Prof. Dr. Eva Rass 2016-10-14T13:57:52+00:00

Prof. Dr. Eva Rass

Das Interview – am Freitag, 30.09.2016

Mit spätestens einem Jahr in die Kita? Über die Risiken der frühkindlichen Fremdbetreuung

Interview verpasst? Zum Kongresspaket…

Es wird zur Normalität, dass Kinder mit spätestens einem Jahr in die Kita kommen. Jedes Kind zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr hat sogar einen einklagbaren Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. Doch welche Folgen hat eine frühkindliche Fremdbetreuung für die Entwicklung unsere Kinder? Wie fühlt sich ein 15 Monate altes Kind, das 40 Stunden in der Woche fremdbetreut wird und nur morgens und abends die Eltern um sich hat?

Frau Prof. Dr. Rass bewertet die frühkindliche Fremdbetreuung anhand der Bindungs- und Entwicklungspsychologie von Kindern, zitiert Studien und gibt klare Ratschläge, mit wie viel Jahren unsere Kinder wie viele Stunden pro Woche fremdbetreut werden sollten, damit die Kinder nicht unter den Nachteilen einer frühkindlichen Fremdbetreuung leiden.

Prof. Dr. Eva Rass im Interview mit Nicole Kikillus

Zur Person

Eva Rass

Prof. Dr. Eva Rass ist Honorarprofessorin der Hochschule Mannheim, Doktor der Erziehungswissenschaften, Grund- und Hauptschullehrerin und Analytische Kinder- und  Jugendlichen-Psychotherapeutin. In ihrer Praxis bietet sie  Einzel- und  Gruppentherapie,  kindzentrierte Familiengespräche,  Säugling/Kleinkind-Mutter/Eltern-Psychotherapie,  psycho-edukative Beratung und Supervision an.  Frau Dr. Rass übt Lehrtätigkeiten an verschiedenen Institutionen aus: Ärztliche Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen e.V. München,  Pädagogische Hochschule Heidelberg, Hochschule Mannheim (Fakultät Sozialwesen), Institut für Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Heidelberg, Institut für Psychoanalyse und Analytische Psychotherapie Würzburg e. V.

Frau Rass ist Mama einer Tochter.

Bücher

Bindung und Sicherheit im Lebenslauf

Bindung und Sicherheit im Lebenslauf. Psychodynamische Entwicklungspsychologie

Eva Rass beschreibt die Entwicklung der menschlichen Psyche von der Schwangerschaft bis ins hohe Alter. Sie stellt die verschiedenen Phasen des Lebens als ein Kontinuum dar und zeigt, dass die Wege der Lebensgestaltung selbst im Erwachsenenalter unmittelbar von der aktiven Ausformung bestimmt sind: »Nichts fällt vom Himmel.«

Eva Rass beantwortet die hoch umstrittene Frage, was entscheidender ist, Umweltfaktoren oder Genetik, so: Die Struktur des entstehenden menschlichen Gehirns ist eine Widerspiegelung der gelebten Erfahrung. Besonders die ersten 18 Monate sind von größter Bedeutung; der Affektregulation und der Qualität der Bindung kommen dabei eine Schlüsselrolle zu. Das Buch beginnt mit der Biologie der Schwangerschaft. Es stellt dann die folgenden Phasen des Lebens als ein Kontinuum dar.
Es wird deutlich, dass die Lebensgestaltung selbst im Erwachsenenalter von der aktiven Ausformung bestimmt ist.

Die erfahrene Kindertherapeutin Eva Rass erarbeitet eine Synthese der neuesten Entwicklungen in Bindungs- und Affektregulationstheorie, sozialer Neurowissenschaft und entfaltungsorientierter Psychoanalyse. Ihre Befunde sind, wie sie zeigt, evidenzbasiert.

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42 Kommentare

  1. Isabelle Vorst 5. Juli 2017 um 3:14 Uhr- Antworten

    Irgendwie hat meine Veroeffentlichung nicht geklappt. Wo ist das Interview, welches noch vor einem Monat circa bisher frei zugaenglich auf YouTube zu finden war, exakt mit dem gleichen Intro die hier, wir brauchen es bitte wieder frei zugaenglich fuer unsere Aufklaerungsarbeit!! Und ich Mo echte gerne auch das urspruengliche, wo ist das hin?! Bitte helft uns zu verstehen, das da passiert ist….

    • Christian 5. Juli 2017 um 10:02 Uhr- Antworten

      Habe versucht, Dir eine Mail zu schreiben. Leider scheint die Mailadresse nicht zu existieren. Bitte schreibe uns eine Mail über den Menüpunkt „Kontakt“ rechts oben. VG, Christian

