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Prof. Dr. Eva Rass 2016-10-14T13:57:52+00:00

Prof. Dr. Eva Rass

Das Interview – am Freitag, 30.09.2016

Mit spätestens einem Jahr in die Kita? Über die Risiken der frühkindlichen Fremdbetreuung

Interview verpasst? Zum Kongresspaket…

Es wird zur Normalität, dass Kinder mit spätestens einem Jahr in die Kita kommen. Jedes Kind zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr hat sogar einen einklagbaren Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. Doch welche Folgen hat eine frühkindliche Fremdbetreuung für die Entwicklung unsere Kinder? Wie fühlt sich ein 15 Monate altes Kind, das 40 Stunden in der Woche fremdbetreut wird und nur morgens und abends die Eltern um sich hat?

Frau Prof. Dr. Rass bewertet die frühkindliche Fremdbetreuung anhand der Bindungs- und Entwicklungspsychologie von Kindern, zitiert Studien und gibt klare Ratschläge, mit wie viel Jahren unsere Kinder wie viele Stunden pro Woche fremdbetreut werden sollten, damit die Kinder nicht unter den Nachteilen einer frühkindlichen Fremdbetreuung leiden.

Prof. Dr. Eva Rass im Interview mit Nicole Kikillus

Zur Person

Eva Rass

Prof. Dr. Eva Rass ist Honorarprofessorin der Hochschule Mannheim, Doktor der Erziehungswissenschaften, Grund- und Hauptschullehrerin und Analytische Kinder- und  Jugendlichen-Psychotherapeutin. In ihrer Praxis bietet sie  Einzel- und  Gruppentherapie,  kindzentrierte Familiengespräche,  Säugling/Kleinkind-Mutter/Eltern-Psychotherapie,  psycho-edukative Beratung und Supervision an.  Frau Dr. Rass übt Lehrtätigkeiten an verschiedenen Institutionen aus: Ärztliche Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen e.V. München,  Pädagogische Hochschule Heidelberg, Hochschule Mannheim (Fakultät Sozialwesen), Institut für Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Heidelberg, Institut für Psychoanalyse und Analytische Psychotherapie Würzburg e. V.

Frau Rass ist Mama einer Tochter.

Bücher

Bindung und Sicherheit im Lebenslauf

Bindung und Sicherheit im Lebenslauf. Psychodynamische Entwicklungspsychologie

Eva Rass beschreibt die Entwicklung der menschlichen Psyche von der Schwangerschaft bis ins hohe Alter. Sie stellt die verschiedenen Phasen des Lebens als ein Kontinuum dar und zeigt, dass die Wege der Lebensgestaltung selbst im Erwachsenenalter unmittelbar von der aktiven Ausformung bestimmt sind: »Nichts fällt vom Himmel.«

Eva Rass beantwortet die hoch umstrittene Frage, was entscheidender ist, Umweltfaktoren oder Genetik, so: Die Struktur des entstehenden menschlichen Gehirns ist eine Widerspiegelung der gelebten Erfahrung. Besonders die ersten 18 Monate sind von größter Bedeutung; der Affektregulation und der Qualität der Bindung kommen dabei eine Schlüsselrolle zu. Das Buch beginnt mit der Biologie der Schwangerschaft. Es stellt dann die folgenden Phasen des Lebens als ein Kontinuum dar.
Es wird deutlich, dass die Lebensgestaltung selbst im Erwachsenenalter von der aktiven Ausformung bestimmt ist.

Die erfahrene Kindertherapeutin Eva Rass erarbeitet eine Synthese der neuesten Entwicklungen in Bindungs- und Affektregulationstheorie, sozialer Neurowissenschaft und entfaltungsorientierter Psychoanalyse. Ihre Befunde sind, wie sie zeigt, evidenzbasiert.

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Kongresspaket 2016

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42 Kommentare zu "Prof. Dr. Eva Rass"

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Isabelle Vorst

Irgendwie hat meine Veroeffentlichung nicht geklappt. Wo ist das Interview, welches noch vor einem Monat circa bisher frei zugaenglich auf YouTube zu finden war, exakt mit dem gleichen Intro die hier, wir brauchen es bitte wieder frei zugaenglich fuer unsere Aufklaerungsarbeit!! Und ich Mo echte gerne auch das urspruengliche, wo ist das hin?! Bitte helft uns zu verstehen, das da passiert ist….

