht kritisch auseinandersetzen? Wie meinst du das genau? (Also die Studien z.B. , die Frau Rass zitiert, gibt es.)
      Für uns gibt es nicht DIE EINE Wahrheit oder DIE EINE Lösung. Wir möchten nur informieren, wir wollen zum Nachdenken anregen. Uns ist es wichtig, dass man sich mit seinen Themen beschäftigt und sich bewusst für etwas entscheidet und nicht einfach etwas macht, nur weil es alle so machen, weil es gesellschaftlich akzeptiert ist, …

      Lieb Grüße
      KIKI

  10. Jutta 3. Oktober 2016 um 23:59 Uhr- Antworten

    Liebe Kiki, lieber Christian, vielen Dank für den gesamten wunderbaren Kinder-Gesundheitskongress und insbesondere für Euren Mut, das in der Tat „heiße Eisen“ der heute leider gängigen und viel zu frühen Fremdbetreuung unserer Kinder anzufassen und das tolle Interview mit Frau Prof. Dr. Eva Rass!
    Obwohl meine eigenen Söhne schon fast junge Erwachsene sind – und ich das Glück hatte, sie in den ersten 3 Lebensjahren zu Hause selbst betreuen zu „dürfen“ und sie anschließend einen Halbtagskindergarten und eine Halbtagsgrundschule (so etwas gibt es mittlerweile ja fast nicht einmal mehr) besuchen durften – liegt mir das Thema sehr am Herzen, da ich diese Entwicklung nicht nur für ein ganz wichtiges persönliches sondern auch für ein gesamtgesellschaftliches (und nicht zuletzt politisches) Problem halte.
    Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz wird im scheinheiligen Namen des vermeintlichen „Kindeswohles“ (die vorgeschoben Pseudo-Argumente wie frühkindliche Bildung, Sozialverhalten etc. wurden im Interview sehr überzeugend entkräftet) eine politisch und wirtschaftlich gewollte frühe Fremdbetreuung propagiert, die eine massive und massenhafte Seelen- & Körperverletzung an Kindern (und Müttern!) anrichtet, eine Entfremdung von Eltern und Kindern befördert, Mütter/Eltern massiv verunsichert (das Bauchgefühl sagt nämlich in der Regel das Gegenteil) und die (Arbeits-)Leistung von Müttern/Vätern quasi für wertlos erklärt.
    Es wundert mich immer wieder, dass der Aufschrei der betroffenen Eltern nicht viel viel lauter ist!
    Unsere Kinder, die kleinen großen Meister der Anpassung, können sich nicht wehren – wir Eltern müssen es als Anwälte unserer Kinder tun!
    Vielen Dank & großes Lob an Euch!!

  11. Kathinka 2. Oktober 2016 um 22:02 Uhr- Antworten

    Hallo, vielen Dank für den spannenden wissenschaftlich fundierten Beitrag. Leider ist am Schluss zu kurz gekommen, was denn nun eine gute Kita ausmacht, wenn man denn drauf zurück greifen muss. Also das unter 18 MOnaten nichts gut genug ist, ist klar geworden, aber was macht dann eine gute Kita aus? Woran erkenne ich die 2-8% guten Einrichtungen, die es in Deutschland gibt?
    Viele Grüße

  12. Stefanie 1. Oktober 2016 um 15:07 Uhr- Antworten

    Liebe KIKI, lieber Christian, vielen Dank für dieses mutige Interview! Ich denke auch, dass es irgendwie veröffentlicht werden sollte, um diesen wissenschaftlich fundierten Überblick zu verbreiten! Dieses eigentlich alte Wissen ist tief in unserer Intuition verankert- ich kenne keine Mama, die ihr 1-jähriges Kind mit einem guten Bauchgefühl in der Kita lässt- doch brauchen wir in unserer oft so kranken Gesellschaft die Wissenschaft im Rücken, um für diese Menschlichkeit einzuStehen! Ich empfinde diese eindeutigen wissenschaftlichen Ergebnisse als sehr hilfreich, trotz des eigenen „Quatschis“ im Kopf, der Familie, Freunden, Kollegen und manchmal auch des eigenen Partners, zu diesem Wissen zu stehen und die daraus folgende Entscheidung zu leben- nämlich nicht zu arbeiten, wenn das Kind 1 Jahr alt ist, sondern länger zu Hause zu bleiben oder noch besser, sich die Arbeit zu teilen und lange nur so viel zu arbeiten, wie es wirklich notwendig ist- bis die Kinder von sich aus bereit sind, zeitweise aus dem Nest zu fliegen 😉
    Vielleicht öffnet es sogar immer mehr Menschen die Augen, denn keine Mama, kein Papa kann das allein schaffen. Wir brauchen unser Umfeld, die Mitmenschen als Unterstützung!

    Herzlichen Dank!