  2. Jutta 3. Oktober 2016 um 23:59 Uhr- Antworten

    Liebe Kiki, lieber Christian, vielen Dank für den gesamten wunderbaren Kinder-Gesundheitskongress und insbesondere für Euren Mut, das in der Tat „heiße Eisen“ der heute leider gängigen und viel zu frühen Fremdbetreuung unserer Kinder anzufassen und das tolle Interview mit Frau Prof. Dr. Eva Rass!
    Obwohl meine eigenen Söhne schon fast junge Erwachsene sind – und ich das Glück hatte, sie in den ersten 3 Lebensjahren zu Hause selbst betreuen zu „dürfen“ und sie anschließend einen Halbtagskindergarten und eine Halbtagsgrundschule (so etwas gibt es mittlerweile ja fast nicht einmal mehr) besuchen durften – liegt mir das Thema sehr am Herzen, da ich diese Entwicklung nicht nur für ein ganz wichtiges persönliches sondern auch für ein gesamtgesellschaftliches (und nicht zuletzt politisches) Problem halte.
    Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz wird im scheinheiligen Namen des vermeintlichen „Kindeswohles“ (die vorgeschoben Pseudo-Argumente wie frühkindliche Bildung, Sozialverhalten etc. wurden im Interview sehr überzeugend entkräftet) eine politisch und wirtschaftlich gewollte frühe Fremdbetreuung propagiert, die eine massive und massenhafte Seelen- & Körperverletzung an Kindern (und Müttern!) anrichtet, eine Entfremdung von Eltern und Kindern befördert, Mütter/Eltern massiv verunsichert (das Bauchgefühl sagt nämlich in der Regel das Gegenteil) und die (Arbeits-)Leistung von Müttern/Vätern quasi für wertlos erklärt.
    Es wundert mich immer wieder, dass der Aufschrei der betroffenen Eltern nicht viel viel lauter ist!
    Unsere Kinder, die kleinen großen Meister der Anpassung, können sich nicht wehren – wir Eltern müssen es als Anwälte unserer Kinder tun!
    Vielen Dank & großes Lob an Euch!!

  3. Kathinka 2. Oktober 2016 um 22:02 Uhr- Antworten

    Hallo, vielen Dank für den spannenden wissenschaftlich fundierten Beitrag. Leider ist am Schluss zu kurz gekommen, was denn nun eine gute Kita ausmacht, wenn man denn drauf zurück greifen muss. Also das unter 18 MOnaten nichts gut genug ist, ist klar geworden, aber was macht dann eine gute Kita aus? Woran erkenne ich die 2-8% guten Einrichtungen, die es in Deutschland gibt?
    Viele Grüße

    • Kiki 2. Oktober 2016 um 22:12 Uhr- Antworten

      Hallo Kathinka,

      was eine gute Kita ausmacht ist schwierig, denn wie Frau Rass erzählt hat, kann der Betreuungsschlüssel auf dem Blatt gut aussehen, doch was dann in der Praxis passiert, ist etwas ganz anderes. Für mich wäre es wichtig, dass die Erzieher nicht ständig wechseln, so dass die Kinder die Möglichkeit haben, eine Bindung zu den Erziehern aufzubauen. Wahrscheinlich ist es hier auch wieder wichtig, auf sein Bauchgefühl zu hören.
      Aber so weit ich das noch in Erinnerung habe ist es auch so, dass Kita über 18 Monate immer noch nicht gut ist fürs Kind und dass eine gute Kita das auch nicht wett machen kann. Erst wenn die Kinder älter sind, dann hat die Qualität der Kita einen Einfluss auf die Kinder.

      LG, KIKI

  4. Stefanie 1. Oktober 2016 um 15:07 Uhr- Antworten

    Liebe KIKI, lieber Christian, vielen Dank für dieses mutige Interview! Ich denke auch, dass es irgendwie veröffentlicht werden sollte, um diesen wissenschaftlich fundierten Überblick zu verbreiten! Dieses eigentlich alte Wissen ist tief in unserer Intuition verankert- ich kenne keine Mama, die ihr 1-jähriges Kind mit einem guten Bauchgefühl in der Kita lässt- doch brauchen wir in unserer oft so kranken Gesellschaft die Wissenschaft im Rücken, um für diese Menschlichkeit einzuStehen! Ich empfinde diese eindeutigen wissenschaftlichen Ergebnisse als sehr hilfreich, trotz des eigenen „Quatschis“ im Kopf, der Familie, Freunden, Kollegen und manchmal auch des eigenen Partners, zu diesem Wissen zu stehen und die daraus folgende Entscheidung zu leben- nämlich nicht zu arbeiten, wenn das Kind 1 Jahr alt ist, sondern länger zu Hause zu bleiben oder noch besser, sich die Arbeit zu teilen und lange nur so viel zu arbeiten, wie es wirklich notwendig ist- bis die Kinder von sich aus bereit sind, zeitweise aus dem Nest zu fliegen 😉
    Vielleicht öffnet es sogar immer mehr Menschen die Augen, denn keine Mama, kein Papa kann das allein schaffen. Wir brauchen unser Umfeld, die Mitmenschen als Unterstützung!

    Herzlichen Dank!

  5. ANJELI BYRNE 1. Oktober 2016 um 12:08 Uhr- Antworten

    MEIN DANK GEHT AN FRAU EVA RASS UND ALLE; DIE DIESES VIDEO MÖGLICH GEMACHT HABEN. BIN INZWISCHEN AUCH EINE GROSSE MUTTER UND HABE MEIN KIND “ NUR AUS DEM BAUCH HERAUS “ ERZOGEN…….UND SIEHE , ES WAR GARNICHT SO VERKEHRT ! – – – ABER LETZTENDLICH KÖNNEN WIR DIESE TIEFGEHENDEN PROBLEMATIK NUR LÖSEN , WENN WIR DIE POLITISCHEN STRUKTUREN VERÄNDERN ! ! !

