In 6 Schritten: So geht zuckerarm mit Kindern – ohne Widerstände & ohne Verzicht

In unserem vorherigen Artikel Fakten & Aufrüttelndes: Wie gefährlich ist Zucker? haben wir Dich auf etwas unübliche Weise mit Fakten über die gesundheitlichen Gefahren von Zucker versorgt. Auch über solche, die wir meist gar nicht auf dem Schirm haben. Vielen, vielen Dank für die vielen Fragen und Kommentare – und für das fleißige Teilen der Fakten-Bilder auf Facebook!!!

In diesem Artikel zeigen wir Dir nun, wie Du ein zuckerarmes Leben mit Kindern realisieren kannst. Mit den folgenden 6 Schritten ist das einfacher möglich, als Du vielleicht denkst. Vor allem, wenn Du Schritt #5 berücksichtigst. So zumindest unsere eigenen Erfahrungen auf unserem Weg von Zucker-Junkies zu einer zuckerarmen Familie 😉 Das Tolle daran: Ihr lebt auf diese Weise nicht nur zuckerärmer, sondern auch viel vitalstoffreicher! Und das alles ohne große Widerstände in der Familie. Aber lies selbst… 😉

#1 Kaufe (möglichst) nur noch natürliche Lebensmittel

Nur etwa 20 % unseres täglichen Zuckerkonsum nehmen wir bewusst über Süßigkeiten, Kuchen, Kaffee & Co. auf – fast 80 % unbemerkt (Quelle) durch den Konsum verarbeiteter Lebensmittel, wie Müsli, Joghurt, Rotkohl aus dem Glas usw.! Daher reicht es nicht, nur Süßigkeiten vom Speiseplan zu streichen – viel wichtiger ist es, das mit so vielen verarbeiteten Lebensmitteln wie möglich zu tun. Oder anders formuliert: Kaufe nach Möglichkeit nur noch unverarbeitete Lebensmittel. So kannst Du Deinen Zuckerkonsum drastisch senken.

Dieser Schritt bedeutet zu Beginn etwas Umgewöhnung und Arbeit, denn plötzlich muss man die Tomatensoße aus frischen Tomaten selbst zubereiten oder das Eis aus frischen Früchten. Man braucht entsprechende Rezepte und ein wenig Routine, um all die geliebten Sachen, die man zuvor halb oder ganz fertig gekauft hat, selbst zu machen. Nach kurzer Zeit aber wird das zur Selbstverständlichkeit. Zumindest war das bei uns so. Mit der Selbstverständlichkeit kam auch eine höhere Wertschätzung unserer Mahlzeiten und ein besseres Gefühl – schließlich kennen wie quasi jede Zutat „persönlich“ 😉 und wissen, dass wir mit eigenen Händen eine wertvolle, gesunde Mahlzeit hergestellt haben.

Ganz wichtig bei Schritt 1: Langsam vorgehen, nicht innerhalb von 7 Tagen gleich den gesamten Speiseplan umstellen, sondern in kleinen Häppchen, um Dich nicht zu überfordern. An einem Tag die Tomatensauce selbst machen, an einem anderen Tag das Eis, und dann irgendwann das Müsli usw.

Auf diese Weise hast Du die volle Kontrolle über das, was in Deiner Familie auf den Tisch kommt. Versteckten Zucker gibt es nicht mehr – und wenn Du das Bedürfnis hast, bestimmte Speisen zu süßen, kannst Du selbst bestimmen, in welcher Intensität und mit welchem Süßungsmittel.

Und was ich noch gar nicht erwähnt habe: durch den Verzicht auf Fertigprodukte verschwinden gleichzeitig ganz viele andere schädliche oder zumindest bedenkliche Inhaltsstoffe von Eurem Speiseplan – wie z.B. die berühmten E-Stoffe, Aromen, Farbstoffe und Konservierungsmittel! Und wenn Du Deine frischen Lebensmittel dann auch noch in Bio-Qualität kaufst, auch noch die ganzen Spritzmittel & Co.