  13. ANJELI BYRNE 1. Oktober 2016 um 12:08 Uhr- Antworten

    MEIN DANK GEHT AN FRAU EVA RASS UND ALLE; DIE DIESES VIDEO MÖGLICH GEMACHT HABEN. BIN INZWISCHEN AUCH EINE GROSSE MUTTER UND HABE MEIN KIND “ NUR AUS DEM BAUCH HERAUS “ ERZOGEN…….UND SIEHE , ES WAR GARNICHT SO VERKEHRT ! – – – ABER LETZTENDLICH KÖNNEN WIR DIESE TIEFGEHENDEN PROBLEMATIK NUR LÖSEN , WENN WIR DIE POLITISCHEN STRUKTUREN VERÄNDERN ! ! !

  14. Andrea 1. Oktober 2016 um 2:33 Uhr- Antworten

    Liebe Kiki,

    Danke für dieses wertvolle, aufklärende und schockierende Interview! Ja, es sollte alle Eltern erreichen, es ist so bewegend und überzeugend! Ich denke, es sollte nicht nur unter „Kita“ auf YouTube gestellt werden, sondern auch in Fachzeitschriften wesentlich veröffentlich werden – und – es sollte unbedingt auf politischer Ebene diskutiert und verhandelt werden! Ich fordere mehr Anrechnung für die Pensionsjahre für Mütter und Väter, die zu Hause bleiben, denn es ist kein 8-Stunden-Job, sondern ein 24-Stunden-Job! Langsam bekommt der Staat ja nun doch seine gierigen Sparmaßnahmen durch Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft zu spüren: Die Burnout-Zahlen gehen rasant in die Höhe, es folgen hohe Kosten für Rehabilitation, die mindestens 6-18 Monate dauert! Die Rückfallquote ist sehr hoch! Ein Drittel der Bevölkerung leidet an Depressionen, die Arbeit fällt schwer oder ist dadurch gar nicht mehr möglich! Immer jüngere Menschen sterben an Krebs! Unter der Stressüberbelastung gehen heute viele Ehen schief, was nicht nur ein Mehr an Belastung der Alleinerziehenden bedeutet, die nach wie vor dominant weiblichen Geschlechts sind – auch Männer leiden darunter. Denn sie müssen auf einmal selbst einen Singlehaushalt bewältigen, dadurch, dass ihnen durch zu viel Stress (oder verminderte Stressbelastbarkeit!) die Familie zerbrochen ist und sie nun plötzlich 2 Jobs haben: Hausmann und Beruf! Auch bedeuten zerbrochene Familien für den Staat geringere Einsatz- und Leistungskraft der Männer und Frauen, weniger Engagement, also letztlich weniger Profit! Warum dann noch mehr Stressschäden bei Kleinkindern unter 3 erzeugen, noch weniger Stressbelastbarkeit und noch mehr Krankheitsfälle in Zukunft!? So kann man die Wirtschaft mit einer irreversibel krank gemachten, unter Stress zusammenbrechenden Gesellschaft wirklich ins Bodenlose ruinieren! Das sollte sie eigentlich hochgradig interessieren und alarmieren, ehe sie sich über sinkende Zahlen wundern muss! Die gute Seite an der materiell orientierten Wirtschaftsgier ist, dass die Menschen durch Burnout in andere Bereichen flüchten und Hilfe suchen, oft ist das Meditation, Kunst, Natur oder Spiritualität sowie das Thema Aussteigen ;-). Die materielle Gier unseres Wirtschaftssystems ist längstens zum Verursacher einer massiven spirituellen Welle in unserer Gesellschaft geworden. Leider bleiben bestimmte „Schichten“ davon unberührt und ich vermute, dass wir in Kürze eine 2-Gesellschaft haben werden: Eine spirituelle, glückliche sowie friedvolle und eine materielle, niemals zufrieden zu stellende, gierige, machthaberische, ewig unglückliche und aggressive Welt.

    Es herrscht teils vollkommene Unwissenheit seitens der entscheidenden Politiker, was hier mit Kita wirklich geschieht! Es braucht viel mehr Aufklärung und die hat Frau Prof. Rass hier wirklich umfassend und hoch konzentriert geliefert! Ich denke, dass das Wichtigste ist, diese wertvollen Informationen von Frau Prof. Rass zusammenzufassen und mit einer Unterschriftenaktion an die entscheidenden Politiker (Familienministerium, Unterrichtsministerium, Bundeskanzler etc.) zu übermitteln und eine Diskussion in der Öffentlichkeit zu „starten“. Es geht nicht nur um Kita, es geht auch darum, wie sehr die Kinder in der Volksschule und auch im Gymnasium ihrer Freizeit beraubt werden, zu versklavten Stubenhockern in gekrümmter Schreibtischhaltung verkümmern (Man sehe sich mal nur die verkümmerte Beinmuskulatur von Kindern und Jugendlichen an, es wundert mich, dass Schulärzte nicht viel mehr Alarm schlagen, denn diese Erscheinung bedeutet eine krasse Verminderung der Lebensenergie unserer Kinder, sichtbar am Energiefluss auf dem Nierenmeridian, der für die Ausbildung der Beinmuskulatur entscheidend ist!) oder durch zu lange Stundenpläne und Nachmittagsunterricht ohne Essen krank gemacht werden – auch das ist purer Stress und ein Vergehen an unseren Kindern!