  6. Andrea 1. Oktober 2016 um 2:33 Uhr- Antworten

    Liebe Kiki,

    Danke für dieses wertvolle, aufklärende und schockierende Interview! Ja, es sollte alle Eltern erreichen, es ist so bewegend und überzeugend! Ich denke, es sollte nicht nur unter „Kita“ auf YouTube gestellt werden, sondern auch in Fachzeitschriften wesentlich veröffentlich werden – und – es sollte unbedingt auf politischer Ebene diskutiert und verhandelt werden! Ich fordere mehr Anrechnung für die Pensionsjahre für Mütter und Väter, die zu Hause bleiben, denn es ist kein 8-Stunden-Job, sondern ein 24-Stunden-Job! Langsam bekommt der Staat ja nun doch seine gierigen Sparmaßnahmen durch Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft zu spüren: Die Burnout-Zahlen gehen rasant in die Höhe, es folgen hohe Kosten für Rehabilitation, die mindestens 6-18 Monate dauert! Die Rückfallquote ist sehr hoch! Ein Drittel der Bevölkerung leidet an Depressionen, die Arbeit fällt schwer oder ist dadurch gar nicht mehr möglich! Immer jüngere Menschen sterben an Krebs! Unter der Stressüberbelastung gehen heute viele Ehen schief, was nicht nur ein Mehr an Belastung der Alleinerziehenden bedeutet, die nach wie vor dominant weiblichen Geschlechts sind – auch Männer leiden darunter. Denn sie müssen auf einmal selbst einen Singlehaushalt bewältigen, dadurch, dass ihnen durch zu viel Stress (oder verminderte Stressbelastbarkeit!) die Familie zerbrochen ist und sie nun plötzlich 2 Jobs haben: Hausmann und Beruf! Auch bedeuten zerbrochene Familien für den Staat geringere Einsatz- und Leistungskraft der Männer und Frauen, weniger Engagement, also letztlich weniger Profit! Warum dann noch mehr Stressschäden bei Kleinkindern unter 3 erzeugen, noch weniger Stressbelastbarkeit und noch mehr Krankheitsfälle in Zukunft!? So kann man die Wirtschaft mit einer irreversibel krank gemachten, unter Stress zusammenbrechenden Gesellschaft wirklich ins Bodenlose ruinieren! Das sollte sie eigentlich hochgradig interessieren und alarmieren, ehe sie sich über sinkende Zahlen wundern muss! Die gute Seite an der materiell orientierten Wirtschaftsgier ist, dass die Menschen durch Burnout in andere Bereichen flüchten und Hilfe suchen, oft ist das Meditation, Kunst, Natur oder Spiritualität sowie das Thema Aussteigen ;-). Die materielle Gier unseres Wirtschaftssystems ist längstens zum Verursacher einer massiven spirituellen Welle in unserer Gesellschaft geworden. Leider bleiben bestimmte „Schichten“ davon unberührt und ich vermute, dass wir in Kürze eine 2-Gesellschaft haben werden: Eine spirituelle, glückliche sowie friedvolle und eine materielle, niemals zufrieden zu stellende, gierige, machthaberische, ewig unglückliche und aggressive Welt.

    Es herrscht teils vollkommene Unwissenheit seitens der entscheidenden Politiker, was hier mit Kita wirklich geschieht! Es braucht viel mehr Aufklärung und die hat Frau Prof. Rass hier wirklich umfassend und hoch konzentriert geliefert! Ich denke, dass das Wichtigste ist, diese wertvollen Informationen von Frau Prof. Rass zusammenzufassen und mit einer Unterschriftenaktion an die entscheidenden Politiker (Familienministerium, Unterrichtsministerium, Bundeskanzler etc.) zu übermitteln und eine Diskussion in der Öffentlichkeit zu „starten“. Es geht nicht nur um Kita, es geht auch darum, wie sehr die Kinder in der Volksschule und auch im Gymnasium ihrer Freizeit beraubt werden, zu versklavten Stubenhockern in gekrümmter Schreibtischhaltung verkümmern (Man sehe sich mal nur die verkümmerte Beinmuskulatur von Kindern und Jugendlichen an, es wundert mich, dass Schulärzte nicht viel mehr Alarm schlagen, denn diese Erscheinung bedeutet eine krasse Verminderung der Lebensenergie unserer Kinder, sichtbar am Energiefluss auf dem Nierenmeridian, der für die Ausbildung der Beinmuskulatur entscheidend ist!) oder durch zu lange Stundenpläne und Nachmittagsunterricht ohne Essen krank gemacht werden – auch das ist purer Stress und ein Vergehen an unseren Kindern!

    Nun liebe Kiki, ich sagte es Dir ja schon vor langer Zeit, dass Eure Arbeit wichtiger als jeglicher andere Beruf auf dieser Welt werden wird, und ich denke, jetzt ist es schon so weit und speziell mit diesem Interview wird klar, wie sehr dieser Satz nun wie ein Bombe einschlägt! Schön, wie viele Stimmen sich über dieses Interview so emotional geäußert haben – Ihr seht, welch ein Feuer dahinter steckt: Das Feuer der Liebe für die Kleinen, die vor der Gier eines rücksichtslos blinden Systems beschützt werden müssen! Es sind UNSERE Kinder und es ist DEREN Leben, das es zu beschützen gilt, letztlich auch im Interesse des Staates und der Wirtschaft, die noch viel lernen muss, was PROFUNDES WISSEN und das UMDENKEN anbelangt: Der Mensch ist eben keine endlos „ausbeutbare“ Arbeitsmaschine, sondern ein komplexes Wesen, das, wenn es in guter „Form“ ist, wesentlich mehr leisten kann, als eine Maschine ;-)). Daran sollte die Wirtschaft höchstes Interesse haben, denn nur mit energievollen, belastbaren, gesunden und kreativen Menschen lässt sich ein konkurrenzfähiges System erhalten oder auch erweitern!