#2 Wenn Du doch mal Fertigprodukte kaufst: Augen auf!

Auch wenn Du beschlossen hast, grundsätzlich nur noch unverarbeitete Lebensmittel zu kaufen – hin und wieder kommst Du an Fertigprodukten vermutlich nicht vorbei. Sei es, weil Du heute einfach keine Zeit hast, die Mayonnaise selbst zu machen, weil es zu aufwändig (oder unmöglich wäre), ein bestimmtes Lebensmittel selbst zuzubereiten oder weil Du eine dafür benötigte Zutat gerade nicht bekommst.

Kein Problem, denn Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel 😉 Achte nur darauf, dass in der Zutatenliste des Fertigprodukts kein Zucker auftaucht. Und weil der sich oft unter anderen Namen versteckt, merke Dir die folgende Liste (oder drucke sie aus und packe Sie in Deinen Geldbeutel).

Und wenn es sich mal nicht vermeiden lässt, ein Fertigprodukt mit Zucker zu kaufen, dann greife zu der Variante, bei der der Zucker weiter hinten in der Zutatenliste steht. Wir ziehen zudem Produkte vor, die mit alternativen Süßungsmitteln arbeiten statt mit raffiniertem Zucker.

#3 Sei Dir sicher und steh dazu

Es ist wichtig, dass Du fest hinter Deinem Entschluss stehst, Deine Familie zuckerarm zu ernähren. Lass Dich von anderen Menschen nicht ins Wanken bringen (auch nicht von Deinen Kindern ;-)). Steh dazu, auch wenn andere Dich für Deinen Entschluss belächeln oder gar kritisieren! Du weißt es besser als sie, hast Dich über die gesundheitlichen Folgen von Zucker informiert und beschlossen, einen gesünderen Weg einzuschlagen. Behalte das immer vor Augen! Mit Deiner Entscheidung reduzierst Du einen großen Risikofaktor für chronische Krankheiten! Du ermöglichst Deinen Kindern ein gesünderes Leben.

Denke immer daran: Nörgler und Kritiker sind meist uninformiert. Außerdem sind sie oft zuckersüchtig. Wer süchtig ist, reagiert oft automatisch ablehnend auf alles, was sein eigenes Verhalten in Frage stellt. Kritik ist also gar nicht unbedingt böse gemeint!

Du musst Dich übrigens auch nicht vor anderen Leuten rechtfertigen. Es ist Deine Entscheidung, es sind Deine Kinder – diese Entscheidung ist von anderen zu akzeptieren. Du kannst aber ein oder mehrere der Bilder aus unserem ersten Artikel Fakten & Aufrüttelndes: Wie gefährlich ist Zucker? ausdrucken und statt einer Rechtfertigung aushändigen 😉 Viele der verwendeten Zitate stammen von renommierten Forschern. Oder Du schenkst Ihnen eines der vielen Bücher über die Gefahren von Zucker, die es mittlerweile auf dem Markt gibt.

Tipp: in unserem Onlinekurs „Gehirn- & Immunfood Gesunde Süßigkeiten, Snacks & Co.“ bieten wir ein Argumentationspapier zum Download an – von der Ernährungsexpertin, Molekular- & Evolutionsbiologin Dr. Sabine Paul. Auch das kannst Du kritischen Menschen in die Hand drücken – statt einer Antwort auf Kritik oder Nörgelei 😉

Wir mussten uns zwar auch hin und wieder Kritik anhören, aber in Diskussionen wurden wir nie verwickelt. Vielleicht, weil die meisten Menschen wissen, dass wir mit unserer zuckerarmen Ernährung auf dem richtigen Weg und wir ganz klar sind 😉 Unsere Entscheidung wurde meist kurze Zeit bemängelt, dann aber schnell akzeptiert.