    Nun liebe Kiki, ich sagte es Dir ja schon vor langer Zeit, dass Eure Arbeit wichtiger als jeglicher andere Beruf auf dieser Welt werden wird, und ich denke, jetzt ist es schon so weit und speziell mit diesem Interview wird klar, wie sehr dieser Satz nun wie ein Bombe einschlägt! Schön, wie viele Stimmen sich über dieses Interview so emotional geäußert haben – Ihr seht, welch ein Feuer dahinter steckt: Das Feuer der Liebe für die Kleinen, die vor der Gier eines rücksichtslos blinden Systems beschützt werden müssen! Es sind UNSERE Kinder und es ist DEREN Leben, das es zu beschützen gilt, letztlich auch im Interesse des Staates und der Wirtschaft, die noch viel lernen muss, was PROFUNDES WISSEN und das UMDENKEN anbelangt: Der Mensch ist eben keine endlos „ausbeutbare“ Arbeitsmaschine, sondern ein komplexes Wesen, das, wenn es in guter „Form“ ist, wesentlich mehr leisten kann, als eine Maschine ;-)). Daran sollte die Wirtschaft höchstes Interesse haben, denn nur mit energievollen, belastbaren, gesunden und kreativen Menschen lässt sich ein konkurrenzfähiges System erhalten oder auch erweitern!

    Dass man durch die Kita „manipulierbare Wesen erschaffen/erziehen“ könne, halte ich persönlich für absoluten Schwachsinn! Es wird immer wieder Menschen geben, die einen evtl. eingeengten Horizont durchbrechen, egal, wie man vorher auf sie eingewirkt hat. Der menschliche Geist ist eben ein „Kind der kosmischen Energie“ und die wirkt falschen gesellschaftlichen Vorstellungen und kranken Manipulationen immer wieder entgegen und korrigiert diese Schritte, die in ein unwürdiges Dasein führen könnten – der Mensch ist eben keine Arbeitsmaschine, kein hirnloser Sklave, sondern geboren als ein frei denkendes göttliches Wesen und das ist etwas, das keine Gesellschaft je zerstören wird, es sei denn, der Mensch vernichtet jegliches menschliche Leben auf dieser Erde. Je mehr Druck auf die Menschen ausgeübt wird, je mehr der Staat die Kinder kontrollieren will, desto mehr Menschen steigen aus und schicken die Kinder nicht mehr in die Schule. Allein das beweist ja heute schon, dass das nicht funktioniert! ;-))

    Ich wünsche Euch von Herzen allen Erfolg für Eure so wichtige Arbeit!

    Alles Liebe!

    Andrea

  15. Corinna 1. Oktober 2016 um 0:07 Uhr- Antworten

    Vielen lieben Dank für diesen Beitrag. Er bestätigt nun auf wissenschaftlicher Basis, was jede Mama in ihrem Herzen weiß:-) Ich bin im nachhinein immer noch sehr froh darüber, dass ich die Möglichkeit hatte, alle meine 4 Kinder jeweils bis zum Alter von drei Jahren daheim zu haben. Lernen, leisten und funktionieren müssen sie noch lange genug. Dies ist wirklich ein besonderer Kongress!!!

  16. Gudrun 30. September 2016 um 23:44 Uhr- Antworten

    liebe Kiki, lieber Christian,
    ich gratuliere und danke euch für euren Mut dieses Interview ins Netz zu setzen. Teilweise hat mir das Herz geschmerzt zu hören, wieviel nachweisbaren Stress diese wunderbaren kleinen Wesen haben, wenn sie schon so früh fremdbetreut werden. Ich bin schon „Große Mutter“ und diskutiere immer wieder mit jungen Müttern, deren Kinder in die Kita gehen, wie wertvoll und gesünder (auch für ihre emotionale Entwicklung) es für die Kleinen ist möglichst lange zu Hause zu bleiben. Hier höre ich dann immer wieder, von der Politik vorgekaute Argumente, von wegen frühzeitiges erlernen sozialer Kompetenz, das Kind hat ein Recht auf einen Kitaplatz, ( es lernt ja schließlich schon für die Schule 🙁 ) die soziale Absicherung der Mutter ist ja auch wichtig usw, desöfteren steht sogar das Einkommen im Vordergrund (wir wollen uns ja was leisten können)… und schließlich beschweren sich die Eltern, dass sie auf Grund eines doppelten Einkommens stark erhöte Kindergartenbeiträge zahlen müssen…..
    ich glaube, dass es vielen Eltern gar nicht bewußt ist das sie ihren Kindern eher schaden. Alle Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind und es wird Zeit, das dieses Wissen mehr in der Öffentlichkeit verbreitet wird und vor allem das junge Familien finanziell mehr unterstützt werden und sie es sich erlauben können das ein Elternteil in den wichtigsten Lebensjahren des Kindes zu Hause bleiben kann.
    Nochmals vielen Dank euch und Frau Prof. Dr. Eva Rass für diesen Augen öffnenden Beitrag!!!!!
    Ein MUSS für alle werdenen Eltern.