    Dass man durch die Kita „manipulierbare Wesen erschaffen/erziehen“ könne, halte ich persönlich für absoluten Schwachsinn! Es wird immer wieder Menschen geben, die einen evtl. eingeengten Horizont durchbrechen, egal, wie man vorher auf sie eingewirkt hat. Der menschliche Geist ist eben ein „Kind der kosmischen Energie“ und die wirkt falschen gesellschaftlichen Vorstellungen und kranken Manipulationen immer wieder entgegen und korrigiert diese Schritte, die in ein unwürdiges Dasein führen könnten – der Mensch ist eben keine Arbeitsmaschine, kein hirnloser Sklave, sondern geboren als ein frei denkendes göttliches Wesen und das ist etwas, das keine Gesellschaft je zerstören wird, es sei denn, der Mensch vernichtet jegliches menschliche Leben auf dieser Erde. Je mehr Druck auf die Menschen ausgeübt wird, je mehr der Staat die Kinder kontrollieren will, desto mehr Menschen steigen aus und schicken die Kinder nicht mehr in die Schule. Allein das beweist ja heute schon, dass das nicht funktioniert! ;-))

    Ich wünsche Euch von Herzen allen Erfolg für Eure so wichtige Arbeit!

    Alles Liebe!

    Andrea

  7. Corinna 1. Oktober 2016 um 0:07 Uhr- Antworten

    Vielen lieben Dank für diesen Beitrag. Er bestätigt nun auf wissenschaftlicher Basis, was jede Mama in ihrem Herzen weiß:-) Ich bin im nachhinein immer noch sehr froh darüber, dass ich die Möglichkeit hatte, alle meine 4 Kinder jeweils bis zum Alter von drei Jahren daheim zu haben. Lernen, leisten und funktionieren müssen sie noch lange genug. Dies ist wirklich ein besonderer Kongress!!!

  8. Gudrun 30. September 2016 um 23:44 Uhr- Antworten

    liebe Kiki, lieber Christian,
    ich gratuliere und danke euch für euren Mut dieses Interview ins Netz zu setzen. Teilweise hat mir das Herz geschmerzt zu hören, wieviel nachweisbaren Stress diese wunderbaren kleinen Wesen haben, wenn sie schon so früh fremdbetreut werden. Ich bin schon „Große Mutter“ und diskutiere immer wieder mit jungen Müttern, deren Kinder in die Kita gehen, wie wertvoll und gesünder (auch für ihre emotionale Entwicklung) es für die Kleinen ist möglichst lange zu Hause zu bleiben. Hier höre ich dann immer wieder, von der Politik vorgekaute Argumente, von wegen frühzeitiges erlernen sozialer Kompetenz, das Kind hat ein Recht auf einen Kitaplatz, ( es lernt ja schließlich schon für die Schule 🙁 ) die soziale Absicherung der Mutter ist ja auch wichtig usw, desöfteren steht sogar das Einkommen im Vordergrund (wir wollen uns ja was leisten können)… und schließlich beschweren sich die Eltern, dass sie auf Grund eines doppelten Einkommens stark erhöte Kindergartenbeiträge zahlen müssen…..
    ich glaube, dass es vielen Eltern gar nicht bewußt ist das sie ihren Kindern eher schaden. Alle Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind und es wird Zeit, das dieses Wissen mehr in der Öffentlichkeit verbreitet wird und vor allem das junge Familien finanziell mehr unterstützt werden und sie es sich erlauben können das ein Elternteil in den wichtigsten Lebensjahren des Kindes zu Hause bleiben kann.
    Nochmals vielen Dank euch und Frau Prof. Dr. Eva Rass für diesen Augen öffnenden Beitrag!!!!!
    Ein MUSS für alle werdenen Eltern.

  9. Heidrun 30. September 2016 um 23:12 Uhr- Antworten

    Herzlichen Dank für die wissenschaftliche Bestätigung meines Gefühls,. Ich kann jetzt endlich Müttern, die sich trauen, bis zum 3.:Lebensjahr ihrer Schätze daheimzubleiben, mit sauberen Argumenten den Rücken stärken

  10. Manuela 30. September 2016 um 22:36 Uhr- Antworten

    Ein ganz besonderes und wertvolles Interview, auf das ich mich sehr gefreut habe und mir zeigt, dass es richtig war, meine Kinder erst mit drei bzw 3 1/2 in den Kindergarten zu geben… Ich bedanke mich für die Worte, da ich oft durch das Umfeld schief angeschaut wurde… auch ich bin dafür, dass dieses Interview veröffentlicht, geteilt wird, damit es möglich viele Menschen erreicht. Vielen dank