#4 Gewöhne Dich dran (es ist einfacher als Du denkst)

Am Anfang ist es schwer, auf den Zucker im Tee zu verzichten oder auf gesüßte Flakes zum Frühstück. Aber glaube uns: das geht schnell vorbei. Weil Du Dich in wenigen Tagen an den neuen Geschmack gewöhnen wirst.
Nach kurzer Zeit schon wird es umgekehrt sein: die meisten gesüßten Lebensmittel werden Dir plötzlich zu süß sein! Das sind zumindest unsere eigenen Erfahrungen. Unser Körper hat sich umgestellt auf weniger süß, unser Geschmack hat sich angepasst – so dass wir z.B. ganz normale Fruchtsäfte nur noch verdünnt trinken können (wenn wir mal Saft trinken ;-)). Vor klassischer Limonade ekelt es uns – und auch viele andere Dinge, wie z.B. konventionelles Eis sind uns mittlerweile oft viel zu süß.

Übrigens ändert sich auch das Bewusstsein darüber, was einem gut tut: während ich früher locker eine halbe Packung Kekse essen konnte, ist heute nach wenigen Keksen Schluss, weil mir sonst ganz schnell schlecht wird 😉

Wenn Du Angst vor Widerständen Deiner Kinder hast: unsere Erfahrung ist, dass wenn wir mal wieder etwas an unserem Speiseplan ändern, mögliche Widerstände immer innerhalb weniger Tage verschwinden. Es heißt also: einfach ein wenig durchhalten (und immer klar und sicher bleiben) 😉

#5 Das Allerwichtigste: Schaffe Alternativen

Mit diesem 5. Punkt sind alle anderen Schritte viel leichter zu schaffen. Denn eine Umstellung auf zuckerarm muss keinen Verzicht bedeuten. Fast alles lässt sich durch gesündere Alternativen ersetzen, wenn es sein muss. Der Genuss bleibt also erhalten – aber auf einem wesentlich gesünderen Niveau!

Es ist nur ziemlich zeitaufwändig, sich alle gewünschten Alternativen einzeln zusammenzusuchen und auf Kindertauglichkeit zu prüfen bei gleichzeitig gutem Nährstoffgehalt – so zumindest unsere Erfahrung. Wir haben uns immer gefragt, ob es nicht irgendwie einfacher geht. Z.B. in Form eines Onlinekurses, der alle nötigen Informationen für ein zuckerarmes Familienleben enthält (in möglichst kompakter Form) und außerdem möglichst viele leckere, kindertaugliche und auch abwechslungsreiche Rezepte für gesunde Süßigkeiten. Aber auch für gesunde Snacks wie Chips, Dips u.ä. – denn auch darin ist ja meist ordentlich Zucker enthalten.

Weil wir einen solchen Kurs nicht finden konnten, haben wir die oben schon einmal erwähnte Dr. Sabine Paul gefragt, ob sie nicht eine solche Lösung für Eltern mit uns entwickeln möchte. Sie hat ja gesagt – und das erste Teilergebnis unserer Kooperation ist das Webinar „Süße Vitalstoffraketen“, das am 25.9. live und online stattfindet – und natürlich kostenlos! 😉

Was Du in diesem Webinar erfährst, geht weit über unser ursprüngliches Vorhaben hinaus!

  • Du erfährst darin, wie Du klassische Süßigkeiten auf viel gesündere Weise ersetzen kannst. Nicht nur zuckerarm, sondern auch glutenfrei und auch frei von anderen belastenden oder schädlichen Stoffen wie E-Stoffen, Konservierungsmitteln u.ä.
  • Das Geniale an diesen Süßigkeiten ist aber, dass sich in ihnen zudem noch viele wichtige Vitalstoffe verstecken, die das Immunsystem und das Gehirn stärken!
  • Auf diese Weise kannst Du also nicht nur herkömmliche Süßigkeiten und ihre problematischen Zutaten ganz einfach ersetzen, sondern Deine Kinder gleichzeitig noch mit vielen wichtigen Vitaminen, Mineralien, Phytaminen, Fetten und Eiweißen versorgen.
  • Für besseres Lernen & Konzentrieren und für beste Voraussetzungen, um chronischen & akuten Krankheiten vorzubeugen.
  • Und das in einer Form, zu der niemand Nein sagen kann 😉
  • Und weil wir Eltern ja oft wenig Zeit haben: die Zubereitung der Süßigkeiten dauert nicht länger als jeweils ca. 15 Minuten!