    • A. Schaks 18. April 2017 um 22:51 Uhr- Antworten

      Hallo Gudrun,

      Ich bin eine Mama die ihre Tochter schon zeitig in die Fremdbetreuumg gegeben hat. Und ich bin überzeugt dass es für uns nicht das falsche war. Es hatte sicher auch einen finanziellen Grund nicht so lange aus dem Beruf auszusteigen, aber nicht nur. Ich bin auch überzeugt dass Fremdbetreuumg nicht zwangsläufig negativ sein muss. Ich glaube aber dass dies sehr vom jeweilige Kind abhängig ist. Und natürlich auch vom Gefühl der Eltern für ihre eigenen Wünsche und Notwendigkeiten. Und vorallem für ihr Vertrauen und die Betreuungspersonen und ggf. Einrichtigungen. Deshalb überlasse ich es auch jeder Familie selbst wie sie ihr Leben organisieren. Ich bin sehr neugierig frage oft und viel bei Menschen in meinem Umfeld zu allen möglichen Belangen. Auch Erziehung und Betreuung. Aber ich diskutiere mit niemandem oder zeige nicht auf weshalb eine andere Form der Lebensgestaltung besser sein könnte. Denn ich kenne die individuellen Themen der Familie nie detailliert. Ja es gibt Gründe weshalb frühzeitige Fremdbetreuumg schlecht sein kann. Dafür gibt es wissenschaftliche Studien. Diese Studien gibt es aber ebenso für sie positiven Auswirkungen der Fremdbetreuung. Weshalb als wirkst du mit Nachdruck darauf ein dass die dir bekannten Familie erkennen das zeitige Fremdbetreuumg schlecht sein sollte („…und diskutiere immer wieder mit jungen Müttern, deren Kinder in die Kita gehen, wie wertvoll und gesünder (auch für ihre emotionale Entwicklung) es für die Kleinen ist möglichst lange zu Hause zu bleiben.“) vielleicht gilt das nicht für sie? Das darf doch jeder für sich entscheiden. Die Befürworter für eine lange Betreuung durch die Mama (wie sieht es eigentlich mit den Vätern aus oder mit den Omas) wollen doch auch nicht durch Politik Wirtschaft und „unwissende“ Eltern bekehrt werden. Das ist ihr gutes Recht, aber dieses steht auch den Befürwortern von Fremdbetreuung zu. Solltest du sie also nicht unbehelligt lassen? Auch wenn du ein anderes Lebensmodell favorisierst?

      • Andrea 17. Mai 2017 um 21:11 Uhr- Antworten

        Hallo A. Schaks, welche positiven Auswirkungen von früher Fremdbetreuung meinst du?
        Was die negativen Auswirkungen der frühen Krippenbetreuung anbelangt, weiß ich nicht, ob man hier davon sprechen kann, dass das rein individuell betrachtet werden sollte und nicht für jeden gilt. Gudrun argumentiert, dass es für die emotionale Entwicklung der Kinder besser ist, nicht so früh in die KiTa zu kommen. Das sagt auch Prof. Rass in dem Interview. Es gibt Reifungsprozesse im Gehirn und die sind bei einem einjährigen Kind noch nicht abgeschlossen. Daher ist eine KiTa chronischer Stress für so ein kleines Kind, wie die Stressforschung nachgewiesen hat. Es ist in diesem Alter auch noch elementar auf die wichtigsten Bezugspersonen angewiesen (das können durchaus auch Väter und Großeltern sein, in der Kita wird es beim heutigen Betreuungsschlüssel halt schwer). Das sind zwei empirische Ergebnisse aus der Hirnforschung und aus der Bindungsforschung. Das hat nichts mit der Akzeptanz oder nicht Akzeptanz von verschiedenen Formen der Lebensgestaltung zu tun, sondern mit der neurobiologischen und entwicklungspsychologischen Verfassung eines ein bis zweijährigen Kindes.

  17. Heidrun 30. September 2016 um 23:12 Uhr- Antworten

    Herzlichen Dank für die wissenschaftliche Bestätigung meines Gefühls,. Ich kann jetzt endlich Müttern, die sich trauen, bis zum 3.:Lebensjahr ihrer Schätze daheimzubleiben, mit sauberen Argumenten den Rücken stärken

  18. Manuela 30. September 2016 um 22:36 Uhr- Antworten

    Ein ganz besonderes und wertvolles Interview, auf das ich mich sehr gefreut habe und mir zeigt, dass es richtig war, meine Kinder erst mit drei bzw 3 1/2 in den Kindergarten zu geben… Ich bedanke mich für die Worte, da ich oft durch das Umfeld schief angeschaut wurde… auch ich bin dafür, dass dieses Interview veröffentlicht, geteilt wird, damit es möglich viele Menschen erreicht. Vielen dank