  11. Nadja 30. September 2016 um 22:34 Uhr- Antworten

    Vielen Dank für die vielen wissenschaftlich fundierten Informationen. Ich habe beruflich sehr viel mit U3 Kindern gearbeitet, u.a. auch in einer Kita. Aus einer Gruppe von 10 Kindern konnten 4 noch nicht laufen. Viele Kinder blieben von morgens bis nachmittags – auch zum Mittagsschlaf dort. Die 2 jährigen holten sich selbstständig ihre Kuscheltiere aus dem Schrank und legten sich in ihre Bettchen. Sie konnten auch schon den Tisch abräumen. Eine 2-wöchige Eingewöhnungszeit mit täglichem Weinen wurde von den Erzieherinnen als „normal“ angesehen. Einer Zweijährigen wurde gesagt, sie mache nur Theater und würde spielen, weil sie nach ihrer Mama schrie. Die Mama von ihr tauchte jeden Tag auf mit schlimmsten Gewissensbissen, weil sie nämlich eigentlich ein gutes Bauchgefühl gehabt hat, aber nicht darauf gehört hat und ihr von den Erzieherinnen auch eher suggeriert wurde, dass alles o.k. sei. Eine älteren Erzieherin mit 30 Jahren Berufserfahrung fragte ich, was sie von der U3 Kita hielte. Sie zuckte mit den Achseln und meinte, was sie denn sagen solle, es sei hier ihr Arbeitsplatz, sie habe es aber mit den eigenen Kindern anders gemacht. Soweit aus der Praxis. Ich habe dann nach 6 Wochen gekündigt, weil ich so mit den Kindern mitgelitten habe und habe mir gedacht, dass wir hier eine frühkindlich traumatisierte Gesellschaft kreieren. Aber vielleicht ist das ja auch gewollt.

    • Manuela 30. September 2016 um 22:50 Uhr- Antworten

      Ohhh man… das macht mich traurig

    • Jennifer Hein 30. September 2016 um 23:48 Uhr- Antworten

      Das ist furchtbar, ich hab ähnliche Erfahrungen gemacht 🙁

  12. Annette 30. September 2016 um 21:16 Uhr- Antworten

    Ich bin Erzieherin und habe 2 Jahre lang in einer Krippe gearbeitet. Ich kann dieses Video nur bestätigen. Habe dort schreckliche Erfahrungen machen müssen und immer wieder wusste ich, dass Kinder ab 1 Jahr gar nicht gruppenfähig sind!! In der Eingewöhnungszeit haben sie um ihr Leben geschrieen, sobald sich die Mutter von ihnen entfernt hat. Haben dann meistens nur an der Tür gestanden und darauf gewartet, bis diese aufgeht in dem sehnlichsten Wunsch, dass die Mutter wieder hereinkommt. Einige Kinder haben wochenlang durchgeschrieen, bis sie letztendlich aufgegeben und sich angepasst haben Es hat mir das Herz gebrochen, so dass ich meine Tätigkeit als Krippenerzieherin beenden musste und nun mit älteren Kitakindern arbeite. Ich finde es so furchtbar, dass den Eltern heutzutage von unseren Politikern der Krippenplatz ab 1 Jahr und sogar noch früher schmackhaft gemacht wird. Ist einfach nur schrecklich!!!! Ich plädiere auch dafür, dass dieses Video veröffentlicht wird. Danke!

    • Manuela 30. September 2016 um 22:37 Uhr- Antworten

      Wie traurig

  13. Anne 30. September 2016 um 20:51 Uhr- Antworten

    Danke, danke, und noch mals danke hier für die klaren Worte. Ich hatte bisher nur eine Studienfilm aus der DDR Zeit gesehen welcher eigendlich ein Propagandafilm für die KITA werden sollte, der dann aber nicht veröffendlicht wurde, da einfach das Gegenteil bei den Dreharbeiten zu Tage kam. Schon bei dem Film hat es mich jetzt gegruselt.
    Jetzt durch ihr Video wird es mir noch klarer. Was wir den Kindern damit antun. Ich betreue meine beiden Enkel, damit meine Tochert ihr Studium beenden kann und habe ihnen somit die KITA erspart.
    Dieses Video muss einfach mehr in die Öffendlichkeit!!!

  14. Sigrid 30. September 2016 um 20:25 Uhr- Antworten

    Ein echt toller, aufschlussreicher Beitrag. Ich bin um einiges schlauer geworden und sehe das inzwischen, als Oma einer 20 Monate alten Enkeltochter, mit ganz neuen Augen. Ich bin so dankbar für diesen wundervollen Beitrag und kann ebenfalls nur bitten, dieses Interview dauerhaft online zu stellen, damit mehr Eltern es sich ansehen können und vorallem zu Herzen nehmen.

  15. Jenniffer 30. September 2016 um 19:10 Uhr- Antworten

    Liebe Kiki, ein großartiges Interview, das ich mir natürlich gleich heute morgen um 9 Uhr angesehen habe. Jetzt ist mein Sohn (den ich komplett selbst und ständig betreue 😉 ) im Bett und ich habe Zeit, hier ebenfalls einen Kommentar zu hinterlassen.

    Wow! Ich hab mich so gefreut auf das Interview und ich wurde nicht enttäuscht.

    Ich beschäftige mich auf meinem Blog mit genau diesem Thema. Und ich setze mich dafür ein, dass ein Kind in den ersten drei Lebensjahren zu seiner Mutter (im Idealfall) gehört, oder von einer weiteren nahestehenden Person betreut wird. Sind wir mal ehrlich: auch eine Tagesmutter (die ja immer als das Non plus Ultra dargestellt wird, wegen des großartigen Betreuungsschlüssels) kann niemals bedürfnisorientiert agieren. Oder welche Mutter kann fünf Ein- bis Zweijährigen gerecht werden!?

