[04.06.26] Mit 4 Fragen zu viel mehr Entspannung – im Kopf und im Miteinander

Viele Eltern fühlen sich oft oder sogar ständig gestresst. Erstens natürlich wegen der hohen zeitlichen Belastung, der heute viele Menschen ausgesetzt sind, zweitens aber auch, weil Vieles nicht immer so rund läuft in der Familie. Beispiele: Wir sorgen uns, dass unser Kind in der Schule nicht gut genug ist, die häufigen Wut- & Trotzsituationen unserer Kinder belasten uns zunehmend, die ständigen Streitereien der Geschwister rauben uns den letzten Nerv, wir fürchten uns schon nachmittags vor der allabendlichen Auseinandersetzung beim Aufräumen, es gibt immer wieder Streit weil der Partner einen (vermeintlich) schlechten Erziehungsstil hat, wir fühlen uns als Eltern nicht gut genug, entsprechen nicht unserem Ideal (bzw. dem der Gesellschaft) uvm.

Was uns meist nicht bewusst ist: ganz viel dieses Stresses entsteht vor allem in unserem Kopf. Weil wir unseren Gedanken glauben – und unsere Gedanken unsere Emotionen erzeugen, positive wie negative. In diesem Interview lernen wir eine Methode kennen, mit der wir ab sofort innerhalten können, wenn wir uns gestresst fühlen und/oder negativ empfundene Emotionen wie Wut, Angst, Sorge u.ä. in uns hochkommen. Die Methode nennt sich The Work.

  • Mit The Work finden wir zunächst die hinter diesen Emotionen steckenden Gedanken.
  • Und diese Gedanken können wir dann mit 4 ganz einfachen Fragen untersuchen.
  • Und am Schluss dieses kurzen Prozesses probieren wir noch, die Gedanken „umzukehren“.

Das ist ganz unkompliziert – aber unheimlich spannend und gleichzeitig entspannend 😉 Schon nach wenigen Malen „worken“ wird uns bewusst, dass so viel Drama (wie die Erfinderin von The Work, Byron Katie es nennt) wirklich nur dadurch entsteht, wie wir über unsere Kinder, unseren Partner, Situationen, das Leben o.ä. denken. Und wir erkennen (oft mit einem Lächeln im Gesicht): Oh, irgendwie sind diese Gedanken ja gar nicht so richtig haltbar, wenn wir sie näher untersuchen. Sie sind gar nicht so wirklich wahr. Wir können die Gedanken loslassen und anderen, entspannenderen Gedanken Platz machen. Und schwupp, entspannt sich unser Kopf und das Drama verschwindet wie von Zauberhand 😉

Das Schöne ist: wir werden so nicht nur viel gelassener, sondern wir gehen natürlich auch anders mit stressenden Situationen um. Und damit auch mit unseren Kindern (und natürlich auch mit uns selbst und anderen Menschen). Wir können Situationen, in denen es zuvor häufig Zoff gab, nun viel entspannter betrachten und lösen. Wir bleiben viel mehr in Kontakt mit unseren Kindern, wir bleiben viel mehr verbunden.

Mit Nicola Uthmann