  19. Nadja 30. September 2016 um 22:34 Uhr- Antworten

    Vielen Dank für die vielen wissenschaftlich fundierten Informationen. Ich habe beruflich sehr viel mit U3 Kindern gearbeitet, u.a. auch in einer Kita. Aus einer Gruppe von 10 Kindern konnten 4 noch nicht laufen. Viele Kinder blieben von morgens bis nachmittags – auch zum Mittagsschlaf dort. Die 2 jährigen holten sich selbstständig ihre Kuscheltiere aus dem Schrank und legten sich in ihre Bettchen. Sie konnten auch schon den Tisch abräumen. Eine 2-wöchige Eingewöhnungszeit mit täglichem Weinen wurde von den Erzieherinnen als „normal“ angesehen. Einer Zweijährigen wurde gesagt, sie mache nur Theater und würde spielen, weil sie nach ihrer Mama schrie. Die Mama von ihr tauchte jeden Tag auf mit schlimmsten Gewissensbissen, weil sie nämlich eigentlich ein gutes Bauchgefühl gehabt hat, aber nicht darauf gehört hat und ihr von den Erzieherinnen auch eher suggeriert wurde, dass alles o.k. sei. Eine älteren Erzieherin mit 30 Jahren Berufserfahrung fragte ich, was sie von der U3 Kita hielte. Sie zuckte mit den Achseln und meinte, was sie denn sagen solle, es sei hier ihr Arbeitsplatz, sie habe es aber mit den eigenen Kindern anders gemacht. Soweit aus der Praxis. Ich habe dann nach 6 Wochen gekündigt, weil ich so mit den Kindern mitgelitten habe und habe mir gedacht, dass wir hier eine frühkindlich traumatisierte Gesellschaft kreieren. Aber vielleicht ist das ja auch gewollt.

  20. Annette 30. September 2016 um 21:16 Uhr- Antworten

    Ich bin Erzieherin und habe 2 Jahre lang in einer Krippe gearbeitet. Ich kann dieses Video nur bestätigen. Habe dort schreckliche Erfahrungen machen müssen und immer wieder wusste ich, dass Kinder ab 1 Jahr gar nicht gruppenfähig sind!! In der Eingewöhnungszeit haben sie um ihr Leben geschrieen, sobald sich die Mutter von ihnen entfernt hat. Haben dann meistens nur an der Tür gestanden und darauf gewartet, bis diese aufgeht in dem sehnlichsten Wunsch, dass die Mutter wieder hereinkommt. Einige Kinder haben wochenlang durchgeschrieen, bis sie letztendlich aufgegeben und sich angepasst haben Es hat mir das Herz gebrochen, so dass ich meine Tätigkeit als Krippenerzieherin beenden musste und nun mit älteren Kitakindern arbeite. Ich finde es so furchtbar, dass den Eltern heutzutage von unseren Politikern der Krippenplatz ab 1 Jahr und sogar noch früher schmackhaft gemacht wird. Ist einfach nur schrecklich!!!! Ich plädiere auch dafür, dass dieses Video veröffentlicht wird. Danke!

  21. Anne 30. September 2016 um 20:51 Uhr- Antworten

    Danke, danke, und noch mals danke hier für die klaren Worte. Ich hatte bisher nur eine Studienfilm aus der DDR Zeit gesehen welcher eigendlich ein Propagandafilm für die KITA werden sollte, der dann aber nicht veröffendlicht wurde, da einfach das Gegenteil bei den Dreharbeiten zu Tage kam. Schon bei dem Film hat es mich jetzt gegruselt.
    Jetzt durch ihr Video wird es mir noch klarer. Was wir den Kindern damit antun. Ich betreue meine beiden Enkel, damit meine Tochert ihr Studium beenden kann und habe ihnen somit die KITA erspart.
    Dieses Video muss einfach mehr in die Öffendlichkeit!!!

  22. Sigrid 30. September 2016 um 20:25 Uhr- Antworten

    Ein echt toller, aufschlussreicher Beitrag. Ich bin um einiges schlauer geworden und sehe das inzwischen, als Oma einer 20 Monate alten Enkeltochter, mit ganz neuen Augen. Ich bin so dankbar für diesen wundervollen Beitrag und kann ebenfalls nur bitten, dieses Interview dauerhaft online zu stellen, damit mehr Eltern es sich ansehen können und vorallem zu Herzen nehmen.

  23. Jenniffer 30. September 2016 um 19:10 Uhr- Antworten

    Liebe Kiki, ein großartiges Interview, das ich mir natürlich gleich heute morgen um 9 Uhr angesehen habe. Jetzt ist mein Sohn (den ich komplett selbst und ständig betreue 😉 ) im Bett und ich habe Zeit, hier ebenfalls einen Kommentar zu hinterlassen.

    Wow! Ich hab mich so gefreut auf das Interview und ich wurde nicht enttäuscht.

    Ich beschäftige mich auf meinem Blog mit genau diesem Thema. Und ich setze mich dafür ein, dass ein Kind in den ersten drei Lebensjahren zu seiner Mutter (im Idealfall) gehört, oder von einer weiteren nahestehenden Person betreut wird. Sind wir mal ehrlich: auch eine Tagesmutter (die ja immer als das Non plus Ultra dargestellt wird, wegen des großartigen Betreuungsschlüssels) kann niemals bedürfnisorientiert agieren. Oder welche Mutter kann fünf Ein- bis Zweijährigen gerecht werden!?