    Wem das bedürfnisorientierte Aufwachsen seines Kindes wichtig ist, der lässt es die ersten 3 Jahre zu Hause! So kann es dann aus dem sicheren Schoß die Flügel ausbreiten und losfliegen. Wenn es soweit ist. Gordon Neufeld sagt: Alles hat seine Zeit.

    Apropos Zeit: Ein Kind braucht in den ersten Jahren vor allem Liebe, Nähe, Geborgenheit, bedürfnisorientierte Zuwendung…

    Keine Fremdbetreuung kann dies leisten. KEINE!

  16. Bea 30. September 2016 um 19:09 Uhr- Antworten

    Das Thema vielleicht im nächsten Kongress nochmal aufgreifen und verbinden mit den politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (Frau geht ein hohes Armutsrisiko ein wenn sie nicht selbst für ihr Einkommen und ihre Rente sorgt und die Begrenzung des Elterngeldes auf 12 bzw. 14 Monate) sowie mögliche Alternativmodelle oder Anpassungsmöglichkeiten vorstellen.
    Ich kann dazu das Buch „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“ von Helma Sick und Renate Schmidt empfehlen.

    • Jennifer Hein 1. Oktober 2016 um 0:02 Uhr- Antworten

      Ein Krippenplatz kostet dem Staat monatlich bis zu 1200€ Pro Kind. Wenn man dieses Geld den Eltern zur Verfügung stellen würde, sowie den Ausbau an Familienbegleitern, dann könnten die Familien wieder in eine gute Selbstfürsorge finden. Mütter sollten sowieso entlohnt werden für Ihre Aufgabe, nicht nur für die Familie, sondern auch um ihrer Selbst.

  17. Antje 30. September 2016 um 18:09 Uhr- Antworten

    Meine erste Tochter ging mit einem Jahr in die Kita, meine zweite (12 Jahre jünger) erst mit 2,5 Jahren. Ich kann nur bestätigen, dass ich es genauso erlebt habe, wie hier beschrieben. Die Bindung zu meiner jüngeren und auch deren Gesundheit ist deutlich besser und stabiler. Auch wenn mir die lange Zeit zu Hause manchmal recht schwer fiel, es hat sich unendlich gelohnt und ich bin heute sehr froh darüber. Danke für dieses spannende Gespräch!

  18. Annika 30. September 2016 um 17:56 Uhr- Antworten

    Hallo! Danke!!! So wichtig das mal so deutlich zu sagen! Ich habe nämlich gerade darüber nachgedacht, dass mein ältester Sohn (8, 3. Klasse) wieder totale Angst hat in die Schule zu gehen. Es ist wohl Trennungsangst. Er ging mit 18 Monaten in eine kleine, sehr liebevolle Krippe, aber nie ohne schlimmes Weinen. Auch im Kindergarten hatte er große Trennungsschwierigkeiten. Nun Angstattacken auf dem Schulweg. Wir hätten damals besser auf unser Bauchgefühl gehört und ihn wieder aus der Krippe rausgenommen. Alles, was im Interview gesagt wurde, kann ich (nun mit dem 3. Kind) aus meiner Erfahrung bestätigen! Das sollten alle werdenden Eltern wissen! Eine weitere Veröffentlichung des Interviews wäre toll!

  19. Elisabeth 30. September 2016 um 16:34 Uhr- Antworten

    Liebe Kiki, lieber Christian,
    ich bedanke mich sehr für diesen enorm wichtigen Beitrag von Prof.Dr.Eva Rass, der mir (inzwischen Oma) ganz Vieles erklärt und ich wünsche allen heutigen und zukünftigen Eltern, dass sie diesen wichtigen Beitrag hören können. Ich gebe es weiter. VIELEN DANK******

  20. Loni 30. September 2016 um 15:36 Uhr- Antworten

    Herzlichen Dank für dieses unendlich wertvolle Interview! Danke für den Mut dieses umstrittene Thema so klar zu kommunizieren.

  21. Lina 30. September 2016 um 15:33 Uhr- Antworten

    Interessante Fakten wurden in diesem Beitrag beleuchetet und ich bin auch der Meinung dass das ‚Mutter-Sein‘ in unserer Gesellschaft einen höheren Stellenwert einnehmen sollte, gerne auch durch finanzielle Unterstützung etc. VORALLEM AUCH BEI DEN JEWEILIGEN VÄTERN!!!
    Doch das Interview war auch sehr einseitig. Ich als Mutter hatte das Bauchgefühl mein 1,5 jähriger Sohn fordert den Gang zur Kita regelrecht ein. Er liebt andere Menschen und möchte am liebsten jeden Tag hundert neue Personen treffen. Einen Weinen zum Abschied oder ähnliches fand nie statt, sonst hätte ich mich nicht lösen können und hätte das Projekt Kita sofort abgebrochen.
    Auch ich möchte als Frau und Person meiner beruflichen Tätigkeit nach der Elternzeit wieder nachgehen. Schließlich möchte man als Akademikerin den ‚Faden‘ nicht verlieren und sich gerne wieder beruflich betätigen, zumindest halbtags. Mein Bauchgefühl sagt mir außerdem das eine Ganztages-Betreuung für mich nicht in Frage kommt, nicht mit drei Jahren, nicht zur Grundschulzeit – ich will Zeit mit meinem Kind verbringen – nicht nur am Wochenende(!!!), egal was eine Studie dazu sagt. Eine morgentliche Betreuung von 4 Stunden ist für uns also perfekt und ich werde davon auch nicht Abkommen. Ist mein Kind krank oder nicht fit, bringe ich ihn nicht zur Fremdbetreuung!! Das ist bei uns ein Grundgesetz! Zum Glück habe ich einen flexiblen Arbeitgeber und kann die Arbeitszeit dann entsprechend abends, im Homeoffice etc. nachholen. Solche Arbeitgeber sollte es unbedingt mehr geben!!!
    Beim nächsten Kind werde ich die Karten aber komplett neu mischen, ich bin mir fast sicher dass das nächste Kind nicht mehr so offen und wissbegierig sein wird. Aber mein Bauchgefühl wird mir das schon mitteilen und dann bleib ich länger Zuhause!