Wenn Du wissen möchtest, was genau hinter diesen Vitalstoffraketen steckt und wie Du ganz konkret Deine ersten süßen Vitalstoffraketen zünden kannst (mit Rezeptvorschlägen!), melde Dich am besten jetzt gleich zum Webinar an!

#6 Denke an die 80:20-Regel

Und noch eine wichtige Sache zum Schluss: Denke immer dran, nicht zu dogmatisch zu sein. Zuckerarm ist schon um Welten besser als wenn Du Deine Familie weiterhin ganz „normal“ ernähren würdest. 100 % perfekt ist meist sehr, sehr anstrengend – und kann so schnell zum Scheitern des Projekts führen. Mehr zum Thema findest Du in unserem 80:20-Artikel 😉

Let’s go!

Du siehst: zuckerarm mit Kindern ist gar nicht so schwer! Wir haben das in unserer Familie ganz schmerzfrei geschafft und fühlen uns damit sehr wohl. Hier nochmal eine Zusammenfassung als Motivation, sofort loszulegen 😉

  • Der Verzicht auf Fertigprodukte reduziert den Zuckerkonsum drastisch (und gleichzeitig den Konsum anderer kritischer Zusatzstoffe). Gleichzeitig kommt damit viel mehr Frische in die Küche – und damit viel mehr wichtige Vitalstoffe!
  • Hin und wieder Fertigprodukte sind ok – zu viel Dogmatismus erzeugt Stress. Dann aber genau auf die Zutatenliste schauen!
  • Stehe fest hinter Deinem Entschluss und lasse Dich durch Kritik und Widerstände nicht beirren. Beides hört nach kurzer Zeit auf.
  • Glaube uns: was am Anfang vielleicht ungewohnt ist, wird nach wenigen Tagen zur Selbstverständlichkeit. Der Körper stellt sich um und will weniger süß.
  • Wenn Du dann noch für Alternativen sorgst, ist der ganze Prozess kein Verzicht – sondern ein Genuss! 😉
  • Und wenn diese Alternativen dann auch noch „Süße Vitalstoffbomben“ sind, versorgst Du Deine Kinder damit gleichzeitig mit noch viel mehr wichtigen Vitalstoffen. Ganz widerstandsfrei 😉

Die große Chance, die wir dadurch für uns sehen ist: wir stärken auf diese Weise Immunsystem und Gehirn unserer Kinder – für besseres Lernen & Konzentrieren und beste Voraussetzungen, um chronischen & akuten Krankheiten vorzubeugen! Denn ganz viele Krankheiten sind zum großen Teil ernährungsbedingt, was wir am eigenen Leib erfahren durften.

Unser Kinder bekommen so schon in jungen Jahren ein Bewusstsein dafür, was gut und weniger gut ist für ihren Körper. Eine wichtige Fähigkeit, um auch im Erwachsenenalter besser mit den ganzen Verlockungen in Supermärkten & Co. umgehen zu können.

Also: nicht vergessen, Dich zum Webinar anzumelden! 😉

Fragen, Probleme, Erfahrungen, Kritik?

Jetzt interessiert uns: mit welchen Problemen in Sachen „zuckerarm“ hast Du zu kämpfen? Welche Fragen hast Du dazu? Wie gehst Du mit Kritik um? Wie gehst Du mit Widerständen in Deiner Familie um?