    Wem das bedürfnisorientierte Aufwachsen seines Kindes wichtig ist, der lässt es die ersten 3 Jahre zu Hause! So kann es dann aus dem sicheren Schoß die Flügel ausbreiten und losfliegen. Wenn es soweit ist. Gordon Neufeld sagt: Alles hat seine Zeit.

    Apropos Zeit: Ein Kind braucht in den ersten Jahren vor allem Liebe, Nähe, Geborgenheit, bedürfnisorientierte Zuwendung…

    Keine Fremdbetreuung kann dies leisten. KEINE!

  24. Bea 30. September 2016 um 19:09 Uhr- Antworten

    Das Thema vielleicht im nächsten Kongress nochmal aufgreifen und verbinden mit den politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (Frau geht ein hohes Armutsrisiko ein wenn sie nicht selbst für ihr Einkommen und ihre Rente sorgt und die Begrenzung des Elterngeldes auf 12 bzw. 14 Monate) sowie mögliche Alternativmodelle oder Anpassungsmöglichkeiten vorstellen.
    Ich kann dazu das Buch „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“ von Helma Sick und Renate Schmidt empfehlen.

    • Franziska 22. Mai 2017 um 14:10 Uhr- Antworten

      Danke für diesen Tipp. Ich sehe mich auch aus finanzieller Sicht gezwungen zu arbeiten. Doch obwohl ich mit Kindern arbeite, ist unsere Gesellschaft nicht für Mütter mit Kindern offen. Ich sehe keinen Verlust für jemanden, wenn ich MIT meinem Kind Teil der Arbeits-Gesellschaft bin. Doch werde ich von anderen genötigt mein Kind wo anders zu PARKEN. Denn nichts anderes ist für mich die Frühbetreuung! Ein Kind braucht als erstes seine mit ihm emotional verbundene Familie egal was diese und wo macht und keinen Aufbewahrungsort.

  25. Antje 30. September 2016 um 18:09 Uhr- Antworten

    Meine erste Tochter ging mit einem Jahr in die Kita, meine zweite (12 Jahre jünger) erst mit 2,5 Jahren. Ich kann nur bestätigen, dass ich es genauso erlebt habe, wie hier beschrieben. Die Bindung zu meiner jüngeren und auch deren Gesundheit ist deutlich besser und stabiler. Auch wenn mir die lange Zeit zu Hause manchmal recht schwer fiel, es hat sich unendlich gelohnt und ich bin heute sehr froh darüber. Danke für dieses spannende Gespräch!

  26. Annika 30. September 2016 um 17:56 Uhr- Antworten

    Hallo! Danke!!! So wichtig das mal so deutlich zu sagen! Ich habe nämlich gerade darüber nachgedacht, dass mein ältester Sohn (8, 3. Klasse) wieder totale Angst hat in die Schule zu gehen. Es ist wohl Trennungsangst. Er ging mit 18 Monaten in eine kleine, sehr liebevolle Krippe, aber nie ohne schlimmes Weinen. Auch im Kindergarten hatte er große Trennungsschwierigkeiten. Nun Angstattacken auf dem Schulweg. Wir hätten damals besser auf unser Bauchgefühl gehört und ihn wieder aus der Krippe rausgenommen. Alles, was im Interview gesagt wurde, kann ich (nun mit dem 3. Kind) aus meiner Erfahrung bestätigen! Das sollten alle werdenden Eltern wissen! Eine weitere Veröffentlichung des Interviews wäre toll!

  27. Elisabeth 30. September 2016 um 16:34 Uhr- Antworten

    Liebe Kiki, lieber Christian,
    ich bedanke mich sehr für diesen enorm wichtigen Beitrag von Prof.Dr.Eva Rass, der mir (inzwischen Oma) ganz Vieles erklärt und ich wünsche allen heutigen und zukünftigen Eltern, dass sie diesen wichtigen Beitrag hören können. Ich gebe es weiter. VIELEN DANK******

  28. Loni 30. September 2016 um 15:36 Uhr- Antworten

    Herzlichen Dank für dieses unendlich wertvolle Interview! Danke für den Mut dieses umstrittene Thema so klar zu kommunizieren.