    Jedenfalls will ich allen Müttern und Eltern Mut machen die einer beruflichen Tätigkeit nachgehen wollen und ein gutes Bauchgefühl damit haben. Geht es den Müttern gut geht es den Kindern gut. Und für meinen Sohn und mich gibt es nichts schöneres als gemeinsam jeden Mittag mit gut gelaunter, zufriedener, ausgeglichener Mutter und gut gelauntem, glücklichem Kind Abenteuer zu bestreiten.

    Also habt kein schlechtes Gewissen und keine schlaflosen Nächte. Als Mutter weiß man was richtig ist. Und sollte ihr ein schlechtes Bauchgefühl haben dann ändert was am besten sofort.

  22. Tina 30. September 2016 um 14:27 Uhr- Antworten

    …vor allem ab Minute 45 sehr interessant.
    Eigentlich ist der ganze Vortrag sehr Empfehlenswert!!!!
    Bitte denkt darüber nach das Interview dauerhaft online zu stellen.
    Danke für eure Mühe und Arbeit.

  23. Susann 30. September 2016 um 14:15 Uhr- Antworten

    Ich bin aus eigenen gesundheitlichen Problemen nach der Schwangerschaft nun fast 2 Jahre mit meiner Tochter zu Hause und werde von außen immer wieder gedrängt es in die Kita (unter Gleichaltrige) zu geben. Es kursieren so viele falsche Vorstellungen, was in dieser frühen Zeit wichtig für das Kind ist. Ich konnte mich nie richtig behaupten und meinen Standpunkt bezüglich der Betreuung zu Hause behaupten! Nun bin ich um einiges schlauer unf kann mich sogar wissenschaftlich fundiert währen!!! Tausend Dank dafür!!!
    Ich bin ganz der Meinung der Anderen- Bitte bitte öffentlich machen den Kindern zu Liebe!!!!

    Und noch was… Ich habe selbst fast 5 Jahre Pädagogik der Kindheit studiert. Sowas hat man uns nicht gelehrt! Unglaublich, dass sowas scheinbar als zu unwichtig angesehen wird!!! Da werde ich gleich nochmal sauer!
    Also bitte öffentlich machen und verbreiten!!!

  24. andiva 30. September 2016 um 11:55 Uhr- Antworten

    War ein toller vortrag,allerdings hadere ich jetzt noch mehr mit mir selbst.meine kleine (15 monate)macht gerade die grippeneingewöhnung und das nicht weil ich denke das man dies mit 1 tun muss ,sondern weil wir finanziell keine andere Wahl haben, auch Oma und Opa stehen uns nicht zur Verfügung und Home Office ist in der Pflege leider nicht möglich.es hätte mich sehr gefreut , mehr zu erfahren auf was ich achten kann.wir haben keine anderen Möglichkeiten und sind auf den grippenplatz angewiesen.es zerbricht mir jeden Tag aufs Neue das Herz sie dort hinzugeben und trotzdem bin ich froh dass es überhaupt eine Möglichkeit gibt mein Kind betreuen zu lassen.

    • Jenniffer 30. September 2016 um 19:20 Uhr- Antworten

      Liebe Andiva, ich stand selbst vor der Entscheidung, die Du gerade durchlebst. Wir haben uns letztendlich entschieden, auf mein Gehalt zu verzichten und komplett von nur einem Gehalt zu leben. Das ist natürlich mit finanziellen Einbußen verbunden. Es gibt aber Möglichkeiten! Aus meiner eigenen Recherche ist ein Ebook entstanden, dass ich Dir gerne ans Herz legen möchte. Darin findest Du u.a. auch, worauf Du achten solltest, wenn Du Dein Kind fremdbetreuen lassen musst. Schau mal auf meiner Website vorbei. Gerne kannst Du mich auch persönlich anschreiben!Deine Jenniffer

      • andiva 30. September 2016 um 20:39 Uhr- Antworten

        Vielen lieben dank für deine antwort.leider sind es bei uns nicht nur finanzielle Einbußen sondern wir können von einem Gehalt einfach nicht leben.trotzdem bin ich sehr gespannt auf dein ebook und werde es auf alle fälle lesen.lg