Christian

Habe versucht, Dir eine Mail zu schreiben. Leider scheint die Mailadresse nicht zu existieren. Bitte schreibe uns eine Mail über den Menüpunkt „Kontakt“ rechts oben. VG, Christian

Jutta
Liebe Kiki, lieber Christian, vielen Dank für den gesamten wunderbaren Kinder-Gesundheitskongress und insbesondere für Euren Mut, das in der Tat „heiße Eisen“ der heute leider gängigen und viel zu frühen Fremdbetreuung unserer Kinder anzufassen und das tolle Interview mit Frau Prof. Dr. Eva Rass! Obwohl meine eigenen Söhne schon fast junge Erwachsene sind – und ich das Glück hatte, sie in den ersten 3 Lebensjahren zu Hause selbst betreuen zu „dürfen“ und sie anschließend einen Halbtagskindergarten und eine Halbtagsgrundschule (so etwas gibt es mittlerweile ja fast nicht einmal mehr) besuchen durften – liegt mir das Thema sehr am Herzen, da… Read more »
Kathinka

Hallo, vielen Dank für den spannenden wissenschaftlich fundierten Beitrag. Leider ist am Schluss zu kurz gekommen, was denn nun eine gute Kita ausmacht, wenn man denn drauf zurück greifen muss. Also das unter 18 MOnaten nichts gut genug ist, ist klar geworden, aber was macht dann eine gute Kita aus? Woran erkenne ich die 2-8% guten Einrichtungen, die es in Deutschland gibt?
Viele Grüße

Stefanie
Liebe KIKI, lieber Christian, vielen Dank für dieses mutige Interview! Ich denke auch, dass es irgendwie veröffentlicht werden sollte, um diesen wissenschaftlich fundierten Überblick zu verbreiten! Dieses eigentlich alte Wissen ist tief in unserer Intuition verankert- ich kenne keine Mama, die ihr 1-jähriges Kind mit einem guten Bauchgefühl in der Kita lässt- doch brauchen wir in unserer oft so kranken Gesellschaft die Wissenschaft im Rücken, um für diese Menschlichkeit einzuStehen! Ich empfinde diese eindeutigen wissenschaftlichen Ergebnisse als sehr hilfreich, trotz des eigenen „Quatschis“ im Kopf, der Familie, Freunden, Kollegen und manchmal auch des eigenen Partners, zu diesem Wissen zu stehen… Read more »
ANJELI BYRNE

MEIN DANK GEHT AN FRAU EVA RASS UND ALLE; DIE DIESES VIDEO MÖGLICH GEMACHT HABEN. BIN INZWISCHEN AUCH EINE GROSSE MUTTER UND HABE MEIN KIND “ NUR AUS DEM BAUCH HERAUS “ ERZOGEN…….UND SIEHE , ES WAR GARNICHT SO VERKEHRT ! – – – ABER LETZTENDLICH KÖNNEN WIR DIESE TIEFGEHENDEN PROBLEMATIK NUR LÖSEN , WENN WIR DIE POLITISCHEN STRUKTUREN VERÄNDERN ! ! !

Andrea
Liebe Kiki, Danke für dieses wertvolle, aufklärende und schockierende Interview! Ja, es sollte alle Eltern erreichen, es ist so bewegend und überzeugend! Ich denke, es sollte nicht nur unter „Kita“ auf YouTube gestellt werden, sondern auch in Fachzeitschriften wesentlich veröffentlich werden – und – es sollte unbedingt auf politischer Ebene diskutiert und verhandelt werden! Ich fordere mehr Anrechnung für die Pensionsjahre für Mütter und Väter, die zu Hause bleiben, denn es ist kein 8-Stunden-Job, sondern ein 24-Stunden-Job! Langsam bekommt der Staat ja nun doch seine gierigen Sparmaßnahmen durch Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft zu spüren: Die Burnout-Zahlen gehen rasant in die… Read more »
Corinna

Vielen lieben Dank für diesen Beitrag. Er bestätigt nun auf wissenschaftlicher Basis, was jede Mama in ihrem Herzen weiß:-) Ich bin im nachhinein immer noch sehr froh darüber, dass ich die Möglichkeit hatte, alle meine 4 Kinder jeweils bis zum Alter von drei Jahren daheim zu haben. Lernen, leisten und funktionieren müssen sie noch lange genug. Dies ist wirklich ein besonderer Kongress!!!