  29. Lina 30. September 2016 um 15:33 Uhr- Antworten

    Interessante Fakten wurden in diesem Beitrag beleuchetet und ich bin auch der Meinung dass das ‚Mutter-Sein‘ in unserer Gesellschaft einen höheren Stellenwert einnehmen sollte, gerne auch durch finanzielle Unterstützung etc. VORALLEM AUCH BEI DEN JEWEILIGEN VÄTERN!!!
    Doch das Interview war auch sehr einseitig. Ich als Mutter hatte das Bauchgefühl mein 1,5 jähriger Sohn fordert den Gang zur Kita regelrecht ein. Er liebt andere Menschen und möchte am liebsten jeden Tag hundert neue Personen treffen. Einen Weinen zum Abschied oder ähnliches fand nie statt, sonst hätte ich mich nicht lösen können und hätte das Projekt Kita sofort abgebrochen.
    Auch ich möchte als Frau und Person meiner beruflichen Tätigkeit nach der Elternzeit wieder nachgehen. Schließlich möchte man als Akademikerin den ‚Faden‘ nicht verlieren und sich gerne wieder beruflich betätigen, zumindest halbtags. Mein Bauchgefühl sagt mir außerdem das eine Ganztages-Betreuung für mich nicht in Frage kommt, nicht mit drei Jahren, nicht zur Grundschulzeit – ich will Zeit mit meinem Kind verbringen – nicht nur am Wochenende(!!!), egal was eine Studie dazu sagt. Eine morgentliche Betreuung von 4 Stunden ist für uns also perfekt und ich werde davon auch nicht Abkommen. Ist mein Kind krank oder nicht fit, bringe ich ihn nicht zur Fremdbetreuung!! Das ist bei uns ein Grundgesetz! Zum Glück habe ich einen flexiblen Arbeitgeber und kann die Arbeitszeit dann entsprechend abends, im Homeoffice etc. nachholen. Solche Arbeitgeber sollte es unbedingt mehr geben!!!
    Beim nächsten Kind werde ich die Karten aber komplett neu mischen, ich bin mir fast sicher dass das nächste Kind nicht mehr so offen und wissbegierig sein wird. Aber mein Bauchgefühl wird mir das schon mitteilen und dann bleib ich länger Zuhause!

    Jedenfalls will ich allen Müttern und Eltern Mut machen die einer beruflichen Tätigkeit nachgehen wollen und ein gutes Bauchgefühl damit haben. Geht es den Müttern gut geht es den Kindern gut. Und für meinen Sohn und mich gibt es nichts schöneres als gemeinsam jeden Mittag mit gut gelaunter, zufriedener, ausgeglichener Mutter und gut gelauntem, glücklichem Kind Abenteuer zu bestreiten.

    Also habt kein schlechtes Gewissen und keine schlaflosen Nächte. Als Mutter weiß man was richtig ist. Und sollte ihr ein schlechtes Bauchgefühl haben dann ändert was am besten sofort.

    • Franziska 22. Mai 2017 um 14:22 Uhr- Antworten

      „Solche Arbeitgeber sollte es unbedingt mehr geben!!!“
      Ja!!! Generell gilt es zu überdenken, warum wir es im Moment als einzigen Weg sahen, unsere kleinen, heranwachsenden Menschen altershomogen von uns und untereinander getrennt aufzubewahren??? Ob Kita oder Schule…. Wie artgerecht ist unsere Gesellschaftsidee im Moment? Was spricht gegen diese „saubere“ Trennung? Was spricht gegen flexible Arbeitsmodelle? Was spricht gegen arbeitende Mütter MIT Kind? Was spricht gegen müttergerechte Arbeitsplätze???

  30. Tina 30. September 2016 um 14:27 Uhr- Antworten

    …vor allem ab Minute 45 sehr interessant.
    Eigentlich ist der ganze Vortrag sehr Empfehlenswert!!!!
    Bitte denkt darüber nach das Interview dauerhaft online zu stellen.
    Danke für eure Mühe und Arbeit.

  31. Susann 30. September 2016 um 14:15 Uhr- Antworten

    Ich bin aus eigenen gesundheitlichen Problemen nach der Schwangerschaft nun fast 2 Jahre mit meiner Tochter zu Hause und werde von außen immer wieder gedrängt es in die Kita (unter Gleichaltrige) zu geben. Es kursieren so viele falsche Vorstellungen, was in dieser frühen Zeit wichtig für das Kind ist. Ich konnte mich nie richtig behaupten und meinen Standpunkt bezüglich der Betreuung zu Hause behaupten! Nun bin ich um einiges schlauer unf kann mich sogar wissenschaftlich fundiert währen!!! Tausend Dank dafür!!!
    Ich bin ganz der Meinung der Anderen- Bitte bitte öffentlich machen den Kindern zu Liebe!!!!

    Und noch was… Ich habe selbst fast 5 Jahre Pädagogik der Kindheit studiert. Sowas hat man uns nicht gelehrt! Unglaublich, dass sowas scheinbar als zu unwichtig angesehen wird!!! Da werde ich gleich nochmal sauer!
    Also bitte öffentlich machen und verbreiten!!!

  32. andiva 30. September 2016 um 11:55 Uhr- Antworten

    War ein toller vortrag,allerdings hadere ich jetzt noch mehr mit mir selbst.meine kleine (15 monate)macht gerade die grippeneingewöhnung und das nicht weil ich denke das man dies mit 1 tun muss ,sondern weil wir finanziell keine andere Wahl haben, auch Oma und Opa stehen uns nicht zur Verfügung und Home Office ist in der Pflege leider nicht möglich.es hätte mich sehr gefreut , mehr zu erfahren auf was ich achten kann.wir haben keine anderen Möglichkeiten und sind auf den grippenplatz angewiesen.es zerbricht mir jeden Tag aufs Neue das Herz sie dort hinzugeben und trotzdem bin ich froh dass es überhaupt eine Möglichkeit gibt mein Kind betreuen zu lassen.