  25. Jenny 30. September 2016 um 11:40 Uhr- Antworten

    Danke für dieses sehr gute, weil nicht emotional geführt, Interview! Hat mich sehr berührt und auch in meinem Empfinden hinsichtlich Fremdbetreuung bestätigt.
    Ich wünsche mir generell eine politische Anerkennung der Mutterzeit – z.B. wie in Finnland, wo es den Eltern in den ersten 3 Lebensjahren ihres Kindes freigestellt ist, ob sie ihr Kind fremd betreuen lassen oder zu Hause lassen. Für die Mutter/den Vater, die ihr Kind zu Hause betreuen gibt es einen Betreuungszuschuss. Der ist zwar nicht hoch, jedoch ein Anfang in der Wertschätzung des Jobs den wir da leisten. Es wäre doch großartig, wenn eine dreijährige Betreuungszeit zu Hause Eltern nicht in finanzielle Nöte brächte sondern, quasi als Vorsorgeleistung in eine gesunde und leistungsfähige Gesellschaft, staatlich bezuschusst wird. Sollte doch auch im Interesse der Krankenkassen sein, die heutzutage ständig stöhnen über die immens steigenden Ausgaben aufgrund von Bourn Out, Depression und Co.
    Eine Frage tat sich bei noch auf, da ich einiges meiner eigenen Probleme (hohe Stressanfälligkeit, geringe Belastbarkeit, ständig erschöpft) auf meine eigene Krippen- und Kitazeit (seit 6. Lebensmonat Ganztagskrippe) zurückführen kann: Wie finden wir Erwachsenen da Heilung?

    • Jenniffer 30. September 2016 um 19:26 Uhr- Antworten

      Liebe Jenny 🙂 Ich höre gerade ein Hörbuch, das heißt „Das Kind in Dir muss Heimat finden“. Vielleicht ist das was für Dich? Ich finde es großartig! Es hat allerdings einen Haken: Es bedeutet, diese ganzen negativen Gefühle anschauen zu müssen. Aber ich bin überzeugt davon, dass es sich am Ende lohnt! Viel Erfolg. Der Wille ist der erste Schritt zur Heilung! Deine Jenniffer

  26. Jen 30. September 2016 um 11:30 Uhr- Antworten

    Auch von mir herzlichen Dank!! Mein Bauchgefühl hat mich also nicht betrogen und ich bin nun noch mehr bestärkt in meiner Meinung. Auch wenn man von einigen anderen gerne „belächelt“ wird. Es ist erschreckend, was man den Kleinsten zumutet…

  27. dorothee 30. September 2016 um 11:19 Uhr- Antworten

    Vielen Dank für das Interview und euren Mut diesbezüglich !!!!!!

  28. Manuela 30. September 2016 um 10:37 Uhr- Antworten

    DANKE DANKE DANKE !!!
    Schreit es in die Welt hinaus !!!
    Die Kinder können sich nicht wehren.
    Top Beitrag – BITTE JEDEM uneingeschränkt zugänglich machen und im Netz verbreiten !
    Endlich kommt die Welt zur Heilung des Kindes, nicht nur des inneren sondern auch des äußeren.
    Ich liebe Euch 🙂

  29. Jennifer Hein 30. September 2016 um 10:35 Uhr- Antworten

    Ich möchte mich ganz herzlich für dieses Interview bedanken. Prof. Dr. Eva Rass spricht mir aus Herz und Seele. Ihr klare Haltung zu diesen existenziellen Problematik unserer Zeit braucht eine Plattform, um Eltern zu bestärken, ihrer ursprünglichen Wahrnehmung zu trauen und auch ernst zu nehmen. In Zeiten wie diesen, in der die Kinder zum Opfer wirtschaftlichen Interessen werden, ist es wichtig klare Worte zu sprechen, damit wir erkennen, dass unsere Kinder keine Objekte sind, die man anpassen kann, sondern kleine Menschen sind, die auf unsere Hilfe und Zuwendung angewiesen sind, um ein stabile Persönlichkeit zu entwickeln. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, das ist ein Grundgesetz, was wir als Eltern einfordern müssen! Es geht nicht, dass wir den Kindern dieses Recht verweigern. Die Gesundheit ist unser höchstes Gut und das müssen wir schützen. Das es derzeit nicht so ist, hat Frau Rass hier sehr deutlich beschrieben. Ich bin immer wieder begeistert von ihrer unerschütterlichen Haltung, die mir bei anderen Experten manchmal fehlt. Faule Kompromisse einzugehen kann nicht zur Lösung führen, weil alle Seiten letztendlich draufzahlen, Kinder, Eltern und schlußendlich auch auf längere Sicht die ganze Nation.

  30. Jasmin 30. September 2016 um 10:24 Uhr- Antworten

    Das ist wirklich der beste und wertvollste Beitrag des Kongresses!! Ihr solltet ihn frei und uneingeschränkt zugänglich machen, damit man ihn weiter verbreiten kann und ihn auch Eltern hören können, die nicht angemeldet sind. Das ist so ein wichtiges Thema, das sollten sich viel mehr zu Herzen nehmen!!

    • Christian 30. September 2016 um 10:37 Uhr- Antworten

      Wow, vielen Dank Jasmin! Tatsächlich denken wir über Deinen Vorschlag nach 😉 LG, Christian

    • Jennifer Hein 30. September 2016 um 10:48 Uhr- Antworten

      Das wünsche ich mir auch, dass es frei zugänglich wird!

    • Raffaela Hellwig 30. September 2016 um 13:41 Uhr- Antworten

      da kann ich nur zustimmen und ich würde das Interview auch soo gerne anderen Eltern zeigen um Mut zu machen, WENIGSTENS noch ein paar Monate länger zu warten und auch im Kindergarten meinen ErzieherInnen Kollegen zu zeigen. Es wäre wunderbar, wenn man dieses Interview irgendwie weiter bekommen könnte!

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