Gudrun
liebe Kiki, lieber Christian, ich gratuliere und danke euch für euren Mut dieses Interview ins Netz zu setzen. Teilweise hat mir das Herz geschmerzt zu hören, wieviel nachweisbaren Stress diese wunderbaren kleinen Wesen haben, wenn sie schon so früh fremdbetreut werden. Ich bin schon „Große Mutter“ und diskutiere immer wieder mit jungen Müttern, deren Kinder in die Kita gehen, wie wertvoll und gesünder (auch für ihre emotionale Entwicklung) es für die Kleinen ist möglichst lange zu Hause zu bleiben. Hier höre ich dann immer wieder, von der Politik vorgekaute Argumente, von wegen frühzeitiges erlernen sozialer Kompetenz, das Kind hat ein… Read more »
Heidrun

Herzlichen Dank für die wissenschaftliche Bestätigung meines Gefühls,. Ich kann jetzt endlich Müttern, die sich trauen, bis zum 3.:Lebensjahr ihrer Schätze daheimzubleiben, mit sauberen Argumenten den Rücken stärken

Manuela

Ein ganz besonderes und wertvolles Interview, auf das ich mich sehr gefreut habe und mir zeigt, dass es richtig war, meine Kinder erst mit drei bzw 3 1/2 in den Kindergarten zu geben… Ich bedanke mich für die Worte, da ich oft durch das Umfeld schief angeschaut wurde… auch ich bin dafür, dass dieses Interview veröffentlicht, geteilt wird, damit es möglich viele Menschen erreicht. Vielen dank

Nadja
Vielen Dank für die vielen wissenschaftlich fundierten Informationen. Ich habe beruflich sehr viel mit U3 Kindern gearbeitet, u.a. auch in einer Kita. Aus einer Gruppe von 10 Kindern konnten 4 noch nicht laufen. Viele Kinder blieben von morgens bis nachmittags – auch zum Mittagsschlaf dort. Die 2 jährigen holten sich selbstständig ihre Kuscheltiere aus dem Schrank und legten sich in ihre Bettchen. Sie konnten auch schon den Tisch abräumen. Eine 2-wöchige Eingewöhnungszeit mit täglichem Weinen wurde von den Erzieherinnen als „normal“ angesehen. Einer Zweijährigen wurde gesagt, sie mache nur Theater und würde spielen, weil sie nach ihrer Mama schrie. Die… Read more »
Jennifer Hein

Das ist furchtbar, ich hab ähnliche Erfahrungen gemacht 🙁

Manuela

Ohhh man… das macht mich traurig

Annette
Ich bin Erzieherin und habe 2 Jahre lang in einer Krippe gearbeitet. Ich kann dieses Video nur bestätigen. Habe dort schreckliche Erfahrungen machen müssen und immer wieder wusste ich, dass Kinder ab 1 Jahr gar nicht gruppenfähig sind!! In der Eingewöhnungszeit haben sie um ihr Leben geschrieen, sobald sich die Mutter von ihnen entfernt hat. Haben dann meistens nur an der Tür gestanden und darauf gewartet, bis diese aufgeht in dem sehnlichsten Wunsch, dass die Mutter wieder hereinkommt. Einige Kinder haben wochenlang durchgeschrieen, bis sie letztendlich aufgegeben und sich angepasst haben Es hat mir das Herz gebrochen, so dass ich… Read more »
Manuela

Wie traurig

Anne

Danke, danke, und noch mals danke hier für die klaren Worte. Ich hatte bisher nur eine Studienfilm aus der DDR Zeit gesehen welcher eigendlich ein Propagandafilm für die KITA werden sollte, der dann aber nicht veröffendlicht wurde, da einfach das Gegenteil bei den Dreharbeiten zu Tage kam. Schon bei dem Film hat es mich jetzt gegruselt.
Jetzt durch ihr Video wird es mir noch klarer. Was wir den Kindern damit antun. Ich betreue meine beiden Enkel, damit meine Tochert ihr Studium beenden kann und habe ihnen somit die KITA erspart.
Dieses Video muss einfach mehr in die Öffendlichkeit!!!

Sigrid

Ein echt toller, aufschlussreicher Beitrag. Ich bin um einiges schlauer geworden und sehe das inzwischen, als Oma einer 20 Monate alten Enkeltochter, mit ganz neuen Augen. Ich bin so dankbar für diesen wundervollen Beitrag und kann ebenfalls nur bitten, dieses Interview dauerhaft online zu stellen, damit mehr Eltern es sich ansehen können und vorallem zu Herzen nehmen.

Jenniffer
Liebe Kiki, ein großartiges Interview, das ich mir natürlich gleich heute morgen um 9 Uhr angesehen habe. Jetzt ist mein Sohn (den ich komplett selbst und ständig betreue 😉 ) im Bett und ich habe Zeit, hier ebenfalls einen Kommentar zu hinterlassen. Wow! Ich hab mich so gefreut auf das Interview und ich wurde nicht enttäuscht. Ich beschäftige mich auf meinem Blog mit genau diesem Thema. Und ich setze mich dafür ein, dass ein Kind in den ersten drei Lebensjahren zu seiner Mutter (im Idealfall) gehört, oder von einer weiteren nahestehenden Person betreut wird. Sind wir mal ehrlich: auch eine… Read more »
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