    • Franziska 22. Mai 2017 um 14:26 Uhr- Antworten

      Danke für die Frage! Diese ist sehr wichtig. Mütter geben ihr Kind doch nicht aus Langeweile o.ä. in die Frühbetreuung. Es ist für viele eine Notwendigkeit geworden, die staatlich im Moment nicht vermieden wird.

  33. Jenny 30. September 2016 um 11:40 Uhr- Antworten

    Danke für dieses sehr gute, weil nicht emotional geführt, Interview! Hat mich sehr berührt und auch in meinem Empfinden hinsichtlich Fremdbetreuung bestätigt.
    Ich wünsche mir generell eine politische Anerkennung der Mutterzeit – z.B. wie in Finnland, wo es den Eltern in den ersten 3 Lebensjahren ihres Kindes freigestellt ist, ob sie ihr Kind fremd betreuen lassen oder zu Hause lassen. Für die Mutter/den Vater, die ihr Kind zu Hause betreuen gibt es einen Betreuungszuschuss. Der ist zwar nicht hoch, jedoch ein Anfang in der Wertschätzung des Jobs den wir da leisten. Es wäre doch großartig, wenn eine dreijährige Betreuungszeit zu Hause Eltern nicht in finanzielle Nöte brächte sondern, quasi als Vorsorgeleistung in eine gesunde und leistungsfähige Gesellschaft, staatlich bezuschusst wird. Sollte doch auch im Interesse der Krankenkassen sein, die heutzutage ständig stöhnen über die immens steigenden Ausgaben aufgrund von Bourn Out, Depression und Co.
    Eine Frage tat sich bei noch auf, da ich einiges meiner eigenen Probleme (hohe Stressanfälligkeit, geringe Belastbarkeit, ständig erschöpft) auf meine eigene Krippen- und Kitazeit (seit 6. Lebensmonat Ganztagskrippe) zurückführen kann: Wie finden wir Erwachsenen da Heilung?

  34. Jen 30. September 2016 um 11:30 Uhr- Antworten

    Auch von mir herzlichen Dank!! Mein Bauchgefühl hat mich also nicht betrogen und ich bin nun noch mehr bestärkt in meiner Meinung. Auch wenn man von einigen anderen gerne „belächelt“ wird. Es ist erschreckend, was man den Kleinsten zumutet…

  35. dorothee 30. September 2016 um 11:19 Uhr- Antworten

    Vielen Dank für das Interview und euren Mut diesbezüglich !!!!!!

  36. Manuela 30. September 2016 um 10:37 Uhr- Antworten

    DANKE DANKE DANKE !!!
    Schreit es in die Welt hinaus !!!
    Die Kinder können sich nicht wehren.
    Top Beitrag – BITTE JEDEM uneingeschränkt zugänglich machen und im Netz verbreiten !
    Endlich kommt die Welt zur Heilung des Kindes, nicht nur des inneren sondern auch des äußeren.
    Ich liebe Euch 🙂

  37. Jennifer Hein 30. September 2016 um 10:35 Uhr- Antworten

    Ich möchte mich ganz herzlich für dieses Interview bedanken. Prof. Dr. Eva Rass spricht mir aus Herz und Seele. Ihr klare Haltung zu diesen existenziellen Problematik unserer Zeit braucht eine Plattform, um Eltern zu bestärken, ihrer ursprünglichen Wahrnehmung zu trauen und auch ernst zu nehmen. In Zeiten wie diesen, in der die Kinder zum Opfer wirtschaftlichen Interessen werden, ist es wichtig klare Worte zu sprechen, damit wir erkennen, dass unsere Kinder keine Objekte sind, die man anpassen kann, sondern kleine Menschen sind, die auf unsere Hilfe und Zuwendung angewiesen sind, um ein stabile Persönlichkeit zu entwickeln. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, das ist ein Grundgesetz, was wir als Eltern einfordern müssen! Es geht nicht, dass wir den Kindern dieses Recht verweigern. Die Gesundheit ist unser höchstes Gut und das müssen wir schützen. Das es derzeit nicht so ist, hat Frau Rass hier sehr deutlich beschrieben. Ich bin immer wieder begeistert von ihrer unerschütterlichen Haltung, die mir bei anderen Experten manchmal fehlt. Faule Kompromisse einzugehen kann nicht zur Lösung führen, weil alle Seiten letztendlich draufzahlen, Kinder, Eltern und schlußendlich auch auf längere Sicht die ganze Nation.

  38. Jasmin 30. September 2016 um 10:24 Uhr- Antworten

    Das ist wirklich der beste und wertvollste Beitrag des Kongresses!! Ihr solltet ihn frei und uneingeschränkt zugänglich machen, damit man ihn weiter verbreiten kann und ihn auch Eltern hören können, die nicht angemeldet sind. Das ist so ein wichtiges Thema, das sollten sich viel mehr zu Herzen nehmen!!

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